Magisterarbeit, 2005
117 Seiten, Note: 1,3
Diese Arbeit beschäftigt sich mit der Auseinandersetzung mit der NS-Zeit im autobiographischen Schreiben. Die Arbeit analysiert die Werke von Martin Walser und Marcel Reich-Ranicki, die beide die NS-Zeit in ihren Werken thematisieren. Die Arbeit untersucht, wie die Autoren mit der Vergangenheit umgehen und welche Rolle die Erinnerung in ihren Werken spielt.
Das erste Kapitel beleuchtet den öffentlichen Diskurs um die Erinnerung an die NS-Zeit in Deutschland. Es werden die Auswirkungen des Holocausts auf die Bevölkerung und die politische Auseinandersetzung mit dem Thema beleuchtet. Das zweite Kapitel beschäftigt sich mit der literarischen Auseinandersetzung mit der NS-Zeit, wobei der Fokus auf der Zeit vor und nach der Wiedervereinigung Deutschlands liegt. In diesem Kapitel werden ausgewählte literarische Werke aus der Zeit zwischen 1990 und 2002 vorgestellt.
Das dritte Kapitel beschäftigt sich mit der Autobiographie „Mein Leben“ von Marcel Reich-Ranicki. Es werden Intention, Aufbau und Sprache des Werkes analysiert, sowie die Leitmotive des Buches, wie Vorgeschichte, das Leben als Jude in Deutschland und die Liebe zur (deutschen) Literatur. Außerdem wird der Kritiker und seine Bekenntnisse, wie Selbstzweifel, Selbstinszenierungen und das ,lückenhafte' Gedächtnis, beleuchtet.
Das vierte Kapitel behandelt den Roman „Ein springender Brunnen“ von Martin Walser. Es werden Aufbau und Perspektive des Werkes analysiert, sowie die Macht der Worte, das Lesen und Schreiben und die Beziehung des Protagonisten Johann zum Nationalsozialismus. Außerdem werden die Leitmotive des Buches, wie Heimat und Provinz und die Sprache als ,Mittel zur Selbstfindung', untersucht.
Das fünfte Kapitel stellt die Werke von Martin Walser und Marcel Reich-Ranicki gegenüber und analysiert die unterschiedlichen Ansätze der Autoren in der Auseinandersetzung mit der NS-Zeit.
Autobiographie, Erinnerung, Nationalsozialismus, Holocaust, Literatur, Kritiker, Martin Walser, Marcel Reich-Ranicki, „Mein Leben“, „Ein springender Brunnen“
Beide Autoren nutzen autobiographisches Schreiben zur Erinnerungsarbeit, jedoch mit unterschiedlichen Perspektiven: Reich-Ranicki als jüdischer Überlebender und Walser aus der Sicht der Provinz und Heimat.
Das Werk thematisiert seine Kindheit, das Leben als Jude in Deutschland, das Überleben des Holocausts und seine tiefe Liebe zur deutschen Literatur.
Seine Rede zum Friedenspreis des Deutschen Buchhandels löste eine Debatte über die Form der Erinnerungskultur und den Vorwurf der Verdrängung aus.
Sprache dient dem Protagonisten Johann als Mittel zur Selbstfindung und als Werkzeug, um die eigene Vergangenheit poetisch zu fixieren.
Es ermöglicht eine individuelle Auseinandersetzung mit der Geschichte, dient der Bewahrung von Zeugnissen und bietet Lesern Identifikationsmöglichkeiten in unsicheren Zeiten.
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