Masterarbeit, 2016
81 Seiten, Note: 1,3
1. Einleitung
2. Das Tagebuch als Lehr(n)instrument
2.1. Ziele und Funktionen des Lerntagebuchs
2.1.1. Lernen lernen – kognitive und metakognitive Funktionen
2.1.2. Motivation
2.1.3. Schreiben lernen
2.1.4. Rückmeldefunktion
2.2. Verschiedene Formen des Lerntagebuchs
2.2.1. Dialogisches Lerntagebuch
2.2.2. Das Portfolio
2.2.3. Lerntagebuch mit Prompts und Multiple-Choice-Fragen
2.3. Herausforderungen beim Umgang mit Lerntagebüchern
3. Metakognitive Lernstrategien
3.1. Planung
3.2. Self-Monitoring
3.3. Regulation
4. Das Lerntagebuch zur Förderung metakognitiver Kompetenzen
4.1. Methodische Vorgehensweise
4.2. Vorstellung des Lerntagebuches
4.3. Vorstellung der Versuchsgruppe
4.4. Durchführung
4.5. Darstellung der Ergebnisse
4.5.1. Themenfeld A: Planung
4.5.2. Themenfeld B: Self-Monitoring
4.5.3. Themenfeld C: Regulation
5. Fazit
6. Literatur
7. Anhang
7.1. Lerntagebuch für die Erhebung
7.2. Kategoriensystem
Die Arbeit untersucht, inwiefern Lerntagebücher im Mathematikunterricht der 6. Klasse dazu eingesetzt werden können, Schülerinnen und Schüler zur bewussten Anwendung metakognitiver Lernstrategien anzuregen und somit ihre Lernkompetenz zu fördern.
1. Einleitung
Die technologischen und gesellschaftlichen Veränderungen verlangen in der heutigen Zeit zunehmend nach flexiblen und insbesondere lernfähigen Menschen. Entsprechend dieser Prämisse wird die Institution Schule mit der Herausforderung konfrontiert, nicht nur reines Sachwissen zu vermitteln und ihrem erzieherischen Auftrag nachzukommen, sondern auch den Schülerinnen und Schülern zu einer selbstständigen Lernkompetenz zu verhelfen. Im Rahmen meines Lehramtsstudiums wurden häufig metakognitive Lernstrategien als Schlüsselqualifikation für die Erwachsenen von morgen als Lösungsansatz propagiert. Zentrale Elemente sind hierbei, dass man eine Lerngruppe dazu anregen soll, Zusammenhänge von den Lernenden selbst erfassen zu lassen, wichtige Informationen zu verknüpfen und Lust am Lernen zu wecken.
Um diese Ziele erreichen zu können, wurde mir als ein Lösungsansatz das Lerntagebuch nahegelegt. Dieses soll es den Schülerinnen und Schüler ermöglichen, selbstständig und flexibel reagierende sowie interessierte Lernexperten zu werden, indem sie über die eigenen Lernfortschritte kritisch reflektieren.
„Die Verschriftlichung der Lernprozesse macht das Gelernte fassbarer und bewusster und hilft, die Vagheit des nur Gedachten zu überwinden“ (Hussmann et al. 2011, S. 50). Hussmann geht von der Prämisse aus, dass der Schreibprozess während des Lernens die metakognitive Haltung gegenüber dem eigenen Lernprozess auf produktive Weise unterstützen kann. Demnach dient das Schreiben nicht nur dem Erwerb von Sachwissen, sondern fördert auch den Aufbau prozessbezogener Kompetenzen auf fachlicher- sowie auf überfachlicher Ebene in Bezug auf das Selbstregulierte Lernen. Dadurch erhält das Schreiben eine grundlegende Bedeutung für die Förderung von metakognitiven Lernstrategien im Unterricht. Dies gilt nicht nur für den Deutschunterricht, in dem traditionell gesehen viel in Textform geschrieben wird, sondern auch im Fach Mathematik und darüber hinaus. Hierbei soll das Lerntagebuch als ein Ansatzpunkt helfen, die Lernenden dazu zu bringen, dauerhaft metakognitive Lernstrategien anzuwenden. Aber nach welchen inhaltlichen Strukturen muss das Lerntagebuch aufgebaut sein, um hierfür erfolgreich angewandt werden zu können? Auf welche Weise lassen sich die aus der Literatur beschriebenen positiven Effekte des Lerntagebuchs in Bezug auf die Metakognitiven Lernstrategien tatsächlich erreichen?
