Masterarbeit
141 Seiten, Note: 1,3
1 Einleitung
1.1 Problemformulierung und Forschungsfrage
1.2 Untersuchungsziel und Fragestellung
1.3 Vorgehensweise
1.4 Kritische Würdigung der Literatur
2 Arbeit 4.0 und KMU in Deutschland
2.1 Begriffserklärung Arbeit 4.0
2.2 Begriffserklärung kleine und mittlere Unternehmen
2.3 Begriffserklärung Innovation
2.4 Fokus
2.5 Treiber und Trends
2.5.1 Digitale Transformation
2.5.2 Demographischer Wandel
2.5.3 Wissensökonomie
2.5.4 Innovationsökonomie
2.5.5 Gesellschaftlicher Wertewandel
3 Third Workspaces
3.1 Begriffserklärung Third Workspace
3.2 Zahlen, Daten, Fakten
3.3 Potentiale von Third Workspaces
3.3.1 Flexibilisierung und Mitarbeiterzufriedenheit
3.3.2 Motivation
3.3.3 Wissenstransfer und informelles Lernen
3.3.4 Networking
3.3.5 Kreativität
3.4 Vorteile und Nachteile für KMU durch Third Workspaces
3.5 Lücken im Stand der Forschung
4 Empirischer Teil
4.1 Grundlagen des Forschungsprozesses
4.2 Forschungsfrage und Hypothesen
4.3 Erhebungsvorbereitung und Datenerhebung
4.3.1 Forschungsdesign
4.3.2 Begründung der Auswahl des Messinstruments
4.3.3 Beschreibung des Messinstruments
4.3.4 Stichprobe
4.3.5 Untersuchungsdurchführung
4.3.6 Auswertungsmethode
4.4 Auswertung und Forschungsergebnisse
4.4.1 Allgemeine Angaben zu den Untersuchungspersonen
4.4.2 Hypothesentest H1
4.4.3 Hypothesentest H2
4.4.4 Hypothesentest H3
5 Zusammenfassung und Diskussion
Die vorliegende Arbeit untersucht, inwieweit die Nutzung von Third Workspaces Innovationsleistungen in kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) positiv beeinflussen kann und ob diese Arbeitsorte die Attraktivität für qualifizierte Arbeitnehmer in ländlichen Regionen erhöhen können.
3.1 Begriffserklärung Third Workspace
Der Begriff Third Workspace tauchte erstmals 2016 in dem Artikel The constitution of third workspaces in between the home and the corporate office von Kingma Sythie F. in dem Journal New Technology. Work and Employment auf und wird wie folgt beschrieben: “In between the private home and the corporate office a new category of flexible workspaces has emerged, that is enabled by new technologies and can be flexibly hired by knowledge workers.”
Der Third Workspace kann als Resultat der Entwicklung der Arbeitsplatzentgrenzung und Flexibilisierung gesehen werden. In ihm werden die Grundzüge des „first“ und „second“ Workspace miteinander vereint. Ersteres umfasst das Recht der Inanspruchnahme der „home workspace“ - bezogen auf Telearbeit, sprich die Nutzung dezentralisierter Büroaktivitäten mithilfe von Informations- und Kommunikationstechniken (Arbeitsplatzentgrenzung). Unter Begrifflickeit „second workspace“ ist das Büro in der Arbeitsstelle zu verstehen. Die starren Strukturen im Büro werden bereits seit einigen Jahren durch flexiblere Arbeitsformen, wie beispielsweise hot desking (Arbeitsweise, bei der Angestellten keinen festen Arbeitsplatz haben, sondern sich an, der gerade frei ist, setzen), Gleitzeit oder nomadic working (gar kein Büro haben) aufgelöst. Der Third Workspace nimmt demgemäß einen Platz zwischen dem Zuhause und dem Firmenbüro ein.
