Examensarbeit, 2018
82 Seiten, Note: 2,0
1. Einleitung
2. Zum Begriff „Sand“ und den Prozess seiner Entstehung
3. Sand als unterschätzter Rohstoff und endliche Ressource
3.1 Der Einfluss und die Nutzung globaler Vorkommen von Sand
4. Die Sand- und Kiesvorkommen in Deutschland
4.1 Die Entstehung von Sanden und Kiesen
4.2 Die Gewinnungsverfahren von Sanden und Kiesen in Deutschland
4.3 Die volkswirtschaftliche Bedeutung von Sanden und Kiesen in Deutschland
4.4 Der Wert des Naturschutzes und der Nachhaltigkeit
5. Die Sand- und Kiesvorkommen in Mecklenburg-Vorpommern
5.1 Die Entstehung und Verbreitung von Sanden und Kiesen in M-V
5.2 Die oberflächennahe Sand- und Kiesgewinnung in M-V
5.3 Die marine Sand- und Kiesgewinnung in M-V
5.4 Bergrechtliche Genehmigungsprozesse der marinen Sand- und Kiesgewinnung
5.5 Der Küstenschutz und die marine Rohstoffsicherung im LEP 2016
5.6 Die ökologischen Auswirkungen der marinen Sand- und Kiesgewinnung
6. Fazit
Die vorliegende Arbeit untersucht die Rolle des Rohstoffs Sand im Kontext globaler Umweltveränderungen und beleuchtet detailliert die Auswirkungen des Sandabbaus. Ein besonderer Schwerpunkt liegt dabei auf der Analyse der rechtlichen Rahmenbedingungen sowie den ökologischen Konsequenzen der Gewinnung von Sand und Kies im Bundesland Mecklenburg-Vorpommern.
3. Sand als unterschätzter Rohstoff und endliche Ressource
Sand ist neben Wasser einer der unterschätzten und kostbarsten Rohstoffe auf der Erde. Seine Kostbarkeit besteht darin, dass er keine unendliche Ressource und mengenmäßig der am meisten verbrauchte Vorrat nach Luft und Wasser ist. Der Verbrauch von Sand für die Welt beträgt 40 Milliarden Tonnen pro Jahr. Sand und Kies machen dabei den größten Anteil aus. Davon werden 10 Milliarden Tonnen für die Herstellung von Glas, Reinigungsmitteln Mikrochips, Fracking und weitere 30 Milliarden Tonnen für die Herstellung von Beton benötigt. Allein 15 Milliarden Tonnen davon sind Sand (vgl. UBA 2016). Das Problem, welches sich aus diesem hohen Verbrauch ergibt ist, dass das die doppelte der jährlichen Sedimentmenge ist, die von allen Flüssen der Welt überhaupt getragen wird. Das heißt, die Verwendung von Sand übertrifft stark seine eigentlichen natürlichen Erneuerungsraten (vgl. UNEP 2014). Obwohl mehr Sand und Kies abgebaut wird, als irgendein anderer Rohstoff, sind Daten über die Gewinnung in bestimmten Ländern nicht verfügbar.
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik der weltweiten Sandverknappung ein und skizziert das Ziel, die Auswirkungen dieses Ressourcenverbrauchs sowie die speziellen Gegebenheiten in Mecklenburg-Vorpommern zu untersuchen.
2. Zum Begriff „Sand“ und den Prozess seiner Entstehung: Hier werden die petrographischen Definitionen, Kornklassifizierungen und die natürlichen geologischen Verwitterungsprozesse erläutert, die zur Entstehung von Sand führen.
3. Sand als unterschätzter Rohstoff und endliche Ressource: Dieses Kapitel thematisiert den enormen weltweiten Verbrauch von Sand als Basisrohstoff für die Bauindustrie und verdeutlicht, dass die Abbauraten die natürlichen Erneuerungsprozesse bei weitem überschreiten.
4. Die Sand- und Kiesvorkommen in Deutschland: Es wird ein Überblick über die geologische Entstehung in Deutschland sowie die Verfahren der Rohstoffgewinnung, die volkswirtschaftliche Bedeutung und die Relevanz des Naturschutzes gegeben.
5. Die Sand- und Kiesvorkommen in Mecklenburg-Vorpommern: Dieser Hauptteil widmet sich intensiv der regionalen Geologie, den spezifischen Gewinnungstechniken an Land und in der Ostsee sowie den strengen bergrechtlichen und naturschutzfachlichen Auflagen im Bundesland.
6. Fazit: Das Kapitel fasst die zentralen Erkenntnisse zusammen, betont die Notwendigkeit einer systematischeren Erfassung der Sandbilanz und unterstreicht die Bedeutung des konstruktiven Dialogs zwischen Rohstoffwirtschaft und Naturschutz.
Sand, Kies, Rohstoffsicherung, Mecklenburg-Vorpommern, Küstenschutz, Bergrecht, Sedimente, Bauindustrie, Umweltverträglichkeitsprüfung, Nachhaltigkeit, Nassabbau, marine Lagerstätten, Geologie, Quarzsand, Naturhaushalt.
Die Arbeit analysiert die globale Knappheit der Ressource Sand und untersucht speziell die Gewinnung von Sand und Kies in Deutschland mit einem Fokus auf die maritimen und terrestrischen Prozesse in Mecklenburg-Vorpommern.
Zentral sind die geologische Entstehung, die wirtschaftliche Notwendigkeit der Rohstoffe, die rechtlichen Genehmigungsverfahren im Bergbau und die ökologischen Auswirkungen auf Meeres- und Küstenlebensräume.
Ziel ist es, das Verständnis für die Bedeutung von Sand als endliche Ressource zu schärfen und die Diskrepanz zwischen öffentlichem Bewusstsein und der massiven globalen Nachfrage sowie den lokalen ökologischen Eingriffen darzulegen.
Es handelt sich um eine geographische Facharbeit, die auf einer Auswertung von Literatur, Berichten staatlicher Behörden (wie des Bergamts) und der Analyse von geologischen Daten basiert.
Der Hauptteil befasst sich detailliert mit der geologischen Verteilung in Mecklenburg-Vorpommern, den Methoden der Sandgewinnung sowie der Einbettung dieser Aktivitäten in das Landesraumentwicklungsprogramm und das Bergrecht.
Schlüsselwörter sind unter anderem Sandverknappung, Bergrechtliche Konzessionen, Küstenschutzmaßnahmen, marine Rohstoffsicherung und ökologische Regenerationsfähigkeit.
Die marine Gewinnung ist essentiell für Strandaufspülungen und den Schutz der Küstenlinie vor Erosion und Sturmfluten, da die terrestrischen Lagerstätten oft nicht ausreichen oder aus Naturschutzgründen nicht nutzbar sind.
Es ist ein konstruktives Modell, bei dem ehemalige Abbauflächen gezielt neuen Lebensräumen zugeführt werden, um einen Ausgleich für die durch den Abbau zerstörten Flächen zu schaffen und so die Biodiversität zu fördern.
Die Insel Rügen verfügt kaum noch über landseitige Lagerstätten, was den Druck auf die Erschließung neuer Flächen erhöht und zu fachlichen Diskussionen über die Vereinbarkeit von Abbauvorhaben und Naturschutz führt.
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