Bachelorarbeit, 2015
85 Seiten, Note: 1,3
1.Die subjektiv gefühlte Steuerbelastung des Solidaritätszuschlags
1.1 Einleitung
1.2 Problemstellung und Zielsetzung
1.3 Gang der Arbeit
2.Grundlagen zum Thema Solidaritätszuschlag
2.1 Die historische Entstehung des Solidaritätszuschlags
2.2 Die Funktionsweise des Solidaritätszuschlags
2.3 Die Bemessung und Erhebung des Solidaritätszuschlags
2.4 Verfassungskonformität des Solidaritätszuschlags
3. Die subjektiv gefühlte Steuerbelastung
3.1 Die Akzeptanz von Steuern in den alten und neuen Bundesländern
3.1.1 Die Grundlagen der Steuerakzeptanz und Steuermoral
3.1.2 Die Wahrnehmungsunterschiede von Steuern in den alten und neuen Bundesländern
3.2 Bewertung der Wahrnehmung der Besteuerung durch Steuerpsychologie
3.2.1 Der Unterschied zwischen objektiver und subjektiver Steuerlast
3.2.2 Der Einfluss von psychischen Wahrnehmungsfiltern
3.2.3 Die Steuermentalität als Erklärung der allgemeine Einstellungen zur Besteuerung
3.3 Die Wirkung der Steuerbelastung auf den Steuerwiderstand
4. Die empirische Forschung zur gefühlten Steuerbelastung des Solidaritätszuschlags
4.1 Definition der Untersuchungsthesen
4.2 Vorgehensweisen und Aufbau eines Fragebogens
4.3 Deskriptive Statistiken der Ergebnisse
4.4 Auswertung der Ergebnisse und Interpretation
5. Zusammenfassung
Die Arbeit untersucht die subjektiv gefühlte Steuerbelastung durch den Solidaritätszuschlag in Deutschland, um zu ergründen, warum dieser von vielen Steuerpflichtigen als ungerecht empfunden wird, obwohl die objektive Belastung vergleichsweise gering ist. Ein besonderer Fokus liegt dabei auf der Wahrnehmung der Besteuerung in den alten gegenüber den neuen Bundesländern sowie dem Einfluss steuerpsychologischer Faktoren.
3.1.2 Die Wahrnehmungsunterschiede von Steuern in den alten und neuen Bundesländern
Für die wirtschaftswissenschaftliche Forschung spielt die menschliche Wahrnehmung eine große Rolle. Die Bedeutung der Wahrnehmung für das menschliche Verhalten erkennt man daran, dass ohne diese Fähigkeit jegliche Informationsaufnahme und Interaktion mit der Umwelt unmöglich wird. Die Wahrnehmung gibt dementsprechend die Information über die Eigenschaften der Umwelt, die für das Leben wichtig sind. Insbesondere sind die persönlichen Faktoren wie die immanenten Normen der Steuermoral und Empfinden der Steuergerechtigkeit für die Wahrnehmung von Besteuerungssituationen sehr wichtig. Dies spricht dafür, dass soziale Interaktionen zwischen Steuerpflichtigen ein nicht zu unterschätzender Einflussfaktor für die persönlichen Werte eines jeden Bürgers sind.
Die Einstellungen und das Verhalten von Steuerpflichtigen zum Zahlen von Steuern sind in den Bundesländern zwischen divergierenden gesellschaftlichen Gruppen sehr unterschiedlich.
Betrachtet man die deutsche Wiedervereinigung, die in den neuen Bundesländern mit dem Übergang von einem sozialistisch-planwirtschaftlichen System zu einem marktwirtschaftlich orientierten Wirtschaftssystem mit starker sozial-staatlicher Komponente verbunden ist, kann man feststellen, dass die Wiedervereinigung dort eine tiefgehende Umstrukturierung des Wirtschaftssektors verursacht hat. Diese Umstrukturierung hatte zur Folge, dass mehrere Millionen Arbeitsplätze verloren gingen.
