Masterarbeit, 2016
135 Seiten, Note: 1,3
Didaktik für das Fach Deutsch - Pädagogik, Sprachwissenschaft
0 EINLEITUNG
1. TEIL A: HISTORISCHE GRUNDLAGEN
1.1 Französisch – Die Entwicklung einer romanischen Sprache
1.1.1 Die Romanisierung Galliens
1.1.2 Der sprachliche Einfluss auf das Vulgärlatein und die Herausbildung des Französischen
1.1.3 Die Verschriftlichung des Französischen
1.1.4 Das Altfranzösisch
1.1.5 Das Mittelfranzösisch
1.1.6 Das Neufranzösisch
1.2 Deutsch – Die Entwicklung einer germanischen Sprache
1.2.1 Vom Indogermanischen zur germanischen Sprache
1.2.2 Die Entstehung des Deutschen
1.2.3 Althochdeutsch
1.2.4 Mittelhochdeutsch
1.2.5 Neuhochdeutsch
1.2.6 Das heutige Standarddeutsch
2. TEIL B: LINGUISTISCHE GRUNDLAGEN
2.1 Definitionen
2.1.1 Phonem, Phon und Allophon
2.1.2 Graphem, Graph und Allograph
2.1.3 Phonologie, Graphematik und Orthographie
2.2 Die verschiedenen Schriftsysteme
2.2.1 Die lateinische Alphabetschrift
2.2.2 Das französische Schriftsystem
2.2.3 Das deutsche Schriftsystem
2.3 Die deutsche Orthographie
2.3.1 Die Prinzipien der deutschen Rechtschreibung
2.3.2 Die Ebene der Rechtschreibregeln
2.4 Die deutsche Grammatik
3. TEIL C: DIDKATISCHE ÜBERLEGUNGEN
3.1 Definitionen
Erstsprache, Zweitsprache, Fremdsprache
3.2 Das Erlernen der deutschen Schrift
3.2.1 Deutsch als Fremdsprache im französischen Lehrplan
3.2.2 Die Lernvoraussetzungen
3.2.3 Das Lernen der neuen Schrift
3.3 Mögliche Schwierigkeiten beim Schrifterwerb des Deutschen
3.3.1 Die deutsche Silbe
3.3.2 Die Auslautverhärtung
3.3.3 Die Nominalisierung
3.3.4 Komposition von Substantiven
3.4 Fehleranalyse – Deutsche Texte von französischen Lernern
3.4.1 Aufgabenauswahl, Vorgehensweise und Ziele der Untersuchung
3.4.2 Textanalyse und Fehlerinterpretation
3.4.3 Zusammenfassung der Ergebnisse
3.5 Fremdsprachendidaktische Überlegungen
3.5.1 Die deutsche Silbe – Umgang mit Schwierigkeiten
3.5.2 Die Auslautverhärtung – Umgang mit Schwierigkeiten
3.5.3 Die Nominalisierung – Umgang mit Schwierigkeiten
3.5.4 Komposition von Substantiven – Umgang mit Schwierigkeiten
3.5.5 Der freie Text – Anwendung des erworbenen Wissens
4. SCHLUSS
Diese Arbeit untersucht den Schrifterwerb der deutschen Sprache durch französische Lerner. Ziel ist es, fächerübergreifende Ansätze für die Fremdsprachendidaktik zu entwickeln, um französischen Lernenden den Zugang zur komplexen deutschen Orthographie zu erleichtern und sie bei der Überwindung typischer Hürden zu unterstützen.
3.3.1 Die deutsche Silbe
Selbst bei Schülern, für die das Deutsche die Erstsprache ist, sind fehlende Konsonantendoppelungen zu beobachten. In den 70er Jahren fanden verschiedene Untersuchungen statt, die zeigten, dass 7% der Rechtschreibfehler (insgesamt 79%) von Schülern im Alter von 15-16 Jahren auf Konsonantenverdopplungen fallen, 14% auf Zusammen- und Getrenntschreibung und 4% auf das Dehnungs-h (vgl. Ossner 2010: 38f). Es ist jedoch davon auszugehen, dass diese Prozentzahlen höher wären, wenn ausschließlich Texte französischer Lerner untersucht worden wären.
