Bachelorarbeit, 2016
48 Seiten, Note: 1,7
1. Einleitung
2. Der moderne Adoleszenzroman
3. Adoleszenzroman in der DDR
4. Analysekriterien
4.1 Erzählsituation
4.2 Der Erzähler: Person
4.3 Fokalisierung
4.4 Zeit
4.5 Raum
4.6 Zuverlässigkeit und Glaubwürdigkeit des Erzählers
4.7 Figurencharakterisierung
5. Uwe Johnson – Ingrid Babendererde. Reifeprüfung 1953
5.1 Erzählsituation und Person
5.2 Fokalisierung
5.3 Zeit
5.4 Raum
5.5 Zuverlässigkeit und Glaubwürdigkeit des Erzählers
5.6 Figurencharakterisierung
5.7 Ein moderner Adoleszenzroman?
6. Ulrich Plenzdorf – Die neuen Leiden des jungen W.
6.1 Erzählsituation und Person
6.2 Fokalisierung
6.3 Zeit
6.4 Raum
6.5 Zuverlässigkeit und Glaubwürdigkeit des Erzählers
6.6 Figurencharakterisierung
6.7 Ein moderner Adoleszenzroman?
7. Thomas Brussig – Wasserfarben
7.1 Erzählsituation und Person
7.2 Fokalisierung
7.3 Zeit
7.4 Raum
7.5 Zuverlässigkeit und Glaubwürdigkeit des Erzählers
7.6 Figurencharakterisierung
7.7 Ein moderner Adoleszenzroman?
8. Vergleich
9. Fazit
Die vorliegende Arbeit analysiert die Darstellung von Adoleszenz in ausgewählten Romanen aus der DDR anhand erzähltheoretischer Kriterien, um zu untersuchen, inwiefern es sich bei diesen Werken um moderne Adoleszenzromane handelt.
Die frühen Jahre der DDR – 1945 bis zum Beginn der fünfziger Jahre
Unmittelbar nach dem Kriegsende wurde diese kurze Zeitspanne von Übersetzungen aus der sowjetischen Literatur geprägt. Der Vorbildcharakter dieser Literatur wurde hervorgehoben und ihr Einfluss auf das Schaffen ostdeutscher Autoren wurde betont. Die in Deutschland geschaffene Literatur für Kinder und Jugendliche wurde zunächst mit Zurückhaltung begegnet. Ausnahmen sind die Kinderbücher der „proletarisch-revolutionären Literatur“ (Berta Lask, Auguste Lazar, Hermynia Zur Mühlen, Max Zimmering) und die „ersten Gegenwartsbücher für Kinder“ wie z.B. „Die Aufbau-Bande“ (1948) von Walter Pollatscheck.
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik der Adoleszenz als Phase der Identitätsfindung im Spannungsfeld zwischen Individuum und sozialistischer Gesellschaft ein.
2. Der moderne Adoleszenzroman: Hier werden die Definitionsmerkmale und die geschichtliche Entwicklung des modernen Adoleszenzromans seit den 1950er Jahren dargelegt.
3. Adoleszenzroman in der DDR: Dieses Kapitel erörtert die spezifischen Bedingungen der Jugendliteratur in der DDR und deren geschichtliche Phasen von 1945 bis in die 1980er Jahre.
4. Analysekriterien: Hier werden die theoretischen Grundlagen wie Erzählsituation, Fokalisierung, Zeit, Raum, Zuverlässigkeit des Erzählers und Figurencharakterisierung eingeführt.
5. Uwe Johnson – Ingrid Babendererde. Reifeprüfung 1953: Die Analyse untersucht Johnsons Roman hinsichtlich der auktorialen Erzählweise und der systemkritischen Darstellung der Protagonisten.
6. Ulrich Plenzdorf – Die neuen Leiden des jungen W.: Dieses Kapitel analysiert die mehrgliedrige Erzählstruktur und die Figur Edgar Wibeau als Beispiel für den modernen Adoleszenzroman.
7. Thomas Brussig – Wasserfarben: Die Untersuchung fokussiert auf die Ich-Erzählform und die Identitätssuche des Protagonisten Anton Glienicke im Kontext der späten DDR.
8. Vergleich: Dieser Abschnitt vergleicht die drei Romane bezüglich ihrer erzähltechnischen Umsetzung, der Charakteristik der Protagonisten und ihrer Identitätsfindungsprozesse.
9. Fazit: Die Arbeit schließt mit dem Resümee, dass die untersuchten Werke trotz unterschiedlicher Ausgestaltung alle als moderne Adoleszenzromane eingestuft werden können.
Adoleszenz, DDR, Adoleszenzroman, Identitätssuche, Erzähltheorie, Moderne, Sozialismus, Erzählsituation, Fokalisierung, Figurencharakterisierung, Individuation, Integration, Literaturanalyse, Jugendkultur, systemkritisch
Die Arbeit untersucht, wie Autoren in der DDR das Heranwachsen von Jugendlichen in ihren Romanen dargestellt haben.
Zentrale Themen sind Identitätsfindung, Abgrenzung vom Elternhaus, Konflikte mit dem politischen System der DDR und die Suche nach dem eigenen Platz in der Gesellschaft.
Ziel ist es zu analysieren, ob die gewählten DDR-Romane die Kriterien eines modernen Adoleszenzromans erfüllen.
Die Arbeit nutzt erzähltheoretische Kriterien wie Erzählsituation, Fokalisierung, Zeitstruktur und Figurencharakterisierung zur Analyse der Primärtexte.
Der Hauptteil beinhaltet die theoretische Einordnung, eine detaillierte Analyse der drei ausgewählten Romane sowie einen anschließenden Vergleich dieser Werke.
Wichtige Begriffe sind Adoleszenz, DDR-Literatur, moderne Erzähltechniken, Identitätskrise und sozialistische Integration.
In der DDR war der Lebensweg stärker staatlich vorgeplant, was den Spielraum für eine offene, individuelle Identitätsphase einengte, anders als in der selbstreflexiven westdeutschen Tradition.
Der Tod des Protagonisten am Ende des Romans stellt eine Abweichung vom üblichen offenen Ende moderner Adoleszenzromane dar, das Raum für eine fortlaufende Identitätsentwicklung lässt.
Besonders bei Klaus und Anton dient Ironie als Mittel zur indirekten Kritik am politischen System, ohne direkt mit der Schule oder dem Staat aneinanderzugeraten.
Der Name verweist im Kontext des Romans auf das "Bodenständige" der Hauptfigur Ingrid.
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