Bachelorarbeit, 2017
74 Seiten, Note: 1,3
1 Hinführung und thematischer Überblick zur Transformation des Sichtbaren in der bildenden Kunst
1.1 Eigenes künstlerisches Anliegen und Bezug zur Thematik
1.2 Ziel und Vorgehensweise der Arbeit
2 Theoretische Grundlagen
2.1 Transformation
2.2 Das Sichtbare
2.3 Gattungsübergreifendes Denken und Gestalten
3 Transformation des Sichtbaren im Werkprozess – Analyse eigener Arbeiten aus Malerei, Grafik und Plastik mit Bezug zu anderen Künstlern
3.1 trachycarpus II, 2017
3.1.1 Bildbeschreibung
3.1.2 Wiedergabe der bildnerischen Problemstellung
3.1.3 Werkprozessbeschreibung
3.1.4 Formale Werkanalyse und Reflexion
3.1.5 Kriteriengeleitete Bewertung des Ergebnisses hinsichtlich der Transformation des Sichtbaren
3.2 raschelnd I und raschelnd II, 2017
3.2.1 Bildbeschreibung zu raschelnd I und raschelnd II
3.2.2 Wiedergabe der bildnerischen Problemstellung
3.2.3 Werkprozessbeschreibung
3.2.4 Vergleichende Bildanalyse und Reflexion
3.2.5 Kriteriengeleitete Bewertung hinsichtlich der Transformation des Sichtbaren
3.3 remiges, 2017
3.3.1 Entwicklung des plastischen Anliegens während des Werkprozesses
3.3.2 Formale Analyse und Reflexion
3.3.3 Kriteriengeleitete Bewertung hinsichtlich der Transformation des Sichtbaren und der bildnerischen Herangehensweise von Emil Cimiotti
3.4 Kurzzusammenfassung der Analyseergebnisse
4 Gattungsübergreifendes Denken und Gestalten im bildnerischen Werkprozess am Beispiel des Künstlers Alberto Giacometti und eigenen Arbeiten
4.1 Bezugnahme zwischen Grafik, Malerei und Plastik bei Alberto Giacometti
4.2 Bezüge grafischer, malerischer und räumlicher Ausdrucksformen im eigenen bildnerischen Werkprozess als Weg zur Transformation des Sichtbaren
5 Fazit und künstlerischer Ausblick
Ziel dieser Arbeit ist die Untersuchung der Transformation des Sichtbaren im bildnerischen Werkprozess anhand eigener Arbeiten aus den Bereichen Malerei, Grafik und Plastik. Die Arbeit reflektiert dabei die eigene künstlerische Arbeitsweise und setzt sie in Bezug zu kunsthistorischen Positionen und gattungsübergreifenden Strategien.
3.1.2 Wiedergabe der bildnerischen Problemstellung
Mein Interesse am gewählten Motiv liegt in der insgesamt strukturiert und grafisch wirkenden Erscheinung der Hanfpalme.
Um die Problemstellung zu veranschaulichen, soll anhand einer Fotografie ein Eindruck der vor Ort vorgefundenen Situation vermittelt werden (Abb. 5). Durch sie kann später überprüft werden, welche Veränderungen im Vergleich zur Vorgabe der Natur in trachycarpus II vorgenommen wurden (vgl. Leber, 1988, S. 12).
Das Beobachten der Palmenart ergab hinsichtlich ihres Aufbaus folgende Hauptmerkmale: Die Blattspreiten der Hanfpalme sind fächer- bis kreisförmig (Abb. 5). Sie teilen sich in unregelmäßiger Abfolge in eine Vielzahl schwertförmiger Teilsegmente auf, wodurch sich der obere Rand des Blattes verdreht (Abb. 5). Alle zwei bis drei Blattsegmente taucht ein tieferer Einschnitt bis zum Ursprung der Blattsegmente auf. Die einzelnen Blattsegmente sind etwa drei Zentimeter breit, v-förmig gefaltet und verjüngen sich zum Ende hin, wo sie häufig leicht zweigeteilt sind (Abb. 5). Die mittleren Segmente sind am längsten. Nach außen werden die Blattsegmente immer kürzer und schmaler. Der Blattstiel ist lang und schmal. Um den Gesamteindruck der tropisch wirkenden Palme zu erhalten, sollten diese Eigenschaften und Formen auch in der Malerei umgesetzt werden.
