Bachelorarbeit, 2018
45 Seiten, Note: 1,3
1 Einleitung
2 Einführung in die Blockchain-Technologie
2.1 Historie
2.2 Grundbegriffe
2.2.1 Zentral, Dezentral und Verteilt
2.2.2 Hashing
2.2.3 Konsens-Mechanismen
2.2.4 Smart Contracts
2.3 Aufbau der Blockchain
2.4 Ausprägungen
2.4.1 Public Blockchain
2.4.2 Private Blockchain
2.4.3 Hybride Blockchain
2.5 Chancen und Risiken
2.5.1 Chancen
2.5.2 Risiken
2.6 Coins und Token
2.7 Fazit
3 Netzregelverbund und Regelenergiemarkt
3.1 Europäisches Verbundnetz
3.2 Deutscher Netzregelverbund (NRV)
3.3 Regelenergie
3.4 Primärregelleistung (PRL)
3.4.1 Sekundärregelleistung (SRL)
3.4.2 Minutenregelleistung (MRL)
3.4.3 Vergütung
4 Blockchain in der Energiewirtschaft anhand ausgewählte Use-Cases
4.1 Use-Case Präqualifikation für Regelleistung
4.1.1 Präqualifikationsprozess
4.1.2 Einsatz Blockchain-Technologie
4.1.3 Potenzial
4.1.4 Zwischenfazit
4.2 Use-Case Optimierung von Regelleistung
4.2.1 Einsatz Blockchain-Technologie
4.2.2 Zwischenfazit
4.3 Use-Case Bilanzkreismanagement und -abrechnung
4.3.1 Bilanzkreismanagement und -abrechnung
4.3.2 Einsatz Blockchain-Technologie
4.3.3 Zwischenfazit
4.4 Use-Case Bezahlung grenzüberschreitender Energieaustausch
4.5 Fazit
5 Schlussbetrachtung
5.1 Zusammenfassung
5.2 Ausblick
Die Arbeit untersucht das disruptive Potenzial der Blockchain-Technologie innerhalb der Energiewirtschaft. Das Hauptziel besteht darin, zu analysieren, inwieweit die technologischen Eigenschaften der Blockchain – wie Dezentralität, Transparenz und Automatisierung durch Smart Contracts – zur Optimierung spezifischer energiewirtschaftlicher Prozesse beitragen können.
4.2.1 Einsatz Blockchain-Technologie
Die Dimensionierung der vorzuhaltenden Primärregelreserve für die Übertragungsnetzbetreiber erfolgt durch den Verband Europäischer Übertragungsnetzbetreiber (ENTSO-E) und ist im Continental Europe Operation Handbook geregelt. Darin ist die im gesamten Gebiet vorzuhaltende Primärregelreserve mit 3000 MW festgelegt. Dieser Wert resultiert aus der maximalen Größe von Kraftwerksblöcken im Gesamtgebiet von ca. 1500 MW, da die ENTSO-E ein Ausregeln eines zeitlich sehr nah beieinanderliegenden Ausfalls zwei solcher Kraftwerksblöcke vorschreibt. Die vorzuhaltende Primärregelreserve von 3000 MW wird anteilig auf die ÜNB der Länder, entsprechend dem Verhältnis der Erzeugung in deren Regelzone zur Gesamterzeugung im ENTSO-E Verbund, verteilt und jeweils für das Folgejahr festgelegt. Die PRL wird somit solidarisch erbracht und Regeln hierzu können nicht von einzelnen ÜNB verändert oder missachtet werden. /CONSENTEC-02 08/ Dadurch wird schnell ersichtlich, dass eine Optimierung bei der Vorhaltung der Primärregelreserve durch Echtzeitdaten mittels einer Blockchain nicht möglich ist, da in Zukunft beispielsweise in Frankreich weiterhin große Kraftwerksblöcke am Netz hängen und somit eine Dimensionierung der PRL von 3000 MW bestehen bleiben wird /DENA-02 14/. Hier müsste das gesamte Konzept einen Veränderungsprozess durchlaufen, sodass die Echtzeitdaten über eine Blockchain zu einer Optimierung führen können.
