Bachelorarbeit, 2017
43 Seiten, Note: 2.0
1 Einleitung
2 Innenfinanzierung von Fußballvereinen
2.1 Selbstfinanzierung
2.1.1 Einnahmen aus Spielbetrieb
2.1.2 Einnahmen aus Vermarktung von Medienrechten
2.1.3 Einnahmen aus Sponsoring
2.1.4 Einnahmen aus Merchandising
2.2 Finanzierung durch Kapitalfreisetzung
2.2.1 Vermögensumschichtung
3 Außenfinanzierung von Fußballvereinen
3.1 Aufnahme von Fremdkapital
3.1.1 Bankdarlehen
3.1.2 Anleihen
3.2 Kreditsurrogate und Mezzanine
3.2.1 Sale-and-Lease-back
3.2.2 Asset Backed Securities
3.3 Aufnahme von Eigenkapital
3.3.1 Finanzinvestoren und strategische Partner
3.3.2 Börsengang
4 Finanzierungsmodelle und aktuelle Marktübersicht
4.1 Finanzierungsmodelle in England
4.1.1 Überblick aktuelle Marktsituation
4.1.2 Beispiel Manchester United Football Club
4.2 Finanzierungsmodelle in Deutschland
4.2.1 Überblick aktuelle Marktsituation
4.2.2 Beispiel Borussia Dortmund
5 Fazit
Diese Bachelorarbeit untersucht die vielfältigen Instrumente der Innen- und Außenfinanzierung von Fußballvereinen im europäischen Vergleich, um zu analysieren, wie professionelle Clubs ihren Finanzbedarf decken, insbesondere im Hinblick auf hohe Transferausgaben und den wachsenden Einfluss von Investoren.
3.1.2 Anleihen
Aufgrund der immer unattraktiver werdenden Bankdarlehen bieten sich für Fußballvereine zunehmend Anleihen als Form der Außenfinanzierung an. Fußballanleihen können in zwei Kategorien eingeteilt werden, zum einen gibt es die sog. Fananleihe und zum anderen die Mittelstandsanleihe. Die Fananleihe zielt direkt auf die Fangemeinschaft des Vereins ab, der Fan soll die Finanzierungquelle darstellen und seinen Club unterstützen. Das Volumen der Anleihen ist abhängig von der Anzahl und der Zahlungsbereitschaft der Fans des jeweiligen Vereins. Diese Zahl kann der Verein durch die Mitgliederzahl oder die Anzahl der Follower in den sozialen Medien ableiten. Die Fananleihe muss nicht zwingend an der Börse notiert werden, sondern kann im sog. Freiverkehr gehandelt werden, um den Nachteilen des regulierten Marktes wie Zugangsvoraussetzungen und Folgepflichten zu entgehen. Des Weiteren muss diese Art von Anleihe nicht von einer externen Ratingagentur bewertet werden, die Risikobewertung kann der Emittent hier selbst durchführen. Da der Anleger, in diesem Fall der Fan des Vereins, oftmals sehr emotional an den Verein gebunden ist, befreit er den Emittenten hin und wieder von seinen Pflichten der Zinszahlung oder sogar der Rückzahlung des gesamtem Betrages, indem er seine sog. Schmuckurkunde als „Trophäe“ behält und die Zinscoupons nicht abtrennt.
Als zweite Form der Anleihe gibt es noch die Mittelstandsanleihe. Die Mittelstandsanleihe zielt im Gegensatz zur Fananleihe nicht auf die Fangemeinde, sondern auf institutionelle Investoren ab. Im Grunde ist diese der Fananleihe sehr ähnlich, jedoch weist sie auch einige Unterschiede auf. Mittelstandsanleihen müssen börsennotiert sein, einem regelmäßigen Rating unterzogen werden und der Verein muss regelmäßig Informationen, die für die Kursentwicklung und Investitionsentscheidungen von großer Bedeutung sind, bereitstellen. Außerdem muss der Verein einer Mitwirkung durch einen Kapitalmarktberater, welcher von der jeweiligen Börse zugelassen ist, zustimmen. Er stellt die Anleihefähigkeit fest und strukturiert die Anleihe. Durch diese Anleiheformen werden dem Fußballverein mitunter große Summen liquider Mittel zugeführt, welche dieser zur Finanzierung von langfristigen Investitionsprojekten wie z.B. dem Stadionaus- oder umbau, der Aufwertung des Mannschaftskaders oder der allg. Liquiditätsbeschaffung nutzen kann.