Das vor Ort wahrgenommene Rascheln, die Bewegung der Palmenblätter im Wind und der Wechsel der Licht-Schatten-Situation sollten in einer Malerei wiedergegeben werden. Das Sichtbare besteht somit aus schwingenden Bewegungen von Blättern, einer sich verändernden Lichtstimmung und dem Rascheln von Blättern. Letzteres kann als Geräusch streng genommen nicht zum Sichtbaren gezählt werden, wohl aber zu den Wahrnehmungen, die ich im Bild umsetzen wollte.
1 Hinführung und thematischer Überblick zur Transformation des Sichtbaren in der bildenden Kunst: Einführung in die Thematik der künstlerischen Transformation mit Fokus auf naturgegebene Wandlungsprozesse als Grundlage bildnerischen Schaffens.
2 Theoretische Grundlagen: Erläuterung der zentralen Begriffe Transformation und Sichtbares sowie des Konzepts des gattungsübergreifenden Gestaltens im kunsttheoretischen Kontext.
3 Transformation des Sichtbaren im Werkprozess – Analyse eigener Arbeiten aus Malerei, Grafik und Plastik mit Bezug zu anderen Künstlern: Detaillierte Analyse und Reflexion eigener Werke anhand von Motiven der Vegetation, inklusive der Untersuchung des Werkprozesses und formaler Kriterien.
4 Gattungsübergreifendes Denken und Gestalten im bildnerischen Werkprozess am Beispiel des Künstlers Alberto Giacometti und eigenen Arbeiten: Untersuchung wechselseitiger Einflüsse zwischen Grafik, Malerei und Plastik unter Einbezug von Giacomettis Arbeitsweise und Transfer auf das eigene Werk.
5 Fazit und künstlerischer Ausblick: Zusammenfassende Reflexion der Erkenntnisse zur Transformation des Sichtbaren und Ausblick auf die Weiterentwicklung der eigenen künstlerischen Praxis.
Transformation, Sichtbares, Bildende Kunst, Malerei, Grafik, Plastik, Werkprozess, Gattungsübergreifendes Denken, Vegetation, Licht-Schatten-Kontrast, Abstraktion, Alberto Giacometti, Emil Cimiotti, Formfindung, Naturstudium
Die Arbeit untersucht den Prozess der künstlerischen Transformation. Dabei steht im Fokus, wie sichtbare Naturerscheinungen – konkret vegetabile Formen – durch verschiedene künstlerische Medien in bildnerische Werke überführt werden.
Die zentralen Themen sind die Transformation des Sichtbaren, das gattungsübergreifende Denken zwischen Grafik, Malerei und Plastik sowie die reflektierte Auseinandersetzung mit eigenen Schaffensprozessen im Kontext der Kunstgeschichte.
Das primäre Ziel ist es, Erkenntnisse über die eigene bildnerische Arbeitsweise zu gewinnen, um daraus fundierte Schlüsse für die weitere künstlerische Entwicklung zu ziehen und die eigene Transformation des Sichtbaren methodisch zu begründen.
Die Arbeit nutzt die Methode der werkanalytischen und reflektierenden Betrachtung eigener Werke unter Einbezug kunsthistorischer Referenzwerke und theoretischer Grundlagen zur Kunstgattungslehre.
Im Hauptteil werden eigene Werke aus Malerei (trachycarpus II), Grafik (raschelnd I & II) und Plastik (remiges) detailliert analysiert. Zudem wird der Ansatz des gattungsübergreifenden Gestaltens am Beispiel von Alberto Giacometti untersucht.
Wesentliche Begriffe sind Transformation, Sichtbares, Werkprozess, Gattungsübergreifendes Denken, Abstraktion und die künstlerische Auseinandersetzung mit vegetabilen Motiven.
Die Formfindung basiert auf Beobachtungen von vertrockneten Robiniensamenhülsen. Deren Verdrehungen und Verfallszustände dienen als Ausgangspunkt für eine Plastik, die Wachstum und Zerstörung kontrastreich vereint.
Alberto Giacometti dient als kunsthistorisches Beispiel für einen Künstler, der trotz traditioneller Gattungstrennung in Malerei, Grafik und Bildhauerei gattungsübergreifende Bezüge in seinem Werk aufzeigt und damit als Inspirationsquelle für die eigene Methodik fungiert.
Dieser Begriff beschreibt den Prozess zwischen der Beobachtung äußerlich sichtbarer Eigenschaften und der Abstraktion, also der künstlerischen Erfindung im Werkprozess.
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