Bachelorarbeit, 2018
52 Seiten, Note: 1,3
1 Einleitung
2 Einführung in die Jahresabschlussprüfung
2.1 Entwicklung der Jahresabschlussprüfung
2.2 Pflicht zur Prüfung
2.3 Ziel der Prüfung
2.4 Gegenstand der Prüfung
3 Grundlagen des risikoorientierten Prüfungsansatzes
3.1 Entstehung
3.2 Prüfungsrisiko und seine Komponenten
3.2.1 Das Prüfungsrisiko
3.2.2 Das inhärente Risiko
3.2.3 Das Kontrollrisiko
3.2.4 Das Entdeckungsrisiko
3.2.5 Zusammenstellung und Wirkung der Risiken
3.3 Wesentlichkeit
3.4 Analyse der Geschäftstätigkeit des Unternehmens
3.5 Gewinnung eines Verständnisses über ein internes Kontrollsystem
4 Prüfungshandlungen zur Gewinnung eines Prüfungsurteils
4.1 Aufbauprüfung
4.2 Funktionsprüfung
4.3 Aussagebezogene Prüfungshandlungen
4.3.1 Analytische Prüfungshandlungen
4.3.2 Einzelfallprüfungen
4.4 Zusammenfassung
5 Auswirkungen der Digitalisierung auf den risikoorientierten Prüfungsansatz und die damit einhergehenden Prüfungshandlungen
5.1 Begriff Digitalisierung
5.2 Begriff Big Data
5.3 Begriff künstliche Intelligenz
5.4 Beeinflussung des risikoorientierten Prüfungsansatzes und der damit einhergehenden Prüfungshandlungen durch die Digitalisierung
5.4.1 Aufbau- und Funktionsprüfung
5.4.2 Aussagebezogene Prüfungshandlungen
5.5 Blockchain-Technologie
5.6 Herausforderungen durch die zunehmende Digitalisierung
5.7 Zusammenfassung
6 Fazit
Die Arbeit analysiert, wie die fortschreitende Digitalisierung den traditionellen risikoorientierten Prüfungsansatz in der Jahresabschlussprüfung beeinflusst und welche Auswirkungen dies auf die Prüfungshandlungen von Wirtschaftsprüfungsgesellschaften hat.
5.4.1 Aufbau- und Funktionsprüfung
Die Prüfung des IKS ist eines der Kernelemente der Jahresabschlussprüfung. Beim traditionellen Vorgehen der Prüfung des IKS macht sich der Abschlussprüfer durch Beobachtung von Abläufen und Befragung von Prozessverantwortlichen sowie Analyse von Prozessbeschreibungen und Inaugenscheinnahme von Dokumenten auf Stichprobenbasis mit dem Unternehmen, den Geschäftsprozessen und den internen Kontrollen vertraut. Dieses Vorgehen wird in Zukunft durch die steigende Automatisierung von Geschäftsprozessen als ineffektiv oder zumindest als ineffizient gesehen, da ein Ungleichgewicht zwischen den manuellen Prüfungsprozeduren des Abschlussprüfers und den automatisierten Transaktionsverarbeitungen des Mandanten besteht. Die Verarbeitung von Geschäftsprozessen hat sich auf Unternehmerseite mit der Zeit weiterentwickelt und erfolgt z.B. durch den Einsatz von ERP Systemen zunehmend systembasiert und automatisiert. Wohingegen das Vorgehen des Abschlussprüfers durch manuelle Prüfungshandlungen geprägt ist, welche zeitanfällig und fehleranfällig sind.
Hinzu kommt, dass der Einsatz von Stichproben an Grenzen stößt und ineffektiv ist, wenn die Grundgesamtheit aus Millionen von Transaktionen besteht. Zudem bewirken die Digitalisierung und die damit einhergehende zunehmende Automatisierung von Geschäftsprozessen durch den Einsatz moderner Informationssysteme, dass diese stark an Transparenz verlieren und Unmengen von digitalen Daten vorliegen („Big Data“). Dies führt dazu, dass selbst Prozessverantwortliche keine umfassende Übersicht mehr über den Prozess haben, da vieles automatisch und ohne das Eingreifen von Menschen gesteuert wird, was die traditionelle Prozessaufnahme erschwert. So steht der Abschlussprüfer oft vor dem Problem, dass Prozessunterlagen einen Soll-Zustand beschreiben, welcher in der Praxis vom tatsächlichen Ist-Zustand jedoch abweicht. Um den Veränderungen der Digitalisierung gerecht zu werden, bedarf es hier den Einsatz von automatisierten und systembasierten Prüfungsprozeduren, welche die Methoden zur Prozessdarstellung und Prozessrekonstruktion mit Methoden zur automatisierten Prüfung von im Informationssystem eingebettete Kontrollen kombinieren. Eine vielversprechende Methode, die sich sowohl für die Aufbau- als auch für die Funktionsprüfung des IKS eignet, ist das sog. „Process Mining“. Unter dem Begriff Process Mining sind Methoden und Techniken zu verstehen, mit denen aus Daten einzelner Prozessdurchläufe ein strukturiertes Prozessmodell erzeugt wird, das die einzelnen Ausführungen zusammenfassend widerspiegelt.
