Diplomarbeit, 2000
136 Seiten, Note: 1,8
1 EINLEITUNG
2 STATISTISCHE QUELLEN UND DEREN BEARBEITUNG
3 ENTWICKLUNG DES GESAMTHOLZVERBRAUCHES
3.1 VERGLEICH ZWISCHEN VERBRAUCH VON HOLZ UND PAPIER
3.2 DIE AUFKOMMENSSEITE DER GESAMTHOLZBILANZ
3.3 DIE VERWENDUNGSSEITE DER GESAMTHOLZBILANZ
3.4 DER AUßENHANDEL MIT HOLZ UND PRODUKTEN AUF DER BASIS VON HOLZ
4 UNTERSUCHUNG DES HOLZVERBRAUCHES IN ABHÄNGIGKEIT VON BEVÖLKERUNG UND WIRTSCHAFTSENTWICKLUNG
4.1 DER PRO-KOPF-VERBRAUCH VON HOLZ
4.2 ENTWICKLUNG DES GESAMTHOLZVERBRAUCHES IN ABHÄNGIGKEIT VOM BRUTTOSOZIALPRODUKT
5 ENTWICKLUNG DES ROHHOLZVERBRAUCHES
5.1 EINSCHLAG
5.2 AUßENHANDEL
5.3 VERBRAUCH
6 SUBSTITUTION VON ROHHOLZ DURCH ANDERE ROHSTOFFE AUF DER NACHFRAGERSEITE
6.1 VERBRAUCH VON ROHHOLZ DURCH DIE SÄGEWERKE
6.2 VERBRAUCH VON ROHHOLZ UND RESTHOLZ DURCH DIE PLATTENINDUSTRIE
6.2.1 Faserplattenindustrie
6.2.2 Spanplattenindustrie
6.3 ROHSTOFFEINSATZ DER ZELLSTOFF- UND PAPIERINDUSTRIE
6.3.1 Inländische Produktion der Zellstoff- und Papierindustrie
6.3.2 Rohstoffeinsatz bei der Holzstofferzeugung
6.3.3 Rohstoffeinsatz in der Zellstoffindustrie
6.3.4 Der Einsatz an Altpapier in der Papierindustrie
7 REGRESSIONSANALYSEN
7.1 BESTIMMUNGSGRÖßEN FÜR DEN GESAMTHOLZVERBRAUCH
7.1.1 Zusammenhang zwischen Bruttosozialprodukt und Gesamtholzverbrauch
7.1.2 Zusammenhang zwischen Bruttosozialprodukt pro Kopf und Gesamtholzverbrauch
7.1.3 Zusammenhang zwischen Einwohnerzahl und Gesamtholzverbrauch
7.2 BESTIMMUNGSGRÖßEN FÜR DEN HOLZVERBRAUCH IM TEILBEREICH HOLZ
7.2.1 Zusammenhang zwischen Bruttosozialprodukt und Holzverbrauch im Teilbereich Holz
7.2.2 Zusammenhang zwischen Bruttosozialprodukt pro Kopf und Holzverbrauch im Teilbereich Holz
7.2.3 Zusammenhang zwischen Einwohnerzahl und Holzverbrauch im Teilbereich Holz
7.3 BESTIMMUNGSGRÖßEN FÜR DEN PAPIERVERBRAUCH
7.3.1 Zusammenhang zwischen Bruttosozialprodukt und Papierverbrauch
7.3.2 Zusammenhang zwischen Bruttosozialprodukt pro Kopf und Papierverbrauch
7.3.3 Zusammenhang zwischen Einwohnerzahl und Papierverbrauch
8 BERECHNUNG VON ELASTIZITÄTEN
8.1 DEFINITION DER ELASTIZITÄT UND ERLÄUTERUNG DER BERECHNUNG
8.2 ERMITTLUNG VON ELASTIZITÄTEN FÜR DEN GESAMTHOLZVERBRAUCH
8.2.1 Elastizität zwischen Bruttosozialprodukt und Gesamtholzverbrauch
8.2.2 Elastizität zwischen Bruttosozialprodukt pro Kopf und Gesamtholzverbrauch
8.2.3 Elastizität zwischen Bevölkerung und Gesamtholzverbrauch
8.3 ERMITTLUNG VON ELASTIZITÄTEN FÜR DEN VERBRAUCH IM TEILBEREICH HOLZ
8.3.1 Elastizität zwischen Bruttosozialprodukt und Holzverbrauch im Teilbereich Holz
8.3.2 Elastizität zwischen Bruttosozialprodukt pro Kopf und Holzverbrauch im Teilbereich Holz