Dieser Unterschied zwischen der Wirtschaftslage in den alten und neuen Bundesländern führte dazu, dass die Bürger in Deutschland trotz Wiedervereinigung bisher noch unterschiedliche Einstellungen und Sichtweisen hinsichtlich gewisser Problemstellungen haben.
1.Die subjektiv gefühlte Steuerbelastung des Solidaritätszuschlags: Einleitung und Problemstellung rund um die Wahrnehmung des Solidaritätszuschlags als ungerechte Belastung.
2.Grundlagen zum Thema Solidaritätszuschlag: Darstellung der Historie, Funktionsweise, Bemessung und der verfassungsrechtlichen Diskussion um den Zuschlag.
3. Die subjektiv gefühlte Steuerbelastung: Theoretische Untersuchung der Steuerakzeptanz, Steuermoral und steuerpsychologischer Aspekte wie Wahrnehmungsfiltern.
4. Die empirische Forschung zur gefühlten Steuerbelastung des Solidaritätszuschlags: Methodik, Durchführung und Auswertung einer Befragung zur Einstellung der Bürger.
5. Zusammenfassung: Abschlussbetrachtung der Untersuchungsergebnisse und Erkenntnisse über die Diskrepanz zwischen objektiver und subjektiver Steuerlast.
Solidaritätszuschlag, Steuerbelastung, Steuerpsychologie, Steuermoral, Steuerwiderstand, Steuerakzeptanz, empirische Forschung, Wiedervereinigung, Wahrnehmungsfilter, Steuergerechtigkeit, Deutschland, Besteuerung, Fiskus, Umfrage, Steuermentalität
Die Arbeit analysiert die Diskrepanz zwischen der objektiv vergleichsweise geringen finanziellen Belastung durch den Solidaritätszuschlag und der subjektiv oft stark empfundenen Ungerechtigkeit bei deutschen Steuerzahlern.
Die zentralen Felder sind die historische und rechtliche Einordnung des Solidaritätszuschlags, die psychologischen Grundlagen der Steuerwahrnehmung sowie der Vergleich der Einstellung von Bürgern in alten und neuen Bundesländern.
Das Ziel ist es, mittels einer Umfrage ein genaues Muster der subjektiv empfundenen Steuerbelastung zu erhalten und zu untersuchen, ob Mentalitätsunterschiede zwischen Ost- und Westdeutschland bestehen.
Es wurde eine empirische Untersuchung in Form einer Online- und schriftlichen Befragung durchgeführt, um Meinungen und Einstellungen der Bürger quantitativ auszuwerten.
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen zu Steuermoral und Wahrnehmung sowie die detaillierte empirische Forschung inklusive der Auswertung von Hypothesen zu Einstellungen, Gerechtigkeitsempfinden und politischer Informationslage.
Wichtige Begriffe sind Solidaritätszuschlag, Steuerpsychologie, Steuermoral, Steuergerechtigkeit und empirische Forschung.
Ja, die Arbeit zeigt, dass trotz 25 Jahren Wiedervereinigung unterschiedliche Einstellungen und Sichtweisen bestehen, wobei die Arbeit die Hintergründe für die unterschiedliche Akzeptanz beleuchtet.
Durch sogenannte Wahrnehmungsfilter beeinflussen psychologische Faktoren, wie zum Beispiel die Sichtbarkeit der Steuer oder das Gerechtigkeitsempfinden, die individuelle Einschätzung der Belastung und damit die Steuermoral.
Ein Großteil der befragten Bürger bevorzugt bei einer Umwidmung die Verwendung der Einnahmen für Bereiche wie Bildung und Forschung, Infrastruktur oder den Umweltschutz.
Der Autor stellt fest, dass eine Abschaffung und die Kompensation durch eine Einkommensteuererhöhung diskutiert wird, wobei die Mehrheit der Befragten eine Abschaffung befürwortet.
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