1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die historische Entwicklung des risikoorientierten Prüfungsansatzes und stellt die Relevanz der Untersuchung dar, wie Digitalisierung diesen Ansatz zukünftig verändern wird.
2 Einführung in die Jahresabschlussprüfung: Dieses Kapitel erläutert die gesetzlichen Grundlagen, Ziele und Pflichten der Jahresabschlussprüfung sowie deren Bedeutung für Investoren und andere Adressaten.
3 Grundlagen des risikoorientierten Prüfungsansatzes: Hier werden die Entstehung, die Komponenten des Prüfungsrisikos (inhärentes Risiko, Kontrollrisiko, Entdeckungsrisiko) sowie das Konzept der Wesentlichkeit und die Analyse der Geschäftstätigkeit dargelegt.
4 Prüfungshandlungen zur Gewinnung eines Prüfungsurteils: Es erfolgt eine detaillierte Betrachtung der Aufbau- und Funktionsprüfung sowie der aussagebezogenen Prüfungshandlungen, inklusive analytischer Prüfungsmethoden und Einzelfallprüfungen.
5 Auswirkungen der Digitalisierung auf den risikoorientierten Prüfungsansatz und die damit einhergehenden Prüfungshandlungen: Dieses Hauptkapitel analysiert das Potenzial von Big Data, künstlicher Intelligenz, Process Mining und Blockchain zur Automatisierung und Effizienzsteigerung der Abschlussprüfung.
6 Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass die Digitalisierung ein zwingender Paradigmenwechsel ist, der trotz der Herausforderungen bei der Implementierung die Prüfungsqualität und -effizienz nachhaltig verbessern wird.
Jahresabschlussprüfung, Risikoorientierter Prüfungsansatz, Digitalisierung, Big Data, Künstliche Intelligenz, Process Mining, Blockchain, Prüfungshandlungen, Internes Kontrollsystem, Automatisierung, Datenanalyse, Prüfungssicherheit, Wirtschaftlichkeit, IT-Systeme, Abschlussprüfer
Die Arbeit untersucht den Einfluss der zunehmenden Digitalisierung auf den etablierten risikoorientierten Prüfungsansatz bei der Jahresabschlussprüfung.
Zentrale Themenfelder sind die Grundlagen der risikoorientierten Prüfung, der Einfluss neuer Technologien wie KI, Big Data und Blockchain sowie deren Anwendungsmöglichkeiten für effizientere Prüfungshandlungen.
Das Ziel ist es aufzuzeigen, wie Wirtschaftsprüfungsgesellschaften digitale Technologien integrieren können, um den Prüfungsaufwand effizienter zu gestalten und die Prüfungsqualität zu steigern.
Der Autor stützt sich auf eine tiefgehende Literaturanalyse, um den aktuellen Stand der Forschung zu neuen Prüfungstechnologien und deren Auswirkungen auf das Prüfungswesen darzustellen.
Der Hauptteil behandelt die Grundlagen des Risikomodells, die klassische Durchführung von Aufbau- und Funktionsprüfungen sowie eine detaillierte Analyse, wie moderne Ansätze wie Process Mining die Prüfungspraxis verändern.
Die Arbeit lässt sich primär über Begriffe wie Jahresabschlussprüfung, Digitalisierung, Risikoorientierter Prüfungsansatz und Process Mining definieren.
Process Mining ermöglicht es, den gesamten Prozess anhand von digitalen Log-Daten (event logs) lückenlos nachzuvollziehen, anstatt sich auf stichprobenartige manuelle Interviews oder Dokumentenprüfungen zu verlassen.
Obwohl die Blockchain hohe Sicherheit vor Manipulationen bietet, liegen die Herausforderungen aktuell noch in der technischen Entwicklung, den erforderlichen Rechenkapazitäten und der notwendigen Anpassung von Prüfungsstandards.
Nein, der Autor betont eher eine Entlastung von einfachen, zeitintensiven Tätigkeiten, wodurch mehr Zeit für die Analyse komplexer Sachverhalte und die Interpretation von Daten bleibt.
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