Doch nicht nur die räumliche Entgrenzung dient der Definition solcher Orte. In der Studie von Kingma, zeigte sich, dass die Nutzer solcher Arbeitsplätze, diese weniger wie Arbeitsort, sondern mehr als eine Art „Business ähnliches Büro“ wahrnehmen. Dies hängt in erster Linie mit den fünf Kernwerten zusammen, die von mehreren Autoren zur Definition des Begriffs herangezogen werden. Diese lauten: Wille zur Zusammenarbeit (Collaboration), Gleichgesinnte, die von der Gemeinschaft profitieren (Community), ein schonender Umgang mit Ressourcen (Sustainability), die Bereitschaft Ideen zu teilen (Openness) und die Verfügbarkeit im finanziellen und physischen Sinne (Accessibility).
1 Einleitung: Dieses Kapitel führt in die Themenfelder Arbeit 4.0 und Third Workspaces ein, definiert die Forschungsfragen und erläutert die methodische Vorgehensweise.
2 Arbeit 4.0 und KMU in Deutschland: Es werden zentrale Begrifflichkeiten geklärt und die wesentlichen Treiber wie digitale Transformation, demographischer Wandel und Wissensökonomie analysiert, insbesondere im Kontext von KMU.
3 Third Workspaces: Dieses Kapitel definiert Third Workspaces, betrachtet statistische Daten und arbeitet die vielfältigen Potentiale sowie die Chancen und Risiken für Unternehmen heraus.
4 Empirischer Teil: Die quantitative Studie wird detailliert beschrieben, von der Forschungsdesign-Wahl über die Erhebung bis hin zur Auswertung der Hypothesen H1 bis H3.
5 Zusammenfassung und Diskussion: Die Ergebnisse werden reflektiert, die Forschungsfrage abschließend beantwortet und ein Ausblick auf die zukünftige Bedeutung flexibler Arbeitsformen gegeben.
Arbeit 4.0, Third Workspace, KMU, Digitale Transformation, Innovation, Coworking, Wissensökonomie, Demographischer Wandel, Mitarbeiterzufriedenheit, Personalrekrutierung, Fachkräftemangel, Flexibilisierung, Unternehmensführung, Generation Y, Empirische Erhebung
Die Arbeit untersucht den Zusammenhang zwischen der Nutzung von sogenannten Third Workspaces und der Innovationskraft bzw. der Attraktivität von kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) in Deutschland.
Die zentralen Felder sind die Herausforderungen von KMU durch die digitale Transformation, Trends wie der demographische Wandel, die Wissensgesellschaft sowie das Konzept der Third Workspaces (z.B. Coworking) als Lösungsansatz.
Ziel ist es zu ergründen, ob Third Workspaces die Innovationsleistung von KMU steigern können und ob sie dazu beitragen, qualifizierte Fachkräfte auch in ländlich gelegenen Betrieben zu gewinnen.
Es wurde eine quantitative empirische Untersuchung in Form einer standardisierten Online-Befragung durchgeführt, bei der 117 (bzw. 151 in der Gesamtzahl) Teilnehmer aus verschiedenen Unternehmensgrößen antworteten.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung (Begriffsdefinitionen, Trends, Third Workspaces im Detail) und einen empirischen Teil, in dem Hypothesen zur Rekrutierung, zu Mitarbeiterbedürfnissen und zur Motivation getestet werden.
Die Arbeit lässt sich am besten mit Begriffen wie Arbeit 4.0, Third Workspace, KMU, Innovationsmanagement und digitale Transformation beschreiben.
Es konnte tendenziell festgestellt werden, dass die Bereitschaft, in einem Unternehmen auf dem Land zu arbeiten, mit höherem Bildungsgrad abnimmt, jedoch durch flexible Anwesenheitsregeln (z.B. wenige Tage pro Monat vor Ort) beeinflussbar ist.
Die Mehrheit der Teilnehmer steht der Idee positiv gegenüber, wobei "manchmal" die am häufigsten gewählte Nutzungsfrequenz ist, was auf eine hohe Akzeptanz bei gleichzeitigem Wunsch nach einer Mischung aus Flexibilität und festem Arbeitsplatz deutet.
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