Bachelorarbeit, 2016
53 Seiten, Note: 1,3
Die Bachelorarbeit analysiert das Power-Sharing System in Bosnien und Herzegowina, das nach dem Dayton-Abkommen implementiert wurde. Die Arbeit untersucht, ob dieses System mit Einflussnahme des Büros des Hohen Repräsentanten (OHR) und der Europäischen Union (EU) ein tragfähiges Zukunftsmodell für das ethnisch gespaltene Land darstellt.
Die Einleitung führt in die Thematik ein und beschreibt die aktuelle Situation in Bosnien und Herzegowina zwanzig Jahre nach dem Dayton-Abkommen. Das zweite Kapitel definiert die beiden Power-Sharing Ansätze, consociational und integrative, und stellt einen Vergleich zwischen ihnen an. Im dritten Kapitel wird das Power-Sharing System in Bosnien und Herzegowina detailliert vorgestellt, einschließlich des Weges zum Friedensabkommen von Dayton und der Verfassung des Landes. Die Analyse des Power-Sharing Systems anhand der Nachkriegsphase erfolgt im vierten Kapitel, unterteilt in zwei Phasen: 1995-2005 und ab 2006. Das fünfte Kapitel beleuchtet die Rolle des OHR und die Bonner Befugnisse, sowie die wachsende Rolle der EU in Bosnien und Herzegowina.
Die Arbeit befasst sich mit dem Power-Sharing System in Bosnien und Herzegowina und den damit verbundenen Herausforderungen. Wichtige Themen sind die Rolle des OHR und der EU, die ethnischen Spannungen im Land, die consociational und integrative Power-Sharing Ansätze, die Verfassung von Bosnien und Herzegowina, die Nachkriegsentwicklungen und die Zukunftsperspektiven des Landes.
Es handelt sich um ein komplexes Power-Sharing-System, das auf dem Friedensabkommen von Dayton basiert und vorwiegend dem consociational (konkordanzdemokratischen) Ansatz folgt.
Der consociational Ansatz setzt auf die Zusammenarbeit von Eliten der verschiedenen Volksgruppen, während der integrative Ansatz Anreize für gruppenübergreifende Kooperation und Mäßigung schafft.
Das OHR überwacht die Umsetzung des Dayton-Abkommens und verfügt über die sogenannten "Bonner Befugnisse", die es ihm ermöglichen, Gesetze zu erlassen oder Beamte zu entlassen.
Kritiker bemängeln, dass das System ethnische Spaltungen eher zementiert als überwindet und oft zu politischem Stillstand führt, da Entscheidungen durch Vetos blockiert werden können.
Die Arbeit untersucht diese Frage kritisch und analysiert, ob das System ohne externe Einflussnahme (OHR/EU) stabil bleiben kann oder ob grundlegende Reformen notwendig sind.
Die EU übernimmt eine zunehmend verstärkte Rolle im Land, wobei die Integration in europäische Strukturen als langfristiger Stabilisierungsfaktor gesehen wird.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

