Bachelorarbeit, 2017
40 Seiten, Note: 1,0
Die Arbeit befasst sich mit der Musik des estnischen Komponisten Arvo Pärt und analysiert seinen charakteristischen Tintinnabuli-Stil. Das Ziel ist es, die Systematiken und Werkzeuge zu erforschen, die Pärt verwendet, um seinen einzigartigen Klangcharakter zu erzeugen. Dabei werden Pärts Leben und Werk, die Entstehung des Tintinnabuli-Stils und die Analyse des Werks Fratres betrachtet.
Die Einleitung führt in die Thematik ein und beschreibt die persönliche Motivation des Autors für die Analyse von Pärts Musik. Das Kapitel „Arvo Pärt – Leben und Werk“ beleuchtet die wichtigsten Stationen in Pärts Leben und Entwicklung als Komponist, insbesondere die Entwicklung seines Stils von der Zwölftontechnik hin zu seiner charakteristischen Klangsprache.
Das Kapitel „Der Tintinnabuli-Stil“ beschreibt die Grundprinzipien und Elemente des Tintinnabuli-Stils. Es wird erläutert, wie Pärt mit der Skala, dem Dreiklang und verschiedenen Stimmführungen arbeitet, um seinen charakteristischen Klang zu erzeugen.
Arvo Pärt, Tintinnabuli, Musik, Klangcharakter, Systematik, Analyse, Fratres, Leben und Werk, Stilentwicklung, Skala, Dreiklang, Mehrstimmigkeit, Spiritualität, Stille.
Der Stil ist durch eine radikale Einfachheit geprägt, die auf zwei Stimmen basiert: einer Melodiestimme (Skala) und einer Tintinnabuli-Stimme, die sich ausschließlich in den Tönen eines Dreiklangs bewegt.
"Fratres" (lateinisch für "Brüder") ist eines der bekanntesten Werke Pärts. Es verkörpert seinen Tintinnabuli-Stil und zeichnet sich durch eine meditative, hypnotische Struktur aus, die Ruhe und Spiritualität vermittelt.
Pärts Musik ist tief religiös verwurzelt. Die Reduktion auf das Wesentliche und der bewusste Einsatz von Stille sollen einen Raum für spirituelle Erfahrung und Kontemplation schaffen.
Der Dreiklang bildet das statische Element (die Tintinnabuli-Stimme), das die Melodiestimme begleitet. Pärt vergleicht den Dreiklang mit der Ewigkeit und die Melodie mit der menschlichen Sündhaftigkeit oder dem Alltag.
Diese Formel beschreibt das enge Verwobensein der Melodie- und der Tintinnabuli-Stimme, die trotz ihrer unterschiedlichen Regeln zu einer untrennbaren klanglichen Einheit verschmelzen.
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