Masterarbeit, 2013
113 Seiten, Note: 1,3
Medien / Kommunikation - Multimedia, Internet, neue Technologien
1. Einleitung
1.1 Ziele und Aufbau der Arbeit
2. Begriffsdefinition
2.1 Medien
2.2 Kompetenz
2.3 Jugendmedienschutz
2.4 Web 2.0
3. Gesellschaftliche - und technologische Rahmenbedingungen
3.1 Gesellschaftliche Rahmenbedingungen
3.2 Technologische Rahmenbedingungen
4. Neue Gefährdungspotentiale durch das Web 2.0
4.1 Sexuelle Belästigung und Cybergrooming
4.2 Cybermobbing
4.3 Selbstpräsentation und Datenschutz
4.4 Inhaltliche Gefahren – Porno, Gewalt, Rassismus und Werte
4.5 Werbung aus allen Richtungen
4.6 Verlinkungen zu gefährdenden Angeboten
4.7 Mobiles Internet und Ortungsdienste
4.8 Suchtpotential der Mediennutzung
4.9 Entwicklungsbeeinträchtigende - und gesundheitliche Risiken
5. Gesetzlicher Jugendmedienschutz und Web 2.0
5.1 Verfassungsrechtliche Grundlagen
5.2 Jugendmedienschutzstaatsvertrag
5.3 Handlungsmöglichkeiten des JMStV
5.3.1 Sperrungen
5.3.2 Geschlossene Benutzergruppen
5.3.3 Technische Mittel und Jugendschutzprogramme
5.4 Kritik am gesetzlichen Jugendmedienschutz
6. Medienkompetenz in der Wissenschaftstheorie
6.1 Verortung von Medienpädagogik und Medienkompetenz
6.2 Medienkompetenzmodelle im Überblick
6.3 Medienbildung vs. Medienkompetenz
6.4 New Media Literacy – Eine internationale Sichtweise
7. Medienkompetenz in der Vermittlung
7.1 Übergreifende Annahmen im Vermittlungsprozess
7.1.1 Normative Ausrichtung und Messbarkeit
7.1.2 Digital Divide
7.1.3 Das Generationsproblem
7.2 Phasen der Mediennutzung
7.2.1 Frühe Kindheit
7.2.2 Mittlere - und späte Kindheit
7.2.3 Jugendalter
7.3 Medienkompetenzvermittlung in der Familie
7.4 Medienkompetenzvermittlung in der Schule
7.5 Außerschulische Einrichtungen, Medien und Peer-Group
8. Fazit
Das Hauptziel der Arbeit ist die Untersuchung der Frage, ob Medienkompetenz als Zielsetzung des präventiven Jugendmedienschutzes ein adäquates Mittel ist, um den neuen Gefährdungspotentialen des Web 2.0 entgegenzutreten. Der Autor analysiert kritisch das theoretische Verständnis von Medienkompetenz und deren praktische Umsetzung im Kontext des Jugendschutzes.
4.2 Cybermobbing
Andere zu schikanieren, sie seelisch unter Druck zu setzen, emotional zu verletzten oder auszugrenzen ist kein neues Phänomen, nur hat sich das altbekannte Mobbing heute in die virtuelle Welt verlagert. Durch die vielen verschiedenen Wege die für das Cybermobbing zur Verfügung stehen ergibt sich eine neue Qualität der Mobbingintensität (vgl. Behrens, Knierim 2012, 204). Besonders beliebt sind soziale Netzwerke als Mobbingkanäle (mpfs 2012, 64).
Schikanierende Kommentare in Gästebüchern oder unter Fotos, Drohungen über die Personal-Message-Funktion oder im Chat, das Einstellen peinlicher Partybilder oder das Erzeugen von falschen Profilen, welche andere als dumm, ausländerfeindlich oder aggressiv darstellen, alles ist zu finden. Auch sog. Hass-Gruppen werden gegründet, die gezielt einzelne Lehrer oder Mitschüler, teilweise mit gefälschten Fotos oder ähnlichem, bloßstellen (ebd.).
