Masterarbeit, 2018
106 Seiten, Note: 1,3
1 Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Zielsetzung
1.3 Methodik und Aufbau der Arbeit
2 Theoretische Grundlagen
2.1 Country-of-Origin
2.1.1 Definition und Abgrenzung
2.1.2 Country-Image
2.1.3 Produkt-Country-Image
2.1.4 Country-of-Origin-Effekt
2.1.5 Home Bias
2.2 Qualität
2.2.1 Definition und Abgrenzung
2.2.2 Wahrgenommene und erwartete Qualität
2.3 Markenpolitik
2.3.1 Markenbegriff
2.3.2 Markenbekanntheit
2.3.3 Foreign Branding
2.4 Handgeführte Elektrowerkzeuge
2.4.1 Definition und Abgrenzung
2.4.2 Unternehmensstruktur
3 Forschungsstand und Hypothesenbildung
3.1 Aktueller Forschungsstand
3.2 Hypothesenformulierung
4 Methodisches Vorgehen
4.1 Forschungsansatz
4.2 Auswahl der Markenprodukte
4.3 Auswahl der Herkunftsbezeichnung
4.4 Vortest
4.5 Operationalisierung
4.6 Stichprobenbeschreibung
4.7 Gütekriterien
5 Ergebnisse der Studie
5.1 Abfrage des Besitzes einer Bohrmaschine
5.2 Abfrage der Markenbekanntheit
5.3 Hypothesenprüfung
5.3.1 Generelle Qualitätserwartung hinsichtlich Herkunftsbezeichnungen
5.3.2 Generelle Qualitätserwartung von bekannten und unbekannten Produkten
5.3.3 Einfluss der Herkunft auf die Qualitätserwartung bekannter Marken
5.3.4 Einfluss der Herkunft auf die Qualitätserwartung unbekannter Marken
5.3.5 Unterschiede zwischen bekannten und unbekannten Marken
5.3.6 Unterschiede zwischen Frauen und Männern
6 Fazit und Ausblick
Das Hauptziel dieser Arbeit besteht darin, den Einfluss der Herkunftsbezeichnung auf die Qualitätserwartung von Konsumenten für bekannte und unbekannte handgeführte Marken-Elektrowerkzeuge zu ermitteln, um daraus wissenschaftlich fundierte Erkenntnisse über das Konsumentenverhalten in diesem Segment abzuleiten.
2.1.4 Country-of-Origin-Effekt
Im Jahr 1962 beschrieb Ernest Dichter, dass der Ursprung eines Produkts, ausgedrückt durch das Label „Made in …“, einen enormen Einfluss auf die Akzeptanz und den Erfolg eines Produkts haben kann.27
1965 führte Robert D. Schooler eine erste empirische Untersuchung zum Country-of-Origin-Effekt durch. Im Rahmen dieser Studie stellte er bei den Umfrageteilnehmern signifikante Unterschiede bei der Bewertung – ausgenommen die Angabe des Herkunftsortes – vollkommen identischer Produkte fest. Diese Beobachtung lässt darauf schließen, dass von der Einstellung gegenüber Menschen eines bestimmten Landes ein Einfluss auf die Bewertung der Produkte dieses Landes ausgeht.28
In den letzten Jahrzehnten gehörte der Einfluss der Country-of-Origin zu den meistuntersuchten Themengebieten der internationalen Wirtschaftsforschung.29 Die Wirkung der Country-of-Origin bzw. der Produkt-Country-Origin auf den Konsumenten wird als Country-of-Origin-Effekt bezeichnet. Diese lässt sich durch den Halo-Effekt und den Summary-Effekt verdeutlichen. Der Halo-Effekt besagt, dass ein Konsument, auf Grundlage des Herkunftslandes, ein Image des Produkts assoziiert, auch wenn er keinerlei Kenntnisse oder Erfahrungen mit Produkten aus diesem Land vorweisen kann. Beim Summary-Effekt haben Konsumenten bereits Kenntnisse oder Erfahrungen mit ähnlichen Produkten aus dem entsprechenden Herkunftsland. Aus diesem Wissens-, Erfahrungsschatz leiten sie Schlussfolgerungen für die Bewertung neuer, noch unbekannter Produkte aus dem entsprechenden Herkunftsland ab. Der wesentliche Unterschied diese Effekte liegt somit darin, ob dem Konsumenten die Kombination aus Produktkategorie und Herkunftsland bekannt ist oder nicht.30
1 Einleitung: Die Einleitung erläutert die Relevanz der Herkunftsbezeichnung für Kaufentscheidungen und definiert die Ziele sowie das methodische Vorgehen der Forschungsarbeit.