8.3.3 Elastizität zwischen Bevölkerung und Holzverbrauch im Teilbereich Holz
8.4 ERMITTLUNG VON ELASTIZITÄTEN FÜR DEN PAPIERVERBRAUCH
8.4.1 Elastizität zwischen Bruttosozialprodukt und Papierverbrauch
8.4.2 Elastizität zwischen Bruttosozialprodukt pro Kopf und Papierverbrauch
8.4.3 Elastizität zwischen Bevölkerung und Papierverbrauch
9 DISKUSSION
9.1 DARSTELLUNG UND BEWERTUNG DER WICHTIGSTEN ERGEBNISSE
9.2 KRITISCHE BEURTEILUNG
9.3 SCHLUßBEMERKUNG
10 ZUSAMMENFASSUNG
Die vorliegende Arbeit untersucht die historische Entwicklung und die maßgeblichen Einflussfaktoren des Holzverbrauchs in der Bundesrepublik Deutschland ab dem Jahr 1950. Ziel ist es, durch die Aufarbeitung von Zeitreihen und die Anwendung statistischer Regressionsanalysen Zusammenhänge zwischen dem Gesamtholzverbrauch sowie seinen Produktgruppen (Holz und Papier) und ökonomischen sowie demografischen Variablen rechnerisch zu bestimmen, um darauf aufbauend Elastizitäten für den Holzverbrauch zu berechnen.
1 EINLEITUNG
Deutschland hat mit einer Waldfläche von 10,7 Mio ha im weltweiten Vergleich einen Anteil von 0,3 % an der Gesamtfläche. Betrachtet man den Holzverbrauch, so ist Deutschland mit 2,5 % am Weltholzverbrauch beteiligt (ROFFAEL und HÜSTER, 1996).
Die Kenntnis des Holzverbrauches in einer Wirtschaftsgemeinschaft hat eine zentrale Bedeutung für die Holzmarktforschung. In dieser Arbeit soll daher die Entwicklung des Gesamtholzverbrauches und dessen Produktgruppen Holz und Papier dargestellt werden. Der Zeitraum der Untersuchung beginnt im Jahr 1950. Um die Höhe des Gesamtholzverbrauches zu ermitteln, ist die Kenntnis von Aufkommen und Verwendung von Holz notwendig, darunter auch der Außenhandel von Holz und Holzerzeugnissen. Die Darstellung der in einer Zeitreihe zusammengefaßten Daten läßt dabei auf eventuelle Entwicklungstendenzen schließen. Ein Schwerpunkt bildet die Entwicklung des Rohholzverbrauches. Außerdem wird der Rohstoffverbrauch in der holzbe- und verarbeitenden Industrie genauer beschrieben. Dies gibt einen Überblick über die Situation des Rohholzes in bezug auf Konkurrenzprodukte wie Restholz, Altpapier und die Einfuhr von Zellstoff.
1 EINLEITUNG: Einführung in die Thematik des Holzverbrauchs in Deutschland, Darlegung der Zielsetzung, des Untersuchungszeitraums sowie der verwendeten Variablen.
2 STATISTISCHE QUELLEN UND DEREN BEARBEITUNG: Beschreibung der verwendeten Datenquellen und der methodischen Einschränkungen bei der Zusammenstellung der Zeitreihen.
3 ENTWICKLUNG DES GESAMTHOLZVERBRAUCHES: Darstellung des langjährigen Trends des Holzverbrauchs sowie Analyse der Aufkommens- und Verwendungsseite der Holzbilanz.