Durch die große Reichweite von sozialen Netzwerken besonders bei Jugendlichen (vgl. mpfs 2012, 41), verbreiten sich solche Attacken schnell und sind nachträglich nur schwer wieder aus dem Netz zu löschen. Diese breite Öffentlichkeit, die durch die Demütigungen erreicht wird potenziert die Auswirkungen von herkömmlichen Mobbing-Attacken. Durch die ständige Verfügbarkeit der sozialen Netzwerke in der Freizeit, beschränkt sich das Cybermobbing nicht nur auf die Schulzeit, sondern ist rund um die Uhr allgegenwärtig, was zu schweren psychischen Belastungen führen kann, in Einzelfällen sogar zum Suizid der Betroffenen (vgl. Behrens, Knierim 2012, 204).
1. Einleitung: Einführung in die Relevanz des Themas Jugendmedienschutz im Web 2.0 und Formulierung der Forschungsfrage.
2. Begriffsdefinition: Definition der zentralen Begriffe Medien, Kompetenz, Jugendmedienschutz und Web 2.0.
3. Gesellschaftliche - und technologische Rahmenbedingungen: Analyse der gesellschaftlichen und technologischen Einflüsse, die präventiven Jugendmedienschutz notwendig machen.
4. Neue Gefährdungspotentiale durch das Web 2.0: Überblick über konkrete Risiken im Web 2.0, von sexueller Belästigung bis zu gesundheitlichen Folgen.
5. Gesetzlicher Jugendmedienschutz und Web 2.0: Darstellung der rechtlichen Grundlagen, Zuständigkeiten und Handlungsmöglichkeiten des Jugendschutz-Staatsvertrags.
6. Medienkompetenz in der Wissenschaftstheorie: Theoretische Auseinandersetzung mit verschiedenen Modellen der Medienkompetenz und deren Abgrenzung zur Medienbildung.
7. Medienkompetenz in der Vermittlung: Untersuchung der praktischen Vermittlung durch Familie, Schule und andere Instanzen sowie damit verbundener Probleme.
8. Fazit: Zusammenfassung der Ergebnisse und Versuch einer eigenen Definitionsbildung für Medienkompetenz im Jugendmedienschutz.
Medienkompetenz, Jugendmedienschutz, Web 2.0, Cybermobbing, Cybergrooming, Medienbildung, Medienpädagogik, Datenschutz, Soziale Netzwerke, Medienkonvergenz, Medienerziehung, Jugendschutz-Staatsvertrag, Digitale Ungleichheit, Suchtpotential
Die Arbeit untersucht, ob das Konzept der Medienkompetenz ein geeignetes Instrument darstellt, um Kinder und Jugendliche effektiv vor den neuen, vielfältigen Gefahren im Web 2.0 zu schützen.
Der Fokus liegt auf der Verknüpfung von theoretischen Medienkompetenz-Modellen mit der praktischen Realität des Web 2.0, den rechtlichen Rahmenbedingungen des Jugendschutzes und der Rolle verschiedener Sozialisationsinstanzen bei der Vermittlung von Medienkompetenz.
Das Ziel ist es, das tatsächliche Handlungspotenzial des oft unscharfen Begriffs "Medienkompetenz" zu bewerten und diesen für den speziellen Kontext des Jugendmedienschutzes neu zu definieren.
Der Autor führt eine theoretische Inhaltsanalyse der einschlägigen Fachliteratur durch, um den aktuellen Forschungsstand zu strukturieren und kritisch zu hinterfragen.
Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse neuer Gefährdungspotentiale (z.B. Cybermobbing), die rechtliche Situation in Deutschland (JMStV), die wissenschaftliche Diskussion um Kompetenzmodelle und die Herausforderungen bei der praktischen Vermittlung von Kompetenzen in Familie und Schule.
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Medienaneignung, Partizipationskultur, Regulierungs-Selbstregulierung und der kritischen Auseinandersetzung mit der "Generation Digital Natives" geprägt.
Die Schule wird als zentrale Instanz gesehen, die durch ihre flächendeckende Erreichbarkeit soziale Unterschiede ausgleichen kann, jedoch derzeit oft an strukturellen Defiziten und der Diskrepanz zwischen Theorie und Praxis leidet.
Der gesetzliche Schutz ist trotz seiner Grenzen notwendig, reicht aber allein für das globale und flüchtige Web 2.0 nicht aus; er muss durch präventive, medienpädagogische Maßnahmen ergänzt werden.
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