Bachelorarbeit, 2017
29 Seiten, Note: 1,0
Einleitung
Teil 1: Hintergrund
(1) Markenidentität versus Unternehmensidentität
(2) Folgebereitschaft, Identifikation und Internalisierung
(3) Autoritäre CI-Konzepte im mechanistischen Weltbild
(4) Das Unternehmen als soziales System
(5) Corporate Identity und Design
Teil 2: Strategieentwicklung
(6) Unternehmenskultur als Grundlage
(6.1) Ebenenmodell
(6.2) Interventionsmöglichkeiten
(7) Partizipatorisches Design als Vehikel
(7.1) Leitmotiv
(7.2) Steuerung
(7.3) Rollen
(7.4) Grenzen
Zusammenfassung und Schlussbetrachtung
Die Arbeit analysiert die Problematik autoritärer Top-Down-Modelle bei der Corporate Identity-Entwicklung und schlägt eine Demokratisierungsstrategie vor, die auf partizipatorischen Designpraktiken und soziologischen Erkenntnissen basiert.
Autoritäre CI-Konzepte im mechanistischen Weltbild
„If it weren’t for the people, […] always getting tangled up in the machinery. It weren’t for them, earth world would be an engineer‘s paradise“, schreibt Kurt Vonnegut Jr. in seiner Novelle ‚Piano Player‘, in der Maschinen Großteile der menschlichen Arbeit erledigen. Würden die Menschen nicht versagen, würden Maschinen reibungslos funktionieren. Eine Aussage, der wohl so mancher Ingenieur zustimmen würde. Die Schuld wird nicht der Maschine, dem technischen System, sondern dessen menschlichen Anwendern zugesprochen. Dabei ist offensichtlich, dass es solche Systeme ohne menschliche Anwender erst gar nicht gäbe. Donald A. Norman von der University of California schreibt darauf bezugnehmend „If it weren’t for the people, the system wouldn’t have worked at all“. Er erklärt, dass Fehler meist auf ein System-Design zurückzuführen seien, welches den Menschen nicht ausreichend berücksichtigt: „The real problem is not that people err; it is that they err because the system design asks them to do tasks they are ill suited for“. Das Kernproblem sei, dass die Anforderungen des System-Designs inkompatibel mit den Fähigkeiten oder Bedürfnissen seiner Anwender ist. Inkompatibilität meint hier nicht nur das Über- oder Unterschreiten von deren Fähigkeiten, sondern auch die Einschränkung individueller Stärken; flexibel, kreativ und anpassungsfähig zu sein und zu improvisieren.
Nam Pyo Suh, Professor im Department of Mechanical Engineering am MIT, schreibt im Bezug auf technische Systeme, dass diese grundsätzlich wesentlich leichter zu verstehen, zu verwalten und zu gestalten seien, wenn sie aus voneinander unabhängigen Stages (engl. Teilen oder Abschnitten) bestünden. Dieser Präferenz entsprechend liegt nach Suh eine zentrale Aufgabe des Designers in der Maximierung der Autonomie dieser Stages. Im Falle einer unvermeidbaren Abhängigkeit sollte diese zumindest nur einseitig bestehen, sodass Stage A zwar von B, B aber nicht von A abhängig ist. Eine solche Modularisierung, die Interdependenzen weitestgehend zu vermeiden versucht, ist in zahlreichen Design-Disziplinen ein bekanntes und vielfach angewandtes Prinzip.
Markenidentität versus Unternehmensidentität: Das Kapitel differenziert zwischen Marken- und Unternehmensidentität und betont, dass Identität eine erlernte Kompetenz eines Personenkollektivs ist.
Folgebereitschaft, Identifikation und Internalisierung: Es wird analysiert, wie Mitarbeiter psychologisch an eine Organisation gebunden werden, wobei Internalisierung als stärkste Form hervorgehoben wird.
Autoritäre CI-Konzepte im mechanistischen Weltbild: Der Text kritisiert das mechanistische Weltbild im Management und zeigt auf, dass menschliche Faktoren in System-Designs zu oft ignoriert werden.
Das Unternehmen als soziales System: Hier wird der Fokus auf Unternehmen als komplexe, autopoietische soziale Systeme gelegt, die durch Kommunikation und Differenzbildung funktionieren.
Corporate Identity und Design: Das Kapitel thematisiert die Rolle des Designs, das nicht nur ästhetische Oberflächen gestalten, sondern identitätswirksame Entwicklungsprozesse begleiten sollte.
Unternehmenskultur als Grundlage: Basierend auf Schein wird erklärt, wie die Unternehmenskultur über Artefakte, Werte und Grundannahmen als Basis für Identität dient.
Partizipatorisches Design als Vehikel: Dieses Kapitel führt partizipatorische Methoden als demokratisches Instrument ein, um Mitarbeiter aktiv in den Gestaltungsprozess einzubinden.
Corporate Identity, Unternehmenskultur, Partizipatorisches Design, Markenidentität, Systemtheorie, Organisationsentwicklung, Identifikation, Internalisierung, Demokratisierung, Identitätsmanagement, Designstrategie, Mensch-Maschine-Interaktion, Change Management, Soziale Systeme, Autopoiesis
Die Arbeit untersucht, wie identitätswirksame Gestaltungsprozesse in Unternehmen demokratisiert werden können, um von autoritären Top-Down-Modellen wegzukommen.
Die zentralen Felder sind die Unternehmenskultur, das partizipatorische Design sowie die systemtheoretische Betrachtung von Organisationen.
Ziel ist es, ein Anforderungsprofil für Designer zu erstellen, das als Gegenentwurf zu input-orientierten Management-Modellen fungiert und lokale, adaptive Lösungen fördert.
Es wird eine integrative, auf organisationspsychologischen und systemtheoretischen Theorien (z. B. nach E.H. Schein und N. Luhmann) basierende Argumentation verfolgt.
Der Hauptteil behandelt die theoretischen Hintergründe von Markenidentität, soziale Systeme, das Ebenenmodell der Unternehmenskultur und die praktische Anwendung von partizipativem Design.
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Corporate Identity, Partizipation, Unternehmenskultur und soziale Systeme geprägt.
Es führt zu inkompatiblen System-Designs, die menschliche Flexibilität und Kreativität einschränken und lokale Problemlösungen durch starre Normen behindern.
Es bedeutet, dass ein soziales System nach innen geschlossen ist, um Identität zu wahren, aber nach außen hin offen für Umwelteinflüsse, die intern transformiert werden.
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