Fachbuch, 2018
100 Seiten
1 Rassismus in der Theorie
1.1 Der « Rasse » - Begriff
1.2 Rassismuskritik
1.3 Rassismus als gesellschaftliches Verhältnis
1.4 Definitionen von Rassismus
1.4.1 Definition von Terkessidis
1.4.2 Definition von Rommelsbacher
1.4.3 Definition von Mecheril und Melter
1.5 Rassismus ohne « Rassen » - Merkmale des kulturellen Rassismus
1.6 Rassismus und Macht
1.7 Alltagsrassismus
1.8 Zwischenfazit Rassismus und Alltagsrassismus
2 Rassismuserfahrungen
2.1 Rassismuserfahrungen - eine Definition von Mecheril
2.2 Dimensionen von Rassismuserfahrungen
2.3 Wirkungen von Rassismuserfahrungen
2.4 Rassismuserfahrungen und Subjektivierung
2.5 Zwischenfazit Rassismuserfahrungen
3 Ausländer*innen, Migrant*innen, Menschen mit Migrationshintergrund, geanderte Deutsche?
3.1 People of Color: Menschen mit Rassismuserfahrungen
3.2 Das Wissen der People of Color über Rassismus
4 Forschung zu Kindern und rassifizierter Differenz in Deutschland
4.1 Kinder und rassifizierte Differenz
4.2 Kinder of Color und rassifizierte Differenz
4.3 Zwischenfazit zu Kindern und rassifizierter Differenz
5 Soziale Arbeit
5.1 Der Umgang der Sozialen Arbeit mit Rassismuserfahrungen
5.2 Rassismuskritik als Querschnittsaufgabe der Sozialen Arbeit
5.3 Empowerment im Kontext von Rassismuserfahrung
5.4 Rassismuskritik als Teil des professionellen Selbstverständnisses der Sozialen Arbeit
6 Fazit
Die Arbeit untersucht, welche Rassismuserfahrungen Kinder of Color in Deutschland machen und wie die Soziale Arbeit diese Erfahrungen in ihr professionelles Selbstverständnis integrieren kann, um eine rassismuskritische Haltung einzunehmen und betroffene Kinder durch Empowerment zu unterstützen.
1.1 Der « Rasse » - Begriff
Zentraler Begriff des Rassismus ist der Ausdruck >Rasse<, der auch maßgeblich für die Konstruktion für Rassismus ist, weswegen dessen Entstehung im Folgenden verkürzt historisch näher betrachtet und skizziert wird.
Ursprünglich wurde der Begriff >Rasse< bis ins 16. Jh. ausschließlich in der Tier- und Pflanzenkunde verwendet, um Gruppen einer Art einzuteilen, die sich durch unveränderliche und vererbbare Merkmale voneinander abgrenzen (vgl. Arndt 2011a, S. 660). Eine Übertragung auf die Einteilung von Menschen in genetisch unterschiedliche >Rassen< ist wissenschaftlich nicht haltbar. Alle Einteilungen von Individuen in menschliche >Rassen< „sind daher willkürlich und folgen einem ideologisch motivierten historischen Herstellungsverfahren“ (Arndt 2011c, S. 185). Erstmalig wurde der Gebrauch des Begriffes in Bezug auf Menschen 1508 dokumentiert. Eine systematische Einteilung in >Rassen< wurde aber erst 1689 von dem französischen Philosophen Francois Bernier versucht (vgl. Terkessidis 1998, S. 89). Im weiteren Verlauf wurde in Europa zwischen dem 16. und 18. Jahrhundert ein „>rassen
1 Rassismus in der Theorie: Dieses Kapitel erläutert die theoretischen Grundlagen des Rassismus, einschließlich historischer Konzepte und aktueller Definitionen, die Rassismus als gesellschaftliches Struktur- und Machtprinzip beschreiben.
2 Rassismuserfahrungen: Hier wird der Begriff der Rassismuserfahrung als subjektive, psychologische Kategorie definiert und deren verschiedene Dimensionen sowie die Auswirkungen auf die Betroffenen analysiert.
3 Ausländer*innen, Migrant*innen, Menschen mit Migrationshintergrund, geanderte Deutsche?: Dieses Kapitel hinterfragt die Begrifflichkeiten, die für von Rassismus betroffene Gruppen genutzt werden, und führt den Begriff People of Color sowie die Perspektive von Kindern of Color ein.
4 Forschung zu Kindern und rassifizierter Differenz in Deutschland: Es wird der Forschungsstand zu Kindern und Rassismus in Deutschland beleuchtet, wobei besonders auf die Auswirkungen von Differenzkonstruktionen und die Bewältigungsstrategien von Kindern of Color eingegangen wird.
5 Soziale Arbeit: Das Kapitel überträgt die theoretischen Erkenntnisse auf das Handlungsfeld der Sozialen Arbeit, entwickelt Grundsätze für einen rassismuskritischen Umgang und stellt den Empowerment-Ansatz vor.
6 Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen, betont die Notwendigkeit einer rassismuskritischen Professionalisierung in der Sozialen Arbeit und weist auf weiteren Forschungsbedarf hin.
Rassismus, Rassismuskritik, Rassismuserfahrungen, Soziale Arbeit, Empowerment, Kinder of Color, Alltagsrassismus, Migrationsgesellschaft, Subjektivierung, Rassifizierung, Diskriminierung, Machtverhältnisse, Professionsverständnis, Identitätsbildung, Intersektionalität.
Die Bachelorarbeit beschäftigt sich mit der Frage, welche Rassismuserfahrungen Kinder of Color in Deutschland machen und welche Herausforderungen und notwendigen Kompetenzen sich daraus für die Soziale Arbeit ergeben.
Die Schwerpunkte liegen auf dem theoretischen Verständnis von Rassismus, der Analyse von Rassismuserfahrungen, der kindlichen Entwicklung in rassistischen Strukturen sowie der Entwicklung einer rassismuskritischen Haltung und Praxis innerhalb der Sozialen Arbeit.
Ziel ist es, eine selbstreflexive und rassismuskritische Haltung für Fachkräfte der Sozialen Arbeit zu begründen und Handlungskonzepte wie das Empowerment zu diskutieren, um betroffene Kinder effektiv zu unterstützen.
Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Auseinandersetzung und der Analyse verschiedener rassismuskritischer Ansätze und Studien, um die Komplexität des Phänomens und die professionellen Anforderungen an die Soziale Arbeit abzuleiten.
Der Hauptteil behandelt die Theorie des Rassismus, die Perspektiven von Betroffenen (People of Color), die spezifische Forschung zu Kindern und rassifizierter Differenz sowie die Verankerung rassismuskritischer Grundsätze im professionellen Selbstverständnis der Sozialen Arbeit.
Zentrale Begriffe sind rassismuskritischer Ansatz, Empowerment, People of Color, Alltagsrassismus, Macht-Wissen-Komplex, Subjektivierung und das Tripelmandat der Sozialen Arbeit.
Weil Soziale Arbeit selbst Teil gesellschaftlicher Machtverhältnisse ist und ohne bewusste rassismuskritische Reflexion Gefahr läuft, rassistische Strukturen und Ausgrenzungspraxen ungewollt zu reproduzieren.
Der Empowerment-Ansatz dient dazu, Kindern Räume zu eröffnen, in denen sie ihre eigenen Erfahrungen einordnen, Ressourcen stärken und konstruktive Bewältigungs- und Widerstandsstrategien gegen Rassismuserfahrungen entwickeln können.
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