Bachelorarbeit, 2018
87 Seiten, Note: 1,5
Kapitel I: Die Flucht: Ein Blick auf die Welt und auf Deutschland
1.1 Die Genfer Flüchtlingskonvention
1.2 Ursachen der Flucht: Komplexität und Vielfältigkeit
1.3 Wie fliehen Menschen und wohin?
1.4 Flucht und Trauma
Kapitel II: Das deutsche Asylverfahren: zwischen Bürokratie und Hoffnungslosigkeit
2.1 Aufnahme, Erstverteilung, Unterbringung und Asylantragstellung
2.2 Dublin-Verfahren, Drittenstaatenregelung und sichere Herkunftsländer
2.3 Status und Rechtsstellungen von Asylsuchenden nach deutschem Recht
2.4 Entscheidungen von BAMF und deren Folgen
Kapitel III: Der lange und schwierige Weg zur Integration: wie schaffen sie das?
3.1 Was ist eigentlich Integration?
3.2 Systemintegration und Sozialintegration
3.3 Reaktionen des Gesetzgebers auf die letzte „Flüchtlingskrise“: Integration, Exklusion oder strukturelle Diskriminierung?
3.4 Bildungsmaßnahmen und Arbeitsmarktzugang
Kapitel IV: Flüchtlingssozialarbeit: (kein) Ort der Menschenrechte?
4.1 Menschenrechtsorientierte (Flüchtlings)Sozialarbeit
4.2 Kritischer Blick auf die Realität: Spannungsfelder und Paradoxien in der Flüchtlingssozialarbeit
4.3 Anerkennung, Empowerment und Partizipation als Leitideen der Integration in der Flüchtlingssozialarbeit
4.4 Bedarf an Flüchtlingssozialarbeit, Fort- und Weiterbildung und Empfehlungen an die Politik
Die vorliegende Bachelorarbeit untersucht die Möglichkeiten und Herausforderungen der Integration von Geflüchteten in Deutschland unter besonderer Berücksichtigung der Rolle der Sozialen Arbeit als Menschenrechtsprofession. Ziel ist es, den Integrationsprozess kritisch zu hinterfragen und die notwendigen Handlungskompetenzen für Fachkräfte zu definieren.
1.1 Die Genfer Flüchtlingskonvention
Das Abkommen über die Rechtsstellung der Flüchtlinge (Genfer Flüchtlingskonvention, Abkürzung GFK) wurde am 28. Juli 1951 auf einer UN-Sonderkonferenz in Genf unterzeichnet und trat am 22. April 1954 in Kraft. Nach den Verfolgungen und Folterungen der Kriegszeiten setzt sich die GFK für die Sorgen und Wünsche von Geflüchteten ein, die 1948 in der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte bekannt gegeben wurde:
„Artikel 13: 1. Jeder hat das Recht, sich innerhalb eines Staates frei zu bewegen und seinen Aufenthaltsort frei zu wählen. 2. Jeder hat das Recht, jedes Land, einschließlich seines eigenen, zu verlassen und in sein Land zurückzukehren. Artikel 14: 1. Jeder hat das Recht, in anderen Ländern vor Verfolgung Asyl zu suchen und zu genießen. 2. Dieses Recht kann nicht in Anspruch genommen werden im Falle einer Strafverfolgung, die tatsächlich auf Grund von Verbrechen nichtpolitischer Art oder auf Grund von Handlungen erfolgt, die gegen die Ziele und Grundsätze der Vereinten Nationen verstoßen“ (OHCHR).
Kapitel I: Die Flucht: Ein Blick auf die Welt und auf Deutschland: Dieses Kapitel definiert den Flüchtlingsbegriff nach der Genfer Flüchtlingskonvention, analysiert Fluchtursachen und beleuchtet die mit Flucht einhergehende Traumatisierung.
Kapitel II: Das deutsche Asylverfahren: zwischen Bürokratie und Hoffnungslosigkeit: Hier wird der bürokratische Ablauf des deutschen Asylverfahrens, die verschiedenen Rechtsstellungen von Geflüchteten und die Konsequenzen der Entscheidungen des BAMF detailliert dargelegt.
Kapitel III: Der lange und schwierige Weg zur Integration: wie schaffen sie das?: Der Fokus liegt auf dem Integrationsbegriff, der Differenzierung zwischen System- und Sozialintegration sowie den gesetzgeberischen Reaktionen auf die Fluchtsituation und den Zugang zum Arbeitsmarkt.
Kapitel IV: Flüchtlingssozialarbeit: (kein) Ort der Menschenrechte?: Das Abschlusskapitel thematisiert die Rolle der Sozialen Arbeit als Menschenrechtsprofession, diskutiert Spannungsfelder in der Praxis und gibt Empfehlungen zur Professionalisierung und politischen Gestaltung.
Integration, Flüchtlinge, Asylverfahren, Soziale Arbeit, Menschenrechte, Traumatisierung, Empowerment, Partizipation, Flüchtlingssozialarbeit, Diskriminierung, Migrationspolitik, Rechtsstellung, Aufenthaltsrecht, Fluchtursachen, Gemeinwesenarbeit.
Die Arbeit analysiert die Herausforderungen bei der Integration von Geflüchteten in Deutschland und prüft, inwiefern die Soziale Arbeit als Menschenrechtsprofession diesen Prozess adäquat begleiten kann.
Die Themenfelder umfassen die globale Fluchtsituation, das deutsche Asylrecht, soziologische Integrationskonzepte, psychologische Aspekte wie Trauma sowie die professionellen Standards der Flüchtlingssozialarbeit.
Das Ziel ist es, die Diskrepanz zwischen politisch-bürokratischen Anforderungen und dem menschenrechtlichen Anspruch der Sozialen Arbeit aufzuzeigen und Strategien für eine gelingende Integration zu formulieren.
Die Arbeit basiert auf einer systematischen Literaturrecherche und der kritischen Auseinandersetzung mit Theorien, rechtlichen Beschreibungen und aktuellen Diskursen der Flüchtlingssozialarbeit.
Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse des bürokratischen Rahmens (Asylverfahren), die theoretische Reflexion von Integration und die ethische sowie fachliche Positionierung der Sozialen Arbeit.
Die wichtigsten Begriffe sind Integration, Flüchtlingssozialarbeit, Menschenrechte, Empowerment, Partizipation und die Spannungsfelder zwischen Hilfe und staatlicher Kontrolle.
Die Systemintegration bezieht sich auf das Funktionieren der Gesellschaft als Ganzes, während die Sozialintegration das Einbeziehen der Individuen und Akteure in das gesellschaftliche Geschehen (z.B. durch Arbeit oder Sprache) beschreibt.
Empowerment dient dazu, Geflüchteten in ihrer Handlungsfähigkeit zu stärken, ihre Autonomie zu fördern und sie von Objekten staatlicher Maßnahmen zu handelnden Subjekten ihres eigenen Lebens zu machen.
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