Masterarbeit, 2017
110 Seiten, Note: 1,3
1 Einleitung
1.1 Ausgangssituation und Problemstellung
1.2 Gang der Arbeit
2 Rating als Rahmenbedingung der Kreditfinanzierung
2.1 Ökonomische Betrachtung
2.2 Gesetzliche Grundlage
2.2.1 Basel I
2.2.2 Basel II
2.2.3 Aktueller Stand Basel III
2.3 Arten von Rating
2.3.1 Internes Rating
2.3.2 Externes Rating
3 Firmenkundenrating im Mittelstand
3.1 Merkmale und Bedeutung des Mittelstandes in Deutschland
3.2 DSGV- Firmenkundenrating
3.2.1 Datengrundlage Jahresabschluss
3.2.2 Kreditprüfung
3.2.3 Klassische Bilanzkennzahlen
3.2.4 Definition des Cashflow
3.2.5 Kritische Würdigung klassischer Kennzahlen
3.3 Der Prießsche Ansatz
3.3.1 Vorstellung und Herleitung wertorientierter Kennzahlen
3.3.2 Kritische Würdigung wertorientierter Kennzahlen
4 Betrachtung des Unternehmenswertes
4.1 Einordnung des Unternehmenswertes als Risikokennzahl
4.2 Klassische Verfahren der Unternehmensbewertung
4.2.1 Substanzwertverfahren
4.2.2 Multiplikatorverfahren
4.2.3 Ertragswertverfahren
4.3 Discounted-Cashflow-Verfahren
4.3.1 DCF-Verfahren im Equity-Ansatz
4.3.2 Weighted-Average-Costs-of-Capital (WACC)
4.3.3 DCF-Verfahren im Entity-Ansatz
4.3.4 Ermittlung der zukünftigen Diskontierungsgröße
4.4 Abschließende Würdigung
5 Praktische Umsetzung eines Ratings im DCF-Entity-WACC-Ansatz
5.1 Vorstellung und Zukunftsprognose des Unternehmens
5.2 Anwendung der DCF-Methode im Entity-WACC-Ansatz
5.3. Objektivierung des Unternehmenswertes im Firmenkundenrating
6 Fazit
Die vorliegende Abschlussarbeit untersucht, inwieweit sich das Discounted-Cashflow-Verfahren im Entity-WACC-Ansatz zur Ermittlung des Unternehmenswertes bei nicht börsennotierten mittelständischen Unternehmen eignet und wie dieser Wert sinnvoll in ein Firmenkundenrating integriert werden kann, um eine zukunftsorientierte Bonitätsbeurteilung zu ermöglichen.
3.1 Merkmale und Bedeutung des Mittelstandes in Deutschland
Der Mittelstand gilt nach wie vor als Motor der deutschen Wirtschaft. Im Jahr 2014 erzielte der Mittelstand einen Umsatz von 2204 Mrd. Euro, was einen Anteil am gesamten Unternehmensumsatz in Deutschland von 35,3% ausmachte. Der Mittelstand konnte im vorherigen Zehnjahreszeitraum den Umsatz um 25% steigern. In Klein- und Mittelständischen Unternehmen (KMU) waren im Jahr 2014 16,4 Mio. Arbeitnehmer beschäftigt. Damit ist der Mittelstand ein großer Arbeitgeber, Steuerzahler und Ausbildungsbereich. Die Begriffe Mittelstand und Klein- und mittelständische Unternehmen werden weitestgehend synonym verwendet. Eine Definition zur Abgrenzung von Kleinst- oder Großunternehmen bietet das Institut für Mittelstandsforschung. Bei der quantitativen Bewertung, ob ein Unternehmen dem Mittelstand zuzuordnen ist, ist der Jahresumsatz und die Beschäftigtenzahl ausschlaggebend. Um dem Mittelstand zugeordnet zu werden, muss es sich um ein unabhängiges Unternehmen handeln, das eine selbstständige, wirtschaftliche Einheit bildet und nicht zu einem Mutterkonzern gehört. Es darf bis zu 499 Mitarbeiter beschäftigen und einen Jahresumsatz bis unter 50 Mio. EUR erwirtschaften.
