Bachelorarbeit, 2018
70 Seiten, Note: 1,7
1. Einleitung
2. Grundlagen
2.1 Bestimmung des Gebäudebegriffs
2.2 Abgrenzung gegen andere Vermögensgegenstände und Wirtschaftsgüter
2.3 Ansatzvoraussetzungen
3. Bewertung von Gebäuden in Handels- und Steuerbilanz
3.1 Zugangsbewertung
3.1.1 Anschaffungskosten
3.1.2 Bilanzieller Ansatz zu Herstellungskosten
3.1.2.1 Bestimmung der Herstellungskosten
3.1.2.2 Abgrenzung von nachträglichen Herstellungskosten zu Erhaltungsaufwendungen
3.2 Folgebewertung
3.2.1 Planmäßige Abschreibung
3.2.1.1 In der Handelsbilanz
3.2.1.2 In der Steuerbilanz
3.2.2 Außerplanmäßige Abschreibung und Wertaufholung
3.2.2.1 Handelsbilanzielle Behandlung
3.2.2.2 Steuerbilanzielle Behandlung
3.3 Behandlung nachträglicher Herstellungskosten
3.4 Ausscheiden von Gebäuden aus dem Betriebsvermögen
4. Besondere Bilanzierungsfragen
4.1 Anschaffungsnahe Herstellungskosten
4.2 Bilanzielle Behandlung des Gebäudeabbruchs
4.3 Miete, Pacht und Leasing von Gebäuden
5. Zusammenfassung und Ausblick
Die Arbeit verfolgt das Ziel, die handels- und steuerbilanzielle Bewertung von Gebäuden bei Einzelunternehmen über den gesamten Lebenszyklus hinweg zu analysieren, um Bewertungsunterschiede und Problemfelder in der Praxis zu identifizieren und zu klären.
3.1.2.2 Abgrenzung von nachträglichen Herstellungskosten zu Erhaltungsaufwendungen
Eine wichtige Rolle spielt die Differenzierung zwischen nachträglichen Herstellungskosten und Erhaltungsaufwand. Während Erhaltungsaufwendungen erfolgswirksam und gewinnmindernd, also als Betriebsausgaben zu berücksichtigen sind, ist nachträglicher Herstellungsaufwand aktivierungspflichtig. Durch die vorgeschriebene Aktivierung können sich die Abschreibungssätze sowie die Nutzungsdauer eines bestehenden Gebäudes erhöhen, was wiederum Einfluss auf die Steuerbelastung hat. Es ist daher unerlässlich, die beiden Begriffe voneinander abzugrenzen. Nach Meinung von Schubert/Hutzler ist dies in der Theorie relativ einfach. Demnach sind alle baulichen Maßnahmen, die nicht dem HK-Begriff des § 255 Abs. 2 Satz 1 HGB entsprechen, als Erhaltungsaufwand einzustufen. In der Praxis bereitet die Abgrenzung jedoch häufig Schwierigkeiten.
Wird ein bisher noch nicht existierendes Gebäude erstellt, d. h. handelt es sich um die Erstherstellung eines Gebäudes, so stellt sich die Abgrenzungsfrage wohl kaum. Problematischer ist es allerdings, wenn es sich um Baumaßnahmen an bereits bestehenden Gebäuden handelt. Oft wird in diesem Zusammenhang von Instandsetzungs- und Modernisierungsmaßnahmen gesprochen. Nachträgliche Herstellungskosten können nach Maßgabe und Wortlaut des § 255 Abs. 2 Satz 1 HGB durch verschiedene Szenarien entstehen.
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Bilanzierungsthematik von Gebäuden bei Einzelunternehmen ein und definiert die Zielsetzung sowie die methodische Vorgehensweise der Arbeit.
2. Grundlagen: Hier werden die zivil- und bilanzrechtliche Definition eines Gebäudes sowie die Kriterien für dessen Ansatz im Betriebsvermögen erörtert.
3. Bewertung von Gebäuden in Handels- und Steuerbilanz: Dieses Kapitel erläutert detailliert die Zugangsbewertung durch Anschaffungs- oder Herstellungskosten sowie die laufende Folgebewertung mittels planmäßiger und außerplanmäßiger Abschreibungen.
4. Besondere Bilanzierungsfragen: Der Abschnitt adressiert komplexe Themen wie anschaffungsnahe Herstellungskosten, die bilanzielle Behandlung bei Gebäudeabbrüchen sowie die steuerliche Handhabung von Miete, Pacht und Leasing.
5. Zusammenfassung und Ausblick: Dieses abschließende Kapitel resümiert die erarbeiteten Erkenntnisse zu den Bewertungsschwierigkeiten und gibt einen Ausblick auf weitere Bilanzierungsaspekte außerhalb des Fokus dieser Arbeit.
Gebäudebilanzierung, Anschaffungskosten, Herstellungskosten, Erhaltungsaufwand, Abschreibung, AfA, Handelsbilanz, Steuerbilanz, Nutzungsdauer, Wertminderung, Teilwert, Gebäudeabbruch, Mietkauf, Leasing, Betriebsvermögen.
Die Bachelorarbeit behandelt die handels- und steuerrechtliche Bilanzierung von Gebäuden, die sich im Betriebsvermögen von Einzelunternehmen befinden.
Die zentralen Themen umfassen die Gebäudeabgrenzung, die Zugangsbewertung, die planmäßige und außerplanmäßige Folgebewertung sowie die Abgrenzung zwischen Herstellungs- und Erhaltungsaufwand.
Das Hauptziel ist es, zu klären, wie Gebäude im Lebenszyklus zu bewerten sind, wo bilanzielle Schwierigkeiten entstehen und ob Unterschiede zwischen Handels- und Steuerbilanz existieren.
Es erfolgt eine deskriptive Analyse auf Basis relevanter Rechtsgrundlagen des HGB und EStG unter Berücksichtigung von BMF-Schreiben, aktueller Rechtsprechung sowie einschlägiger Fachliteratur.
Der Hauptteil gliedert sich in die Zugangsbewertung, die Folgebewertung und spezielle Bilanzierungsfragen wie den Umgang mit Abbruchkosten oder Leasingmodellen.
Die Arbeit fokussiert auf Begriffe wie Gebäudebilanzierung, Anschaffungs- und Herstellungskosten, Erhaltungsaufwand, Abschreibungsmethoden und die Differenzierung zwischen Handels- und Steuerbilanz.
Diese stellen eine steuerrechtliche Sonderregelung dar, durch die Instandsetzungs- und Modernisierungsaufwendungen innerhalb der ersten drei Jahre nach Anschaffung aktiviert werden müssen, sofern sie 15 Prozent der ursprünglichen Anschaffungskosten übersteigen.
Betriebsvorrichtungen sind selbstständige Wirtschaftsgüter und werden nicht über die pauschalen Sätze für Gebäude (z.B. 3% oder 2% nach EStG), sondern gemäß ihrer individuellen betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer abgeschrieben.
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