Bachelorarbeit, 2018
65 Seiten, Note: 1,3
1 Einleitung
1.1 Relevanz und Problemstellung
1.2 Fragestellung, Zielsetzung und Aufbau der Arbeit
2 Forschungsförderung in Deutschland
2.1 Definition und Ziele
2.2 Systematischer Überblick ausgewählter Gesellschaften, Stiftungen und Unternehmen
3 Forschungsförderung in Südkorea
3.1 National Research Foundation of Korea
3.2 Korea Institute for Advancement of Technology
3.3 Korea Institute of Science and Technology Europe
4 Bilaterale Forschungsprojekte
4.1 Definition, Motive und Ziele
4.2 Bestehende industrielle Forschungsprojekte
4.3 Bestehende akademische Forschungsprojekte
4.4 Bestehende industriell-akademische Forschungsprojekte
4.5 Zukünftige Forschungsprojekte
5 Deutschland und Südkorea: Stärken und Schwächen in Forschung und Entwicklung
5.1 Deutschland
5.2 Südkorea
6 Maßnahmen zur Förderung bilateraler Forschungsmöglichkeiten
6.1 Abgeleitete Maßnahmen
6.2 Chancen und Risiken
7 Fazit
Die vorliegende Bachelorarbeit untersucht bilaterale Forschungsmöglichkeiten zwischen Deutschland und Südkorea mit dem Ziel, bestehende Kooperationsformen zu analysieren und strategische Maßnahmen für zukünftige Projekte abzuleiten. Die Arbeit geht der Forschungsfrage nach, welche Möglichkeiten der Zusammenarbeit bestehen und wie ein Ausgleich länderspezifischer Stärken und Schwächen in Forschung und Entwicklung (FuE) durch bilaterale Projekte gefördert werden kann.
4.1 Definition, Motive und Ziele
Das Wort „bilateral“, aus dem Lateinischen bi = zwei und latus = Seite, bedeutet „zweiseitig, von zwei Seiten ausgehend, zwei Seiten betreffend“ und oft im Zusammenhang mit Abkommen, Gesprächen oder Verträgen in Einklang gebracht. Das Wort „Kooperation“ hat seinen Ursprung im Lateinischen cooperatio = Mitwirken. Da verschiedene Definitionen für den Begriff in der Literatur zu finden sind, erscheint eine auf die globale Kooperation zielende Definition für die vorliegende Arbeit passend. Demnach unterscheidet Georghiou zwischen der „formalen und informalen globalen Kooperation“. Die „formale globale Kooperation“ entspricht den formalen Aktivitäten großer Institutionen sowie spezifischen Förderprogrammen und Tätigkeiten, die durch Vereinbarungen geregelt sind (vgl. Georghiou 1998, S. 612). Die „informale Kooperation“ entspricht einer informellen Zusammenarbeit von Wissenschaftlern auf ihren Reisen, bei der Kommunikation und beim Austausch von Ideen, ohne die Beziehung vertraglich festzuhalten (vgl. Georghiou 1998, S. 612). Demnach entspricht die „Forschungskooperation“ einer informalen oder formalen globalen Kooperation in der Forschung und Entwicklung. Die Begriffe „Forschungsprojekt“ und „Forschungskooperation“ werden in der vorliegenden Arbeit synonym verwendet, da jede Kooperation ein bestimmtes Ziel verfolgt, welches im Rahmen einer projektähnlichen Zusammenarbeit seine Umsetzung findet.
Der Begriff „Forschungsprojekt“ wird definiert als eine innovationsbasierte Partnerschaft, welche zumindest teilweise erhebliche Bemühungen in FuE erfordert (Hagedoorn et al. 2000, S. 567–568). Weiterhin wird es definiert als eine Zusammenkunft von Forschern, um neue wissenschaftliche Erkenntnisse zu gewinnen (vgl. Katz & Martin 1997, S. 7). Wichtige Merkmale für FuE-Kooperationen sind die freiwillige Zusammenarbeit, die Verfolgung gemeinsamer Ziele und Interessen sowie die wissenschaftliche oder wirtschaftliche Profitabilität. Darüber hinaus können sie sich auf verschiedene Fachgebiete der Wissenschaft konzentrieren und diversen Zwecken des wissenschaftlichen Schöpfertums dienen. Demnach entsprechen bilaterale Forschungsprojekte einer zweiseitigen innovationsbasierten Partnerschaft zur Gewinnung neuer wissenschaftlicher Erkenntnisse in FuE.
