Bachelorarbeit, 2018
72 Seiten, Note: 1,0
1 Problemstellung
2 Begriffliche und theoretische Grundlagen der Untersuchung
2.1 Corporate Governance
2.2 Unternehmensübernahmen
2.3 Abwehrmaßnahmen
3 Grundlagen zu den Berichtspflichten
3.1 EU-Übernahmerichtlinie
3.2 Berichtspflichten zu Übernahmehindernisse
3.3 nationale Umsetzung der Richtlinie
4 Analyse der Berichterstattung über Übernahmehindernisse
4.1 Auswahl der Unternehmen
4.2 Vorgehen
4.3 Ergebnisse der empirischen Analyse
4.3.1 Berichterstattung der Oberkriterien
4.3.2 Gesamtergebnisse
5 Fazit und Grenzen der Untersuchung
Diese Arbeit untersucht die Qualität der Berichterstattung über Übernahmehindernisse bei 15 ausgewählten Unternehmen des Euro Stoxx 50. Das primäre Ziel ist es zu analysieren, ob die Aktionärsstruktur einen signifikanten Einfluss auf die Transparenz und Ausführlichkeit der Angaben zu Abwehrmechanismen und strukturellen Übernahmehindernissen gemäß Artikel 10 der EU-Übernahmerichtlinie hat.
2.1 Corporate Governance
Corporate Governance stellt den „rechtlichen und faktischen Ordnungsrahmen für die Leitung und Überwachung eines Unternehmens“ dar. Dieser Ordnungsrahmen wird vor allem durch die Gesetzgebung und die Eigentümer bestimmt und durch das Management ausgeführt. Die Berle-Means Hypothese, wonach Besitz und Kontrolle bei großen, börsennotierten Kapitalgesellschaften getrennt sind, stellt eine Grundlage der Corporate Governance dar. Demnach werden Unternehmen meist von professionellen Managern geführt, die selber wenig bis keine Aktien des Unternehmens besitzen. Die Anteilseigner vertrauen dabei die Entscheidungsgewalt den Managern an, da sie meist nicht über genügend Fachwissen verfügen oder da eine gemeinschaftliche Führung durch mehrere Eigentümer aufgrund der Größe des Unternehmens zu großen Koordinationsproblemen führen würde.
Da es sich bei den Managern um Angestellte der Unternehmen (und damit indirekt der Shareholder) handelt, kann deren Verhalten mithilfe der Prinzipal-Agent-Theorie erklärt werden. Diese befasst sich mit der Analyse von Verhaltensbeziehungen, bei denen eine asymmetrische Informationsverteilung sowie ein Auftragsverhältnis vorliegen. Konkret untersucht sie Vertragsbeziehungen, bei denen ein Auftragsgeber (Prinzipal) einem Auftragsnehmer (Agent) eine Aufgabe überträgt, bzw. diesen in seinem Namen Entscheidungen treffen lässt. Unter der Annahme eines opportunistischen Verhaltens der beiden Parteien, wird davon ausgegangen, dass der Agent nicht immer im Sinne des Prinzipals agiert, was zu Agenturkosten (Agency Costs) und Interessenskollisionen führt.
1 Problemstellung: Dieses Kapitel führt in die Problematik von Unternehmensübernahmen ein und definiert die Forschungsfrage bezüglich des Einflusses der Gesellschafterstruktur auf die Berichterstattung über Übernahmehindernisse.
2 Begriffliche und theoretische Grundlagen der Untersuchung: Hier werden die theoretischen Konzepte wie Corporate Governance, die Prinzipal-Agent-Theorie und verschiedene Systeme der Unternehmenskontrolle dargelegt, die für das Verständnis der weiteren Analyse essentiell sind.
3 Grundlagen zu den Berichtspflichten: Dieses Kapitel erläutert die regulatorischen Rahmenbedingungen durch die EU-Übernahmerichtlinie und spezifiziert die in Artikel 10 geforderten Berichtspflichten zu Übernahmehindernissen.
4 Analyse der Berichterstattung über Übernahmehindernisse: Der Hauptteil beschreibt das methodische Vorgehen der Inhaltsanalyse, die Auswahl der 15 Euro Stoxx 50 Unternehmen und präsentiert detailliert die Ergebnisse der Untersuchung nach verschiedenen Oberkategorien.
5 Fazit und Grenzen der Untersuchung: Das abschließende Kapitel fasst die zentralen Erkenntnisse zusammen, interpretiert diese im Kontext der Forschungsfrage und diskutiert die methodischen Grenzen der vorliegenden Arbeit.
Unternehmensübernahmen, Übernahmehindernisse, Corporate Governance, EU-Übernahmerichtlinie, Berichterstattung, Inhaltsanalyse, Scoring-Verfahren, Publizitätsindex, Aktionärsstruktur, Outsider-System, Insider-System, Transparenz, Kontrollwechsel, Change-of-Control, Schutz der Minderheitsaktionäre
Die Arbeit analysiert kritisch, wie europäische Großunternehmen in ihren Berichten Informationen über Hindernisse bei Unternehmensübernahmen offenlegen.
Die Untersuchung umfasst die theoretischen Grundlagen der Unternehmenskontrolle, die regulatorischen Vorgaben der EU-Übernahmerichtlinie und die empirische Bewertung der tatsächlichen Berichterstattungspraxis.
Das Ziel ist die Beantwortung der Frage, ob die spezifische Aktionärsstruktur eines Unternehmens (z.B. Streubesitz vs. Großaktionäre) einen Einfluss auf die Ausführlichkeit und Qualität der Berichterstattung über Übernahmehindernisse hat.
Es wird eine qualitative empirische Inhaltsanalyse angewendet, bei der mittels eines speziellen Scoring-Verfahrens Publizitätsindizes für die untersuchten Unternehmen ermittelt werden.
Der Hauptteil widmet sich der systematischen Auswertung der Konzernabschlüsse von 15 Unternehmen aus dem Euro Stoxx 50 hinsichtlich zehn verschiedener Oberkategorien, die sich aus der EU-Übernahmerichtlinie ableiten.
Die Arbeit ist geprägt durch Begriffe wie Übernahmehindernisse, Publizitätspflichten, Corporate Governance und Markt für Unternehmenskontrolle.
Sie werden als Teil der Berichtspflichten (Punkt 9) untersucht, wobei die Arbeit feststellt, dass die Berichterstattung über diese Entschädigungsvereinbarungen bei vielen Unternehmen noch erhebliche Lücken aufweist.
Der Autor stellt fest, dass die EU-Übernahmerichtlinie zwar inhaltliche Anforderungen definiert, den Mitgliedsstaaten jedoch bei der Umsetzung zu viel Spielraum lässt, was die formale Einheitlichkeit der Berichterstattung erschwert.
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