Fachbuch, 2018
99 Seiten
1 Einleitung
2 Relevante Theorien, Konzepte, Modelle und Methoden
2.1 Tiergestützte Interventionen
2.2 Theorien zur Begründung der positiven Wirkung der Mensch-Pferd-Beziehungen
2.3 Theoretische Wirkungsmodelle der Erlebnispädagogik
2.4 Fazit
3 Die Mensch-Pferd-Beziehung
3.1 Interaktionelle Modelle
3.2 Eignung des Pferdes aufgrund artspezifischer Besonderheiten
3.3 Die „7 Spiele“ nach Pat Parelli
3.4 Einwirkungsbereich der tiergestützten Interventionen mit dem Pferd
3.5 Fazit
4 Sozialarbeiterisch orientierte Erlebnispädagogik mit dem Pferd
4.1 Das Erlebnis
4.2 Praktische Wirkungsmodelle der Erlebnispädagogik
4.3 Empowerment
4.4 Sozialpädagogische Einwirkungsmöglichkeiten des erlebnispädagogischen Einsatzes von Pferden in der Arbeit mit Kindern
4.5 Fazit
5 Zusammenfassung
5.1 Erlebnispädagogik als Feld sozialpädagogisch orientierter tiergestützter Interventionen
5.2 Bedeutung für die Soziale Arbeit
5.3 Schlussbetrachtung
Die vorliegende Arbeit untersucht die sozialarbeiterischen Handlungsmöglichkeiten durch den Einsatz von Pferden in der erlebnispädagogischen Arbeit mit Kindern. Dabei liegt der Fokus auf der Wirksamkeit tiergestützter Interventionen zur Förderung emotionaler, sozialer und kognitiver Kompetenzen im Kindesalter.
2.2.1 Die Biophilie-Hypothese
Der Begriff „Biophilie“, setzt sich aus den griechischen Wortbausteinen „bio“ und „philie“ zusammen. „Bio“ bedeutet „das Leben betreffend“; „mit Natürlichem, Naturgemäßem zu tun habend“; „mit organischem Leben, mit Lebewesen in Verbindung stehend“ und „philie“ meint, die „Vorliebe, Liebhaberei, Neigung“. Demnach beschreibt Biophilie die Liebe zum Leben und allem Lebendigen und die Biophilie-Hypothese geht davon aus, dass der Mensch von Geburt an, das Bedürfnis hat, eine Verbindung mit der Natur aufzubauen.
Die Biophilie-Hypothese (1984) ist auf den Soziobiologen Edward O. Wilson zurückzuführen. Er geht davon aus, dass sich die Menschen im Laufe der Evolution gemeinsam mit anderen Lebewesen entwickelt haben und so ein Bezug zu ihnen und der Natur aufbaut wurde. Die Menschen sind durch biologische Prozesse in ihrer Entwicklungsgeschichte geprägt und streben unbewusst danach, die archaische Nähe und das Glück, welches das alte Band zwischen Mensch und Natur/Tier hervorruft, wieder zu spüren.
Olbrich betrachtet Biophilie als eine dem „Menschen inhärente Affinität zur Vielfalt von Lebewesen in ihrer Umgebung ebenso wie zu ökologischen Settings, welche die Entwicklung von Leben ermöglichen“.
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Faszination für Pferde ein, definiert zentrale Begrifflichkeiten wie „Kind“ und „Soziale Arbeit“ und skizziert die Leitfrage der Arbeit.
2 Relevante Theorien, Konzepte, Modelle und Methoden: Das Kapitel stellt theoretische Grundlagen der tiergestützten Interventionen sowie erlebnispädagogische Wirkungsmodelle vor, um deren Relevanz für die Soziale Arbeit zu belegen.
3 Die Mensch-Pferd-Beziehung: Hier stehen die interaktionellen Modelle und die spezifische Eignung des Pferdes aufgrund seiner artspezifischen Merkmale im Zentrum, einschließlich des Nutzens der Parelli-Spiele.
4 Sozialarbeiterisch orientierte Erlebnispädagogik mit dem Pferd: Dieses Kapitel verknüpft das Konzept des Erlebnisses mit Empowerment-Ansätzen und beschreibt konkrete Einwirkungsmöglichkeiten auf die Entwicklung von Kindern.
5 Zusammenfassung: Die Zusammenfassung führt die gewonnenen Erkenntnisse zusammen und unterstreicht die wachsende Bedeutung der tiergestützten Erlebnispädagogik innerhalb der Sozialen Arbeit.
Erlebnispädagogik, Pferd, Soziale Arbeit, tiergestützte Interventionen, Kindesentwicklung, Mensch-Pferd-Beziehung, Empowerment, Sozialpädagogik, Biophilie-Hypothese, Du-Evidenz, Bindungstheorie, Lernzonenmodell, Bewegungsdialog, psychosoziale Förderung, Inklusion.
Die Arbeit analysiert die sozialarbeiterischen Potenziale beim Einsatz von Pferden in der erlebnispädagogischen Arbeit mit Kindern.
Die Schwerpunkte liegen auf theoretischen Modellen der Mensch-Tier-Interaktion, der Erlebnispädagogik und der praktischen Umsetzung durch Sozialpädagogen.
Das Ziel ist es, die Bedeutung der Sozialen Arbeit in einer pferdegestützten Erlebnispädagogik theoretisch zu begründen und praktisch zu veranschaulichen.
Die Arbeit nutzt eine fundierte Literaturanalyse und arbeitet mit theoretischen Wirkungsmodellen wie dem Triangulären Modell oder dem Vektormodell der Erlebnispädagogik.
Der Hauptteil vertieft die Mensch-Pferd-Beziehung, die theoretischen Hintergründe tiergestützter Arbeit und die praktischen Einsatzmöglichkeiten im Rahmen sozialpädagogischer Ziele.
Schlüsselbegriffe sind unter anderem Erlebnispädagogik, Pferd, Sozialpädagogik, Empowerment, Bindungstheorie und tiergestützte Interventionen.
Die Bindungstheorie erklärt, warum die Beziehung zwischen Mensch und Pferd einen „sicheren Hafen“ bieten kann und wie dadurch emotionale sowie soziale Entwicklungen bei Kindern gefördert werden.
Sie dienen als Methode für den Einstieg in die erlebnispädagogische Maßnahme, um eine gewaltfreie Kommunikation zwischen Mensch und Pferd aufzubauen und als Basis für den Beziehungsaufbau.
Das Pferd agiert als emotionales Resonanzmedium, Freund und Motivator, der dem Sozialpädagogen hilft, Lernprozesse ohne direkten Druck zu initiieren.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

