Seminararbeit, 2017
23 Seiten, Note: 2
Einleitung
1. Was ist Leadership?
2. Political Leadership
3. Political Leadership: Ein männliches Konzept?
4. Frauen als Leader und deren Implikationen
5. Männliche und weibliche „leadership styles“
6. Was sagen uns Sozialwissenschaftler und Sozialwissenschaftlerinnen über Frauen als Leader?
7. Sozialisation und Leadership
Fazit
Die vorliegende Arbeit untersucht die geschlechtsspezifischen Dynamiken im Bereich der Führungspositionen und geht der zentralen Forschungsfrage nach, ob das Geschlecht tatsächlich einen nennenswerten Unterschied im Ausübungsstil von Leadership macht.
1. Was ist Leadership?
Um Leadership zu verstehen, dient uns eine Gruppe von Menschen als Bespiel. Die Personen stammen alle aus unterschiedlichen Kontexten und deren einziger Berührungspunkt besteht darin ein gemeinsames Ziel zu erreichen. Die Individuen sind weder familiär oder freundschaftlich miteinander verbunden, daher gibt es keinen vorgegebenen Leader innerhalb dieser Menschengruppe. Einige Einzelpersonen werden jedoch ein Bedürfnis haben Maßnahmen zu ergreifen, die man bereits als Leadership bezeichnen würde. Mehrere Individuen werden Vorschläge einbringen und der Gruppe Handlungen vorschlagen. Dabei ist es Aufgabe der Gruppe über einen potenziellen Leader zu entscheiden. Es kommt auch öfters vor, dass die Gruppe eine selbstsichere Person als Leader bevorzugt, auch wenn dessen Vorschläge im Vergleich zu anderen mangelhaft erscheinen (Keohane 2010: 18-20).
Philip Heymann beschreibt, dies an einem Beispiel: Eine Gruppe von außenpolitischen Experten wird gebeten innerhalb eines Simulationsspiels über die beste Antwort auf einen terroristischen Vorfall zu entscheiden. Die Gruppe folgte den Vorschlägen eines Mannes die, wie sich später herausstellte, erhebliche Mängel hatte. Das Beispiel zeigt, dass Menschen dazu tendieren eher einem selbstsicheren und starken, als einem abwägenden und beratenden Individuum zu folgen (Heymann 2008: 141). Leadership bildet daher ein Schlüsselfaktor für die Lösung kollektiver Probleme. Die einzelnen Leader bringen die Energien der Mitglieder einer Gruppe zusammen um Ziele zu erreichen, die für Einzelpersonen nicht erreichbar sind (Keohane 2010: 22). Für Philip Selznick ist Leadership eine Art Arbeit, um die Bedürfnisse einer sozialen Situation zu erfüllen (Selznick 1984: 22).
Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die historische Verbindung zwischen Männlichkeit und Leadership und führt in die Thematik ein, ob Geschlecht einen Unterschied in Führungspositionen bedingt.
1. Was ist Leadership?: Dieses Kapitel definiert Leadership anhand von Gruppeninteraktionen und Entscheidungsprozessen und grenzt es von reinem Machtstreben ab.
2. Political Leadership: Hier wird der spezifische Begriff der politischen Führung in Abgrenzung zur managerialen Führung unter Berücksichtigung demokratischer Legitimation analysiert.
3. Political Leadership: Ein männliches Konzept?: Das Kapitel untersucht die stereotypische Vorstellung, dass Leadership ein inhärent männliches Konstrukt ("think power, think male") sei.
4. Frauen als Leader und deren Implikationen: Hier werden die historischen und aktuellen Hindernisse sowie die Implikationen für Frauen in Führungspositionen dargelegt.
5. Männliche und weibliche „leadership styles“: Dieses Kapitel hinterfragt die Annahmen über geschlechtsspezifische Führungsstile und diskutiert die Debatte um Empathie versus Wettbewerbsorientierung.
6. Was sagen uns Sozialwissenschaftler und Sozialwissenschaftlerinnen über Frauen als Leader?: Eine Zusammenfassung sozialwissenschaftlicher Erkenntnisse und Meta-Analysen bezüglich tatsächlicher Verhaltensunterschiede zwischen männlichen und weiblichen Führungskräften.
7. Sozialisation und Leadership: Hier wird der Einfluss von Sozialisation und Erziehung auf die Herausbildung unterschiedlicher Führungspersönlichkeiten analysiert.
Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und schließt mit der Hoffnung auf eine Zukunft, in der Frauen als eigenständige Leader ohne geschlechterspezifische Etikettierung wahrgenommen werden.
Leadership, Political Leadership, Geschlechtsstereotypen, Frauen in Führungspositionen, Sozialisation, Führungskultur, Macht, Gender, Management, Demokratie, Führungsstile, Emanzipation, soziale Rollen, Identität, Machtteilung.
Die Arbeit untersucht die Wechselwirkung zwischen Geschlecht und Führungsrollen sowie die Frage, ob es tatsächlich distinkte Unterschiede im Führungsverhalten von Männern und Frauen gibt.
Die zentralen Themen umfassen die Definition von Leadership, politische Führung, die Auswirkungen von Geschlechterstereotypen und die Rolle der Sozialisation.
Das Ziel ist es, die Behauptung eines universalen weiblichen oder männlichen Führungsstils kritisch zu hinterfragen und zu prüfen, ob Geschlechtsunterschiede in Leadership-Positionen maßgeblich sind.
Es handelt sich um eine Literaturarbeit, die verschiedene Studien von Sozialwissenschaftlern, Meta-Analysen und politische Theorien synthetisiert.
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Definitionen, die Analyse der männlich konnotierten Führungsideale und die Untersuchung empirischer Studien zu weiblichen versus männlichen Führungsstilen.
Zu den wichtigsten Begriffen zählen Leadership, Political Leadership, Gender, Sozialisation und Geschlechterstereotypen.
Die Arbeit identifiziert die Sozialisation als den entscheidenden formativen Faktor, der beeinflusst, wie Menschen (und damit auch Leader) die Welt wahrnehmen und ihre Führungsrollen ausfüllen.
Stereotypen werden als große Barrieren für Frauen identifiziert, da sie Erwartungen an ein "männliches" Führungsbild festschreiben und somit Frauen in Führungspositionen benachteiligen.
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