Bachelorarbeit, 2017
59 Seiten, Note: 1,00
1 Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Forschungsfrage und Zielsetzung
1.3 Aufbau der Arbeit
2 Das Geschäftsmodell der Sparkassen
2.1 Aufgabe der Sparkasse
2.2 Fristentransformation als Kerngeschäft
2.3 Betrachtung des Jahresabschlusses der Sparkassen
3 Niedrigzinsphase im Euroraum
3.1 Entstehung und Auswirkungen der Finanzkrise
3.2 Entwicklung des Leitzinses
3.3 Auswirkungen auf das Geschäftsmodell der Sparkassen
4 Das Risikomanagement der Sparkassen
4.1 Risiko und Risikokalküle
4.2 Rechtlicher Rahmen
4.3 Der Risikomanagementprozess
4.3.1 Risikoidentifikation
4.3.2 Risikobewertung
4.3.3 Risikosteuerung
4.3.4 Risikokontrolle
4.4 Risikoarten
4.4.1 Kreditrisiko
4.4.2 Marktpreisrisiken
4.4.3 Liquiditätsrisiken
4.4.4 Operationelle Risiken
5 Die Auswirkungen des langfristigen Niedrigzinsniveaus
5.1 Risikokalküle
5.2 Risikomanagementprozess
5.3 Risikoarten
5.3.1 Kreditrisiko
5.3.2 Marktpreisrisiken
5.3.3 Liquiditätsrisiko
5.3.4 Operationelles Risiko
5.3.5 Strategisches Risiko
5.3.6 Reputationsrisiko
6 Abschließende Betrachtung
Diese Arbeit analysiert die Auswirkungen eines dauerhaften Niedrigzinsniveaus im Euroraum auf das Risikomanagement deutscher Sparkassen. Ziel ist es zu untersuchen, wie sich die zinsbedingten Ertragsveränderungen auf die Risikoeinstellungen, die Risikokalküle, den Risikomanagementprozess sowie die verschiedenen Risikoarten der Kreditinstitute auswirken und welche Herausforderungen sich daraus für die Banksteuerung ergeben.
3.3 Auswirkungen auf das Geschäftsmodell der Sparkassen
Wird nun die Leitzinsentwicklung unter der Prämisse beurteilt, dass diese durch den Transmissionsmechanismus das Zinsniveau im Euroraum maßgeblich beeinflusst, lassen sich negative Auswirkungen auf das zinsabhängige Geschäftsmodell der Sparkassen ableiten.
Laut wissenschaftlicher Meinung werden kurzfristige Zinssätze stärker von der Geldpolitik gesteuert als längerfristige Zinsen. Es herrscht die Auffassung, dass mittel- und langfristige Zinsen die Entwicklungen der Inflationserwartung und anderen Faktoren neben der Geldpolitik berücksichtigen. In einer normalen Marktphase bewirkt somit eine Ausweitung der expansiven Geldpolitik eine höhere Inflationserwartung und infolgedessen eine Erhöhung der langfristigen Zinsen. Durch die von der EZB eingeführten ‚Forward Guidance‘ (langfristige Ankündigungen), in denen sie eine Erhöhung des niedrigen Zinsniveaus an ein Ende der schwachen Wirtschaftsentwicklung und an das Erreichen des Inflationsziels (unter aber nahe 2 Prozent) binden, erhöht sich die Abhängigkeit der mittel- und langfristigen Zinsen von der Geldpolitik. Dadurch und durch die umfangreichen Aufkaufprogramme (‚Quantitativ Easing‘) der EZB, gleichen sich die langfristigen Zinssätze dem Zinsniveau der kurzfristigen Zinssätze an.
Hierdurch verflacht die Zinsstrukturkurve, wodurch die Erträge aus der Fristentransformation und folglich die Erträge der Sparkassen geschmälert werden.
1 Einleitung: Die Einleitung definiert das Thema, erläutert die Problemstellung im Kontext der Finanzkrise und formuliert die Forschungsfrage und Zielsetzung der Arbeit.
2 Das Geschäftsmodell der Sparkassen: Dieses Kapitel beschreibt die gesetzlichen Aufgaben der Sparkassen sowie die Bedeutung der Fristentransformation als Kerngeschäft und Hauptertragskomponente.
3 Niedrigzinsphase im Euroraum: Hier werden die Ursachen der Niedrigzinsphase, die Entwicklung des EZB-Leitzinses sowie die daraus resultierenden negativen Konsequenzen für das Geschäftsmodell der Sparkassen erörtert.
4 Das Risikomanagement der Sparkassen: Das Kapitel erläutert theoretische Grundlagen des Risikomanagements, rechtliche Rahmenbedingungen wie Basel III sowie den internen Risikomanagementprozess und die verschiedenen Risikoarten.
5 Die Auswirkungen des langfristigen Niedrigzinsniveaus: Der Hauptteil untersucht zinsinduzierte Veränderungen bei Risikokalkülen, Risikomanagementprozessen sowie bei spezifischen Risikoarten wie Kredit- und Marktpreisrisiken.
6 Abschließende Betrachtung: Das Fazit fasst die Analyseergebnisse zusammen und bewertet die zukünftigen Herausforderungen für das Risikomanagement der Sparkassen bei einer möglichen Zinswende.
Sparkassen, Niedrigzinsphase, Risikomanagement, Fristentransformation, Leitzins, Zinsänderungsrisiko, Kreditrisiko, Liquiditätsrisiko, Risikokapital, Basel III, Value at Risk, Zinsstrukturkurve, Banksteuerung, Rentabilität, Finanzkrise.
Die Arbeit untersucht die Auswirkungen des seit Jahren anhaltenden Niedrigzinsniveaus im Euroraum auf das Risikomanagement und die Ertragsfähigkeit der deutschen Sparkassen.
Zentrale Themen sind das traditionelle Geschäftsmodell der Sparkassen (Fristentransformation), die Geldpolitik der EZB, die Bankenregulierung (Basel III/IV) sowie die Messung und Steuerung verschiedener Bankrisiken.
Ziel ist es, ein Gesamtbild über die Risikolage der Sparkassen im aktuellen Niedrigzinsumfeld zu vermitteln und zu analysieren, wie sich die Risikoeinstellungen und Risikokalküle durch dieses Umfeld verändert haben.
Die Arbeit basiert primär auf einer umfassenden Literaturanalyse, der Auswertung aktueller Finanzberichte der Sparkassen sowie der Analyse von Datenreihen der Deutschen Bundesbank und anderer Fachstudien.
Der Hauptteil analysiert detailliert die Auswirkungen der Niedrigzinsphase auf die Risikokalküle, den Risikomanagementprozess und spezifische Risikoarten wie das Kredit-, Marktpreis-, Liquiditäts-, strategische und Reputationsrisiko.
Die wichtigsten Begriffe sind Niedrigzinsphase, Risikomanagement, Sparkassen, Fristentransformation, Zinsänderungsrisiko, Leitzins und Risikokapital.
Obwohl das Kreditvolumen in der Niedrigzinsphase gestiegen ist, zeigt sich aufgrund der guten wirtschaftlichen Lage ein tendenzieller Rückgang der Ausfallraten; dennoch warnt die Arbeit vor den Risiken einer zu niedrigen Risikovorsorge bei einem zukünftigen Zinsanstieg.
Der VaR basiert auf historischen Daten, die das aktuelle Nullzinsniveau und die damit verbundenen Marktreaktionen bei einem Zinsanstieg noch nie abgebildet haben, was die Validität der Risikoprognosen in der aktuellen Marktphase einschränken kann.
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