Masterarbeit, 2018
107 Seiten
1. Einleitung
2. Theoretische Grundlagen und Methodik
2.1 Theoretische Grundlage: EU-Skepsis
2.2 Vergleichende Methode
3. Vorgeschichte I
4. EWG-Mitgliedschaftsreferendum 1975
4.1 Reformverhandlungen
4.2 Rechtsgrundlagen
4.3 Rahmenbedingungen
4.4 Kampagnen
4.5 Ergebnisse
5. Vorgeschichte II
6. EU-Mitgliedschaftsreferendum 2016
6.1 Reformverhandlungen
6.2 Rechtsgrundlagen
6.3 Rahmenbedingungen
6.4 Kampagnen
6.5 Ergebnisse
7. Vergleich des EWG-Mitgliedschaftsreferendums 1975 und des EU-Mitgliedschaftsreferendums 2016
7.1 Gemeinsamkeiten
7.2 Unterschiede
8. Diskussion und Fazit
Diese Arbeit vergleicht das EWG-Mitgliedschaftsreferendum von 1975 mit dem EU-Mitgliedschaftsreferendum von 2016 im Vereinigten Königreich, um die Ursachen für die unterschiedlichen Wahlergebnisse zu analysieren und die Rolle der EU-Skepsis im historischen Kontext zu beleuchten.
Die europäische Integration
Die europäische Integration steht laut der Präambel des AEUV für einen „immer engeren Zusammenschluss der europäischen Völker“ (Europäische Union 2012: Präambel). Der Charakter des europäischen Integrationsprozesses zeichnete sich bisher durch einen unregelmäßigen Verlauf aus, in dem sich Phasen der Beschleunigung mit solchen des Stillstands abwechselten. Zwar gab es bedeutende Schübe im europäischen Einigungsprozess, bei denen die Integration enorm befördert wurde, jedoch traten auch Perioden der Stagnation und sogar Austrittsdrohungen einzelner Mitgliedsländer auf (vgl. Sandholtz/Zysman 1989: 97ff.). Der europäische Integrationsprozess hat sich also nicht entlang eines einmal ausgearbeiteten Leitfadens oder eines bestimmten Planes entwickelt. Vielmehr haben sich Abschnitte, in denen die supranationale Kraft des Integrationsprozesses in den Vordergrund trat gegenüber denen abgehoben, die stärker von intergouvernementalen Interessenlagen und damit von der schwierigen Kompromiss- und Konsensfindung zwischen den Mitgliedsstaaten bestimmt waren.
1. Einleitung: Einführung in das Thema der britischen Referenden zur europäischen Mitgliedschaft und Darstellung der Forschungsrelevanz.
2. Theoretische Grundlagen und Methodik: Definition von EU-Skepsis (hard/soft) und Erläuterung der vergleichenden Methode zur Untersuchung der Ereignisse.
3. Vorgeschichte I: Historischer Rückblick auf die Entwicklung Großbritanniens in Bezug auf die europäische Integration von 1945 bis zum Beitritt 1973.
4. EWG-Mitgliedschaftsreferendum 1975: Analyse der Rahmenbedingungen, Kampagnen und Ergebnisse des Referendums von 1975.
5. Vorgeschichte II: Historischer Abriss der Entwicklungen zwischen 1975 und 2010, inklusive des Aufstiegs der EU-kritischen Strömungen.
6. EU-Mitgliedschaftsreferendum 2016: Untersuchung der Reformverhandlungen, rechtlichen Grundlagen und der Durchführung des Referendums 2016.
7. Vergleich des EWG-Mitgliedschaftsreferendums 1975 und des EU-Mitgliedschaftsreferendums 2016: Direkte Gegenüberstellung der beiden Ereignisse zur Identifikation von Gemeinsamkeiten und Unterschieden.
8. Diskussion und Fazit: Zusammenführung der Ergebnisse und Reflexion über die Rolle der EU-Skepsis im Vereinigten Königreich.
EU-Austritt, Referendum, Großbritannien, EWG, Europäische Union, EU-Skepsis, Euroskeptizismus, Integration, Desintegration, Vergleichende Methode, Souveränität, Kampagnen, David Cameron, Harold Wilson, Brexit.
Die Arbeit untersucht vergleichend die beiden Referenden zur britischen Mitgliedschaft in der europäischen Gemeinschaft (1975) und in der Europäischen Union (2016), um die Ursachen für die unterschiedlichen Ausgänge zu ergründen.
Im Fokus stehen die politische Entwicklung der britischen EU-Skepsis, die historischen Rahmenbedingungen, die Durchführung der Referenden sowie die Einflussfaktoren auf das Abstimmungsverhalten.
Das Ziel ist es, die Hypothese zu belegen, dass 1975 ein "weicher" Euroskeptizismus vorherrschte, während 2016 ein "harter" Euroskeptizismus zum Austritt führte.
Der Autor verwendet die vergleichende Methode der Politikwissenschaft, um die beiden Referenden anhand identischer Kriterien systematisch zu analysieren.
Der Hauptteil gliedert sich in die historische Einordnung der jeweiligen Referenden, die Analyse der Reformverhandlungen, die rechtlichen Rahmenbedingungen, die Kampagnen der politischen Lager und die Auswertung der Wahlergebnisse.
Die Arbeit lässt sich am besten mit Begriffen wie EU-Skepsis, Referendum, Großbritannien, Souveränität und Brexit beschreiben.
1975 stand das Land vor einer wirtschaftlichen Krise und die EU-Skepsis war eher moderat, während 2016 ein stärkeres nationales Selbstbewusstsein und eine tief verwurzelte, harte Ablehnung der EU das Umfeld prägten.
Die Arbeit beleuchtet, wie innerparteiliche Spaltungen, insbesondere bei Labour und den Konservativen, die Strategien und das Ansetzen der Referenden maßgeblich beeinflussten.
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