2 Theoretische Grundlagen: Dieses Kapitel liefert die theoretische Basis zu den Bereichen Country-of-Origin, Qualitätsmanagement, Markenpolitik sowie zur Struktur der Elektrowerkzeugbranche.
3 Forschungsstand und Hypothesenbildung: Es erfolgt eine Aufarbeitung bestehender Studien zum Country-of-Origin-Effekt, die in die Formulierung der sechs zentralen Hypothesen mündet.
4 Methodisches Vorgehen: Dieses Kapitel beschreibt den quantitativen Forschungsansatz, die Auswahl der Testmarken, die Gestaltung der Online-Fragebögen und die Stichprobenbeschreibung.
5 Ergebnisse der Studie: Die empirischen Daten werden ausgewertet, die Markenbekanntheit analysiert und die Hypothesen mittels statistischer Verfahren geprüft.
6 Fazit und Ausblick: Das Fazit fasst die zentralen Erkenntnisse der Untersuchung zusammen und diskutiert Implikationen sowie Limitationen der Studie.
Country-of-Origin, Herkunftsbezeichnung, Qualitätserwartung, Elektrowerkzeuge, Markenbekanntheit, Konsumentenverhalten, Made in Germany, Made in China, Empirische Studie, Marketing, Foreign Branding, Produktbewertung, Kaufentscheidung, Markenpolitik, Image.
Die Arbeit untersucht den Einfluss, den die Angabe des Herkunftslandes eines Produkts (z. B. "Made in Germany") auf die Qualitätserwartung von Konsumenten bei handgeführten Elektrowerkzeugen hat.
Die Schwerpunkte liegen auf der Country-of-Origin-Forschung, der Definition und Messung von Produktqualität, Markenbekanntheit sowie den spezifischen Marktstrukturen der Elektrowerkzeugindustrie.
Die Forschungsfrage zielt darauf ab, zu ermitteln, in welchem Umfang die Herkunftsbezeichnung die Qualitätserwartung beeinflusst und welche Unterschiede sich dabei zwischen bekannten Marken und unbekannten Produkten sowie zwischen Frauen und Männern feststellen lassen.
Es wurde eine quantitative Methode gewählt, bei der eine Online-Befragung mit drei verschiedenen, randomisiert zugewiesenen Fragebögen durchgeführt wurde. Die Daten wurden anschließend mit MS Excel und der Statistik-Software R statistisch ausgewertet.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung, die Aufarbeitung des Forschungsstandes, die Ableitung von Hypothesen, die Beschreibung des methodischen Vorgehens und die detaillierte Präsentation und Diskussion der empirischen Ergebnisse.
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Country-of-Origin, Qualitätserwartung, Markenbekanntheit, Elektrowerkzeuge, Made in Germany und empirische Forschung charakterisiert.
Die Studie zeigt, dass ein bekanntes Markenprodukt generell eine höhere Qualitätserwartung genießt, wobei der Einfluss der Herkunftsbezeichnung bei unbekannten Produkten eine stärkere Rolle spielt als bei bereits bekannten Marken.
Die statistische Analyse der Hypothese 6 ergab, dass sich kein signifikanter Unterschied zwischen Männern und Frauen bei der Auswirkung der Herkunftsbezeichnung auf die Qualitätserwartung feststellen ließ; die entsprechende Hypothese wurde daher verworfen.
In der Studie führte die Manipulation mit der Herkunftsbezeichnung "Made in China" durchweg zu schlechteren Bewertungsergebnissen hinsichtlich der Qualitätserwartung im Vergleich zur Kontrollgruppe oder zur Kennzeichnung "Made in Germany".
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