Der Grund ist folgender: Auch im Französischen spielen die Silben eine Rolle, wenn es um die Worttrennung geht. Es lassen sich aus ihnen jedoch keine Regeln zur Schreibung ableiten. Anders im Deutschen: Wie bereits in Kapitel 3.2.3 ausführlicher erklärt, erklären sich verschiedene Schriftbilder anhand des Silbenprinzips. So werden beispielsweise die Wörter Strich oder Stift mit
Im Inneren eines Wortes kann dies jedoch durchaus vorkommen, insbesondere bei Komposita (die nach morphologischem Prinzip getrennt werden), wie zum Beispiel Waschpulver oder Waschtisch. Hier muss der Lerner also unterscheiden, ob es sich um silbische Schreibung handelt oder ob das zu schreibende Wort eine Zusammensetzung ist, bei der die ursprünglichen Silben beibehalten werden, auch wenn dadurch mehrere Konsonanten aufeinander folgen. Für den Fremdsprachenlerner ist dies also auch Wortschatzarbeit. Auch die Schreibung des silbeninitialen
0 EINLEITUNG: Die Einleitung beleuchtet die Bedeutung des Schreibens als Mittel zur Kommunikation und identifiziert das Erlernen der deutschen Schriftsprache als zentrale Herausforderung für französische Lernende.
1. TEIL A: HISTORISCHE GRUNDLAGEN: Dieser Teil zeichnet die Entwicklung des Französischen als romanische und des Deutschen als germanische Sprache nach, um historische Unterschiede in den Sprachsystemen zu verdeutlichen.
2. TEIL B: LINGUISTISCHE GRUNDLAGEN: Hier werden linguistische Kernbegriffe sowie die phonologischen und graphematischen Systeme des Deutschen und Französischen dargestellt, um die Komplexität der deutschen Orthographie zu begründen.
3. TEIL C: DIDKATISCHE ÜBERLEGUNGEN: Dieser zentrale Abschnitt erarbeitet didaktische Lösungsansätze, analysiert spezifische Schwierigkeiten (wie die deutsche Silbe, Auslautverhärtung, Nominalisierung und Komposita) und evaluiert Fehler in Texten französischer Lernender.
4. SCHLUSS: Die Arbeit resümiert, dass die Unterschiede zwischen beiden Schriftsystemen Hürden beim Erwerb darstellen, die jedoch durch gezielte, prozessorientierte didaktische Förderung und eine konstruktive Fehleranalyse abgebaut werden können.
Deutsch als Fremdsprache, Schrifterwerb, Orthographie, Fehleranalyse, französische Lerner, Silbenprinzip, Auslautverhärtung, Nominalisierung, Komposita, Fremdsprachendidaktik, Sprachvergleich, Schreibkompetenz, Rechtschreibregeln, Morphologie, Grammatik.
Die Arbeit untersucht, wie französische Schüler die deutsche Schriftsprache erlernen und welche spezifischen orthographischen Schwierigkeiten dabei auftreten können.
Die zentralen Felder sind die historische Entwicklung beider Sprachen, die linguistischen Grundlagen der Orthographie und didaktische Konzepte zur Förderung der Schreibkompetenz.
Das Ziel ist es, ein besseres Verständnis für die Hürden französischer Lerner zu schaffen und Lehrern praktische Methoden an die Hand zu geben, um den Schrifterwerb effektiv zu unterstützen.
Es wird eine Kombination aus historischer Analyse, linguistischer Definition von Schriftsystemen und einer Fehleranalyse von Texten französischer Probanden angewandt.
Der Hauptteil gliedert sich in historische Grundlagen, linguistische Erläuterungen (z.B. phonologische Prinzipien) sowie didaktische Überlegungen zum Umgang mit Phänomenen wie der deutschen Silbe.
Zu den wichtigsten Begriffen gehören DaF-Unterricht, Orthographie, Silbenprinzip, Nominalisierung, Komposita und Fehleranalyse.
Das silbische Prinzip ist im Französischen nicht in derselben Weise verankert. Deutsche Regeln, wie die Schreibung am Silbengelenk oder das stumme initiale "h", sind den Schülern fremd und erfordern ein explizites Training.
Die Autorin betrachtet Fehler nicht als negatives Versagen, sondern als essenziellen Bestandteil des Lernprozesses, der Aufschluss über die "Lernersprache" gibt und als diagnostisches Werkzeug für gezielte Fördermaßnahmen dient.
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