Anders als bei der PRL wird die SRL und MRL nicht von der ENTSO-E sondern von allen vier ÜNB gemeinsam für das deutsche Netzgebiet dimensioniert. Für das zweite Quartal 2018 ergab sich für die positive SRL 1876 MW und für die negative SRL 1820 MW und die MRL-Bedarfe änderten sich auf 1419 MW bei der positiven und auf 991 MW bei der negativen /ÜNB-09 18/. Das verwendete Dimensionierungsverfahren beruht auf dem Ansatz der Faltung von Wahrscheinlichkeitsdichteverteilungen und berücksichtigt verschiedenste Ursachen, die zu einem Bilanzungleichgewicht führen können, wie Kraftwerksausfälle, Lastprognosefehler und Fahrplansprünge /CONSENTEC-02 08/.
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Transformation der Energiewirtschaft ein und stellt die Blockchain als mögliche Lösung zur Automatisierung und Effizienzsteigerung dar.
2 Einführung in die Blockchain-Technologie: Dieses Kapitel erläutert die Funktionsweise der Blockchain-Technologie, ihre zentralen Komponenten sowie ihre Chancen und Risiken.
3 Netzregelverbund und Regelenergiemarkt: Das Kapitel beschreibt die Strukturen des europäischen und deutschen Stromnetzes sowie die Mechanismen zur Frequenzerhaltung.
4 Blockchain in der Energiewirtschaft anhand ausgewählte Use-Cases: Es werden vier spezifische Anwendungsfelder für die Blockchain untersucht, wobei deren praktischer Nutzen und Hürden bewertet werden.
5 Schlussbetrachtung: Dieses Kapitel fasst die Ergebnisse zusammen und gibt einen Ausblick auf die zukünftige Bedeutung der Blockchain im Energiesektor.
Blockchain, Energiewirtschaft, Regelleistung, Bilanzkreismanagement, Smart Contracts, Dezentralisierung, Netzstabilität, Übertragungsnetzbetreiber, Präqualifikation, Transparenz, Energieaustausch, Automatisierung, Strommarkt, Konsensmechanismen, Distributed Ledger
Die Arbeit befasst sich mit der Untersuchung, welche Einsatzmöglichkeiten die Blockchain-Technologie in der Energiewirtschaft bietet, um bestehende Prozesse effizienter zu gestalten.
Die zentralen Themen umfassen die Blockchain-Grundlagen, den deutschen Netzregelverbund, das Bilanzkreismanagement sowie die Präqualifikation von Regelleistungsanbietern.
Das Ziel ist es, den potenziellen Mehrwert der Blockchain-Technologie in spezifischen energiewirtschaftlichen Use-Cases zu evaluieren und abzuwägen, wo ihr Einsatz sinnvoll ist.
Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Analyse von Fachliteratur und Marktstrukturen sowie einer bewertenden Untersuchung der gewählten Use-Cases.
Im Hauptteil werden vier spezifische Use-Cases analysiert: Präqualifikation, Optimierung von Regelleistung, Bilanzkreisabrechnung und grenzüberschreitender Energieaustausch.
Wichtige Schlüsselwörter sind Blockchain, Energiewirtschaft, Regelleistung, Smart Contracts, Bilanzkreismanagement und Netzstabilität.
Der Autor argumentiert, dass bestehende Dimensionierungsverfahren bereits sehr genau sind und regulatorische sowie sicherheitstechnische Anforderungen den Einsatz einer Blockchain als "letzten Rettungsanker" für die Netzstabilität erschweren.
Aufgrund der Vielzahl beteiligter Akteure und der komplexen Datenaustauschprozesse sieht der Autor ein interessantes Anwendungsfeld, wenngleich bestehende hochautomatisierte Softwaretools einen hohen Standard vorgeben.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