4 UNTERSUCHUNG DES HOLZVERBRAUCHES IN ABHÄNGIGKEIT VON BEVÖLKERUNG UND WIRTSCHAFTSENTWICKLUNG: Analyse der Korrelation des Pro-Kopf-Verbrauchs von Holz mit wirtschaftlichen Kennzahlen und dem Bevölkerungswachstum.
5 ENTWICKLUNG DES ROHHOLZVERBRAUCHES: Untersuchung der Entwicklung von Einschlag, Außenhandel und Verbrauch von Rohholz.
6 SUBSTITUTION VON ROHHOLZ DURCH ANDERE ROHSTOFFE AUF DER NACHFRAGERSEITE: Analyse des Rohstoffeinsatzes in der Säge-, Platten- sowie Zellstoff- und Papierindustrie und deren Konkurrenz um Rohstoffe.
7 REGRESSIONSANALYSEN: Statistische Bestimmung der Zusammenhänge zwischen den bestimmenden Variablen und dem Holzverbrauch mittels linearer und quadratischer Regressionen.
8 BERECHNUNG VON ELASTIZITÄTEN: Methodische Erläuterung und Berechnung der Elastizitätskoeffizienten des Holz- und Papierverbrauchs in Abhängigkeit von den zentralen Einflussfaktoren.
9 DISKUSSION: Bewertung der ermittelten statistischen Ergebnisse und kritische Auseinandersetzung mit der Datenqualität.
10 ZUSAMMENFASSUNG: Zusammenfassende Darstellung der wichtigsten Untersuchungsergebnisse zur Entwicklung des Holzverbrauchs in Deutschland.
Holzverbrauch, Gesamtholzbilanz, Rohholz, Papierverbrauch, Bruttosozialprodukt, Bevölkerungsentwicklung, Regressionsanalyse, Elastizität, Sägeindustrie, Plattenindustrie, Zellstoffindustrie, Altpapier, Substitutionsprozesse, Forstwirtschaft, Holzmarktforschung
Die Arbeit untersucht die langfristige Entwicklung des Holzverbrauchs in Deutschland von 1950 bis 1998 und analysiert die statistischen Bestimmungsgründe für diesen Verbrauch.
Zentrale Themen sind die Aufkommens- und Verwendungsseite der Holzbilanz, der Rohstoffeinsatz in der holzverarbeitenden Industrie sowie die Korrelation des Holzverbrauchs mit Wirtschaftsdaten.
Das primäre Ziel besteht darin, durch mathematisch-statistische Methoden Zusammenhänge zwischen dem Holzverbrauch und sozioökonomischen Variablen zu identifizieren und die entsprechenden Elastizitäten zu berechnen.
Es werden Zeitreihenanalysen, lineare sowie quadratische Regressionsanalysen angewendet, um die Bestimmungsgrößen und Elastizitäten rechnerisch zu ermitteln.
Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der Verbrauchsentwicklungen, eine detaillierte Sektoranalyse der holzverarbeitenden Industrie sowie umfassende statistische Analysen und Elastizitätsberechnungen.
Wichtige Begriffe sind Holzverbrauch, Holzbilanz, Bruttosozialprodukt, Regressionsanalyse, Elastizität, Rohholz, Papierverbrauch und Substitutionsprozesse.
Die Wiedervereinigung führt zu strukturellen Brüchen in den Zeitreihen ab 1991, da die Datenbasis auf das wiedervereinigte Deutschland erweitert wurde, was statistische Vergleiche erschwert.
Die Arbeit zeigt, dass in Sektoren wie der Platten- und Papierindustrie vermehrt Restholz oder Altpapier anstelle von primärem Waldholz eingesetzt wird, was den Rohholzbedarf signifikant beeinflusst.
Die Ergebnisse zeigen ein differenziertes Bild; bei einer Erhöhung des Bruttosozialprodukts reagiert der Gesamtholzverbrauch tendenziell unelastisch, während bei Bevölkerungszuwächsen elastische Reaktionen zu beobachten sind.
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