Bachelorarbeit, 2017
58 Seiten, Note: 2,0
1. Problemstellung
2. Theoretische Erklärungen für das Entstehen von Fraud
2.1. Fraud-Definition
2.2 Agency-Theorie
2.3 Psychologische Ansätze
2.3.1 Edwin H. Sutherland
2.3.2 Donald R. Cressey
3. Verantwortung des Abschlussprüfers zur Aufdeckung von Fraud
3.1 Ziel der Jahresabschlussprüfung
3.2 Verantwortung gemäß IDW PS 210
3.3 Abgrenzung zu Forensic Services
4. Vorgehensweise des Abschlussprüfers bei Fraud
4.1 Identifikation von Risikoquellen
4.1.1. Red Flags
4.1.2. Erörterungen im Prüferteam
4.1.3. Befragungen
4.2 Beurteilung der Risiken
4.2.1. Analytische Prüfungshandlungen
4.2.2. Beurteilung des internen Kontrollsystems
4.2.3. Einzelfallprüfungen
4.3. Berichterstattung bei Fraud-Verdacht
5. Fazit
Die Arbeit untersucht die Rolle und Verantwortung von Abschlussprüfern bei der Aufdeckung von Fraud in Deutschland. Die zentrale Forschungsfrage ist, wie der Abschlussprüfer gemäß den geltenden Prüfungsstandards bei der Identifikation und Beurteilung von Unregelmäßigkeiten vorgehen muss und wo die Grenzen seiner Tätigkeit im Vergleich zu spezialisierten Forensic Services liegen.
2.3.2 Donald R. Cressey
Cresseys Fokus lag hierbei vor allem auf Personen, die nicht im Voraus Betrug geplant hatten. Für Cressey waren somit Personen interessant, die eine Vertrauensposition erhalten hatten und diese auch pflichtgemäß erfüllen wollten, letztendlich das Vertrauen jedoch missbrauchten. Diese Personen nannte Cressey „trust violators“83, 84 Für Cressey ergaben sich drei Faktoren, die zum Vertrauensmissbrauch führten: Ein nicht kommunizierbares, finanzielles Problem, einer Möglichkeit der Lösung des Problems im Geheimen und die Rechtfertigung der Tat.85
Cressey erkannte, dass die Täter schon vor der Tat Möglichkeiten zum Betrug besaßen. Sie sahen jedoch nicht die Notwendigkeit das erhaltene Vertrauen zu missbrauchen. 86 Damit war ausschlaggebend, dass zuerst ein Problem auftreten musste, das sie niemandem anvertrauen konnten. Dabei unterscheidet jeder individuell welche Probleme nicht kommunizierbar erscheinen. Außerdem führt nicht jedes Problem zwingend zu einem Vertrauensmissbrauch, jedoch konnte jeder Vertrauensmissbrauch auf ein solches Problem zurückgeführt werden. Cressey unterschied zwischen sechs Situationen die zu einem finanziellen, nicht kommunizierbaren Problem führen können.87
1. Problemstellung: Diese Einleitung beleuchtet die Relevanz des Themas durch historische Bilanzskandale und verdeutlicht die gesellschaftliche Erwartungshaltung gegenüber Abschlussprüfern.
2. Theoretische Erklärungen für das Entstehen von Fraud: Es werden theoretische Ansätze analysiert, insbesondere die Agency-Theorie sowie psychologische Erklärungsmodelle nach Sutherland und Cressey, um die Ursachen von Fraud zu verstehen.
3. Verantwortung des Abschlussprüfers zur Aufdeckung von Fraud: Dieses Kapitel erörtert die rechtlichen Rahmenbedingungen und die spezifischen Verantwortlichkeiten des Abschlussprüfers im Rahmen der gesetzlichen Prüfung.
4. Vorgehensweise des Abschlussprüfers bei Fraud: Der Hauptteil beschreibt praktische Methoden der Risikoidentifikation und -beurteilung sowie die Berichterstattung bei Verdachtsmomenten.
5. Fazit: Das Fazit fasst die wesentlichen Erkenntnisse zusammen und ordnet die Effektivität der Abschlussprüfung in der Fraud-Aufdeckung gegenüber forensischen Dienstleistungen ein.
Abschlussprüfung, Fraud, Wirtschaftskriminalität, Bilanzmanipulation, IDW PS 210, Agency-Theorie, Red Flags, Interne Kontrollsysteme, Risikoidentifikation, Forensic Services, Abschlussprüfer, Vertrauensmissbrauch, Unregelmäßigkeiten, Risikobeurteilung, Wirtschaftsprüfer.
Die Bachelor-Thesis befasst sich mit der Aufdeckung von Fraud im Rahmen der gesetzlichen Abschlussprüfung in Deutschland.
Die Themen umfassen die theoretischen Hintergründe von Fraud, die Verantwortlichkeit des Prüfers, die Identifikation von Risikoquellen und die methodische Vorgehensweise bei Prüfungen.
Die Arbeit untersucht, welche Verantwortung Abschlussprüfer bei der Aufdeckung von Fraud tragen und wie sie diesen Prozess gemäß den geltenden Standards gestalten müssen.
Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturanalyse bestehender Prüfungsstandards (insbesondere IDW PS) und theoretischer Modelle zur Entstehung von Wirtschaftskriminalität.
Der Hauptteil widmet sich der Identifikation von Risikoquellen mittels Red Flags, der Rolle von Erörterungen und Befragungen sowie der Beurteilung des internen Kontrollsystems.
Wichtige Begriffe sind Fraud, Abschlussprüfung, Risikoidentifikation, IDW-Prüfungsstandards, Agency-Theorie und Forensic Services.
Cressey differenziert die Täter, um die spezifischen Rationalisierungsstrategien zu verstehen, die notwendig sind, um einen Vertrauensmissbrauch vor sich selbst zu rechtfertigen.
Die kritische Grundhaltung ist laut den Standards essenziell, um potenzielle Umgehungen des internen Kontrollsystems zu erkennen, ohne dabei die Prüfung grundsätzlich als Misstrauensauftrag zu führen.
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