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Bedeutung bilateraler Forschungszusammenarbeit im globalen Kontext ein und definiert die zentrale Forschungsfrage sowie das Vorgehen der Arbeit.
2 Forschungsförderung in Deutschland: Das Kapitel erläutert die Grundlagen der Forschungsförderung und stellt die zentralen deutschen Akteure wie DFG, Fraunhofer, Max-Planck-Gesellschaft und relevante Ministerien vor.
3 Forschungsförderung in Südkorea: Hier werden die wichtigsten südkoreanischen Institutionen wie die National Research Foundation of Korea und das KIAT detailliert beschrieben, um die dortige Forschungslandschaft zu skizzieren.
4 Bilaterale Forschungsprojekte: In diesem Kapitel werden bestehende Forschungsaktivitäten zwischen beiden Ländern in industriellen, akademischen und industriell-akademischen Sektoren analysiert und kategorisiert.
5 Deutschland und Südkorea: Stärken und Schwächen in Forschung und Entwicklung: Das Kapitel vergleicht die Innovationskraft beider Länder anhand von FuE-Ausgaben und Publikationsverteilungen, um die jeweiligen Stärken und Schwächen zu identifizieren.
6 Maßnahmen zur Förderung bilateraler Forschungsmöglichkeiten: Basierend auf den vorherigen Analysen werden konkrete Empfehlungen, wie eine Konferenz und eine digitale Plattform, zur Stärkung der Zusammenarbeit unterbreitet.
7 Fazit: Das Fazit fasst die zentralen Ergebnisse zusammen, bewertet die Chancen und Risiken bilateraler Kooperationen und gibt einen Ausblick auf die Notwendigkeit einer stärkeren Vernetzung im industriell-akademischen Sektor.
Forschung und Entwicklung, FuE, Bilaterale Forschungsprojekte, Deutschland, Südkorea, Forschungsförderung, Innovationskraft, Industriell-akademische Kooperation, Technologietransfer, Wissensaustausch, Forschungsmanagement, Forschungsstrategie, Wettbewerbsfähigkeit, Innovationsnetzwerke, Wissenschaftliche Zusammenarbeit.
Die Arbeit analysiert die Forschungszusammenarbeit zwischen Deutschland und Südkorea und untersucht, wie bilaterale Forschungsmöglichkeiten durch die Analyse länderspezifischer Stärken und Schwächen optimiert werden können.
Die zentralen Themen sind die nationale Forschungsförderung in beiden Ländern, eine Übersicht bestehender bilateraler Projekte sowie eine strategische Analyse der Innovationslandschaften in Deutschland und Südkorea.
Das Ziel ist die Ableitung konkreter Maßnahmen zur Förderung bilateraler Forschungskooperationen, um den Wissens- und Technologietransfer zwischen beiden Industrienationen zu verbessern.
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse und einer systematischen Auswertung von Daten zu forschungsfördernden Institutionen sowie einer deskriptiven Analyse bestehender bilateraler Forschungsprojekte.
Der Hauptteil befasst sich mit der Vorstellung der deutschen und südkoreanischen Forschungsakteure, der Kategorisierung bisheriger bilateraler Projekte sowie einem Vergleich der Innovationskennzahlen beider Länder.
Wichtige Begriffe sind FuE, bilaterale Forschung, Innovationskraft, Technologietransfer und deutsch-südkoreanische Zusammenarbeit.
Der industrielle-akademische Sektor wird als ein Bereich mit Nachholbedarf identifiziert, in dem durch gezielte Vernetzung ein besonders hoher Mehrwert für den Stärken-Schwächen-Ausgleich zwischen den Nationen erzielt werden kann.
Die Plattform soll als zentrales Instrument dienen, um Akteuren aus Industrie und Wissenschaft die kostenlose Suche nach passenden bilateralen Forschungspartnern zu ermöglichen und so Transaktionskosten zu senken.
Während Deutschland beispielsweise in den Geistes-, Sozial- und Umweltwissenschaften stark aufgestellt ist, zeigt Südkorea besondere Stärken in den Bereichen Ingenieurwissenschaften, Medizin und Materialwissenschaften.
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