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik steigender Ablösesummen im Profifußball ein und definiert das Ziel, die praktizierten Finanzierungsmöglichkeiten im europäischen Vergleich zu analysieren.
2 Innenfinanzierung von Fußballvereinen: In diesem Kapitel werden Instrumente wie die Selbstfinanzierung durch Spielbetrieb, TV-Rechte, Sponsoring und Merchandising sowie die Kapitalfreisetzung durch Vermögensumschichtung detailliert erläutert.
3 Außenfinanzierung von Fußballvereinen: Dieses Kapitel behandelt Möglichkeiten der Fremdkapitalaufnahme wie Bankdarlehen und Anleihen, Kreditsurrogate wie Sale-and-Lease-back sowie die Aufnahme von Eigenkapital durch Investoren oder Börsengänge.
4 Finanzierungsmodelle und aktuelle Marktübersicht: Hier werden die Finanzierungsmodelle der englischen Premier League und der deutschen Bundesliga vergleichend gegenübergestellt und anhand der Beispiele Manchester United und Borussia Dortmund konkretisiert.
5 Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass externe Investoren in Europa eine bedeutende Rolle spielen, aber auch andere Instrumente wie die Innenfinanzierung sowie eine nachhaltige Unternehmensführung entscheidend für den langfristigen Erfolg sind.
Fußballvereine, Finanzierung, Innenfinanzierung, Außenfinanzierung, Fremdkapital, Eigenkapital, Investoren, Sponsoring, Medienrechte, Börsengang, Fananleihe, 50+1 Regel, Manchester United, Borussia Dortmund, Kapitalmarktreife
Die Arbeit analysiert die verschiedenen Finanzierungsstrategien von europäischen Fußballvereinen, um aufzuzeigen, wie diese ihren Finanzbedarf zur Deckung von Kosten, wie etwa für Spielertransfers, decken.
Zu den zentralen Themen gehören die Innenfinanzierung (z.B. Sponsoring, TV-Gelder), die Außenfinanzierung (z.B. Bankdarlehen, Anleihen, Investoren) sowie der Vergleich nationaler Ligen wie der englischen Premier League und der deutschen Bundesliga.
Ziel der Arbeit ist es, die in der Praxis genutzten Finanzierungsmöglichkeiten von Fußballvereinen darzustellen und zu vergleichen, wie Vereine auf steigende Kosten reagieren und welche Rolle dabei externe Investoren spielen.
Der Autor nutzt eine theoretische Aufarbeitung der Finanzierungsinstrumente unter Anwendung der Pecking Order Theory sowie eine empirische Analyse der Marktsituation anhand von aktuellen Beispielen und Daten aus der englischen Premier League und der deutschen Bundesliga.
Der Hauptteil gliedert sich in die detaillierte Beschreibung der Innenfinanzierung, der Außenfinanzierung sowie einen spezifischen Überblick über die Marktgegebenheiten in England und Deutschland, inklusive Fallbeispielen zu Manchester United und Borussia Dortmund.
Wichtige Begriffe sind Fußballvereine, Finanzierung, Investoren, Fremdkapital, Eigenkapital, 50+1 Regel, Medienrechte, Sponsoring, Börsengang und Kapitalmarktreife.
Während Manchester United stark von der Übernahme durch Investoren (Familie Glazer) und dem Zugang zum internationalen Kapitalmarkt geprägt ist, verdeutlicht das Beispiel Borussia Dortmund die Herausforderungen einer Börsennotierung sowie die Bedeutung einer nachhaltigen finanziellen Sanierung unter Einhaltung der „50+1 Regel“.
Die „50+1 Regel“ verhindert in Deutschland weitestgehend die feindliche Übernahme durch Investoren, da diese keine Stimmrechtsmehrheit erwerben können, während in der englischen Premier League eine solche Regelung fehlt und viele Vereine in ausländischem Besitz sind.
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