1. Einleitung: Diese Einleitung skizziert die Notwendigkeit selbstständiger Lernkompetenz in der Schule und stellt das Lerntagebuch als Instrument zur Förderung metakognitiver Strategien vor.
2. Das Tagebuch als Lehr(n)instrument: Dieses Kapitel definiert Lerntagebücher, beleuchtet deren didaktische Funktionen, stellt verschiedene Formate wie das dialogische Tagebuch und Portfolios vor und erörtert zentrale Herausforderungen.
3. Metakognitive Lernstrategien: Hier werden die Kernkonzepte des selbstregulierten Lernens – Planung, Self-Monitoring und Regulation – wissenschaftlich hergeleitet und in den Kontext der Lerntagebucharbeit gesetzt.
4. Das Lerntagebuch zur Förderung metakognitiver Kompetenzen: Der empirische Teil beschreibt die methodische Vorgehensweise, die Erprobung des Lerntagebuchs in einer 6. Klasse und analysiert die gewonnenen Daten in den Themenfeldern Planung, Self-Monitoring und Regulation.
5. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse der Erhebung zusammen, diskutiert die Wirksamkeit der eingesetzten Prompts und reflektiert das Potenzial des Lerntagebuchs als Diagnoseinstrument.
6. Literatur: Verzeichnis der zitierten wissenschaftlichen Quellen.
7. Anhang: Enthält das in der Erhebung verwendete Lerntagebuch sowie das entwickelte Kategoriensystem für die Auswertung.
Lerntagebuch, Metakognition, Selbstreguliertes Lernen, Mathematikunterricht, Lernstrategien, Planung, Self-Monitoring, Regulation, Reflexion, Schreibkompetenz, Feedback, Unterrichtsqualität, Diagnoseinstrument, Lernkompetenz, Schüler.
Die Arbeit untersucht den Einsatz von Lerntagebüchern als didaktisches Instrument, um bei Schülerinnen und Schülern die Entwicklung metakognitiver Lernstrategien im Mathematikunterricht zu unterstützen.
Die Arbeit konzentriert sich auf die theoretischen Grundlagen des selbstregulierten Lernens, die verschiedenen Formen der Tagebuchführung und die empirische Anwendung von Prompts zur Anregung metakognitiver Prozesse.
Das Ziel ist herauszufinden, ob Schülerinnen und Schüler durch gezielte schriftliche Impulse (Prompts) in einem Lerntagebuch dazu motiviert und befähigt werden können, ihren eigenen Lernprozess bewusster zu planen, zu überwachen und zu regulieren.
Die Untersuchung nutzt einen Mixed-Methods-Ansatz, insbesondere die qualitative Inhaltsanalyse nach Mayring, um die schriftlichen Einträge aus Lerntagebüchern einer 6. Klasse systematisch auszuwerten.
Im Hauptteil werden zunächst die didaktischen Funktionen und Formen des Lerntagebuchs dargelegt, anschließend werden metakognitive Lernstrategien definiert und schließlich die Ergebnisse der schulischen Erprobung in den Bereichen Planung, Monitoring und Regulation detailliert analysiert.
Die zentralen Begriffe sind Lerntagebuch, Metakognition, selbstreguliertes Lernen, Lernstrategien und Feedback.
Das Feedback der Versuchsleiterin dient als Brücke, um den Lernenden bei Schwierigkeiten zu helfen, sie zur Selbstreflexion anzuregen und eine vertrauensvolle Lernumgebung zu schaffen, in der Fehler als Lernchancen begriffen werden.
Die Schülerinnen und Schüler taten sich anfangs schwer, ihren Lernfortschritt präzise in Worte zu fassen; zudem bestand die Gefahr, dass sie lediglich Erwartungen der Versuchsleiterin antizipierten statt ihre ehrliche Einschätzung abzugeben.
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