Des Weiteren gibt es quantitative Charakteristika, welche ein KMU beschreiben. Eigentum und Leistung sind eng miteinander verknüpft. Somit obliegt die strategische Entscheidungsfindung, welche maßgeblichen Einfluss auf das Unternehmen und seine Entwicklung hat, dem Eigentümer selbst. Viele KMU werden noch als klassisches Familienunternehmen durch nachfolgende Generationen geführt. Hier sind die handelnden Personen ein eng begrenzter Kreis. Ein wesentliches Ziel ist der Fortbestand und die Pflege des Erbes.
1 Einleitung: Dieses Kapitel führt in die Relevanz des Mittelstandes ein und begründet die Notwendigkeit zukunftsorientierter Ratingverfahren, um die Schwächen vergangenheitsorientierter Bilanzanalysen zu überwinden.
2 Rating als Rahmenbedingung der Kreditfinanzierung: Hier werden die regulatorischen Anforderungen (Basel I bis III) sowie die ökonomischen Hintergründe von internen und externen Ratings dargestellt.
3 Firmenkundenrating im Mittelstand: Dieses Kapitel charakterisiert den Mittelstand und analysiert die gängige DSGV-Ratingmethodik unter kritischer Betrachtung klassischer Bilanzkennzahlen.
4 Betrachtung des Unternehmenswertes: Es erfolgt eine detaillierte Auseinandersetzung mit verschiedenen Unternehmensbewertungsverfahren, wobei das Discounted-Cashflow-Verfahren (Entity-WACC-Ansatz) als sinnvollste Methode hervorgehoben wird.
5 Praktische Umsetzung eines Ratings im DCF-Entity-WACC-Ansatz: Das erarbeitete Bewertungskonzept wird anhand einer fiktiven Autoteile GmbH angewendet und die neue Kennzahl Net-Value-Dept-Ratio verprobt.
6 Fazit: Die wesentlichen Erkenntnisse zur Eignung des DCF-Ansatzes für ein zukunftsorientiertes Rating werden zusammengefasst und ein Ausblick auf weitere Forschung gegeben.
Firmenkundenrating, Mittelstand, KMU, DCF-Verfahren, Unternehmensbewertung, Entity-WACC-Ansatz, Bonitätsbeurteilung, Risikomanagement, Net-Value-Dept-Ratio, Cashflow, Kapitalkosten, Basel III, Unternehmenswert, Finanzierung, Kreditrisiko
Die Arbeit untersucht, wie Kreditinstitute die Bonität von mittelständischen Unternehmen durch die Integration des Unternehmenswertes und moderner Bewertungsverfahren in das Rating zukunftsorientierter gestalten können.
Die zentralen Themen umfassen Bankenregulierung (Basel II/III), Ratingverfahren für den deutschen Mittelstand, moderne Verfahren der Unternehmensbewertung (insbesondere DCF) und wertorientierte Kennzahlensysteme.
Das primäre Ziel ist es, zu prüfen, ob der Discounted-Cashflow-Ansatz im Entity-WACC-Modell geeignet ist, den Unternehmenswert bei KMU zu bestimmen und als objektive, zukunftsgerichtete Komponente in ein Firmenkundenrating einzufließen.
Der Autor führt eine Literaturanalyse durch, um den Status quo zu bewerten, und ergänzt dies durch eine theoretische Herleitung sowie eine praktische Anwendung der DCF-Methode an einem fiktiven Unternehmen.
Im Hauptteil wird die Kritik an klassischen, vergangenheitsorientierten Bilanzratings erläutert, eine neue Kennzahl (Net-Value-Dept-Ratio) hergeleitet und der DCF-Ansatz als überlegenes Verfahren für ein zukunftsorientiertes Rating legitimiert.
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Firmenkundenrating, KMU, Unternehmenswert, DCF-Verfahren, Net-Value-Dept-Ratio und Risikomanagement geprägt.
Klassische Bilanzkennzahlen sind statisch, vergangenheitsorientiert, manipulierbar und berücksichtigen weder Kapitalkosten noch künftige Ertragsperspektiven, die für die Beurteilung der langfristigen Rückzahlungsfähigkeit entscheidend sind.
Die NVDR ist eine vom Autor entwickelte Risikokennzahl, die das Verhältnis zwischen dem Nettounternehmenswert und dem Fremdkapital darstellt, um die Entfernung zur Überschuldung (Distance-to-Default) zu quantifizieren.
Dieser Ansatz berücksichtigt alle Kapitalgeber, ist zahlungsorientiert (Cashflow), weniger anfällig für Bilanzpolitik und bildet die Fähigkeit eines Unternehmens ab, zukünftig Kapitalkosten zu decken und einen Mehrwert zu generieren.
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