Bachelorarbeit, 2016
60 Seiten, Note: 2,3
1. Einleitung
1.1. Ausganglage
1.2. Vorgehensweise und Zielsetzung der Arbeit
2. Wohnungsmarkt
2.1 Aktuelle und zukünftige Wohnungsmarktsituation
2.2. Ursachen und Folgen von Veränderungen in der Bevölkerungsstruktur
2.2.1 Bevölkerungsentwicklung
2.2.2 Wanderungsverhalten der Bevölkerung
2.2.3 Flüchtlinge und Asylbewerber
2.2.4 Zuwanderung
2.2.5 Altersdemografie
2.3. Ursachen und Folgen aufgrund von Marktveränderungen und politischen Entscheidungen
2.3.1. Mietpreisentwicklung
2.3.2. Vernachlässigter Wohnungsbau
2.3.3. Baukostensteigerung und Mangel an Bauland
3. Lösungsansätze zur Förderung des sozialverträglichen Wohnungsbaus und zur Entlastung des angespannten Wohnungsmarkts
3.1. Staatliche Regulierungsmaßnahmen
3.1.1. Mietpreisbremse und Kappungsgrenzenverordnung
3.1.2. Sonderabschreibungen für Wohnungsbau
3.1.3. Abschreibung von Wohnbauten
3.1.4. Quote für den sozialen Wohnungsbau
3.1.5. Sozialgerechte Bodennutzung
3.1.6. Senkung der Baukosten
3.1.7. Förderung der Innenentwicklung
3.1.8. Sicherung von Belegungsrechten
3.2. Staatliche Fördermaßnahmen
3.2.1. Förderung von sozialem Wohnungsbau in NRW
3.2.2. Soziale Wohnraumförderung
3.2.3. Bereitstellung von Baulandflächen
4. Schaffung von Wohnraum
4.1. Ersatzneubau oder Sanierung der Altbestände
4.2. Altersgerechter Wohnungsbau
4.3. Sozialer Wohnungsbau
4.4. Wohnungsbau für Studenten
5. Auswirkung der erhöhten Wohnungsbautätigkeit auf die Baubranche
6. Fazit
Diese Arbeit untersucht die aktuelle und zukünftige Wohnungsmarktsituation in Nordrhein-Westfalen vor dem Hintergrund demografischer Veränderungen und politischer Rahmenbedingungen. Ziel ist es, Lösungsansätze für die Bereitstellung von bezahlbarem Wohnraum zu identifizieren, kritisch zu bewerten und deren Wirksamkeit zur Entlastung des angespannten Wohnungsmarktes zu überprüfen.
2.3.3. Baukostensteigerung und Mangel an Bauland
Einige Faktoren wie technische und energetische Vorgaben, hohe Neubaukosten und der große Mangel an zur Verfügung stehenden Baugrundstücken stellen laut Experten die größten Hemmnisse für den Neubau dar. Die Kosten für die Errichtung von Wohngebäuden sind in den letzten Jahren kontinuierlich angestiegen. Für die Investoren bedeutet die fortschreitende Baupreissteigerung ein Rückgang der Rendite. Zudem verteuerte die im Jahr 2011 und 2015 angehobene Grunderwerbsteuer in NRW auf 6,5 Prozent die zusätzlich aufzubringenden Baunebenkosten. Im Zeitraum von 2000 bis 2013 wurde eine Bruttobaukostensteigerung von ca. 25 Prozent festgestellt, die Bruttomodernisierungskosten erhöhten sich um 30 Prozent. Hervorzuheben sind die Gewerke, die unmittelbar mit der technischen Gebäudeausstattung wie Heiz-, Wassererwärmungs und Lüftungsanlangen in Verbindung gebracht werden können. Hier wurde ein höherer Kostenfaktor von mehr als 50 Prozent festgestellt. Diese enorme Kostensteigerung wird auf die grundsätzlich höheren Vorgaben und gesetzlichen Auflagen, wie zum Beispiel der Energieeinsparverordnung, zurückgeführt. Laut einer Studie der Arbeitsgemeinschaft für zeitgemäßes Bauen (ARGE Kiel) stiegen die Kosten für ein jeweils im Jahr 2010 und 2014 errichtetes Musterhaus um mehr als 871 Euro pro Quadratmeter Wohnfläche. Fast 40 Prozent davon, also 330 Euro, mussten aufgrund von Auflagen und Vorgaben durch Bund, Länder und Kommunen zusätzlich aufgewendet werden.
1. Einleitung: Die Arbeit thematisiert die Wohnungsnot in NRW und setzt sich zum Ziel, politische Regulierungsmaßnahmen zur Schaffung bezahlbaren Wohnraums kritisch zu untersuchen.
2. Wohnungsmarkt: Es werden die Ursachen der Wohnungsmarktanspannung analysiert, wobei besonders demografische Faktoren, Zuwanderung und politische Entscheidungen eine zentrale Rolle spielen.
3. Lösungsansätze zur Förderung des sozialverträglichen Wohnungsbaus und zur Entlastung des angespannten Wohnungsmarkts: Dieses Kapitel prüft staatliche Instrumente wie die Mietpreisbremse, Sonderabschreibungen und Quotenregelungen auf ihre Wirksamkeit.
4. Schaffung von Wohnraum: Fokus liegt hier auf praktischen Ansätzen wie Ersatzneubau, Sanierung von Altbeständen und der spezifischen Förderung von studentischem und altersgerechtem Wohnraum.
5. Auswirkung der erhöhten Wohnungsbautätigkeit auf die Baubranche: Es wird beleuchtet, wie der Wohnungsbau als Konjunkturprogramm für die deutsche Bauwirtschaft fungiert und zu Beschäftigungswachstum führt.
6. Fazit: Die Ergebnisse werden zusammengeführt und betonen, dass nur durch ein Bündel an Maßnahmen – inklusive flexibler Steueranreize und vereinfachter Baustandards – eine nachhaltige Entlastung möglich ist.
Wohnungsmarkt, Nordrhein-Westfalen, bezahlbarer Wohnraum, Wohnungspolitik, Mietpreisbremse, Sozialer Wohnungsbau, demografischer Wandel, Baukosten, Bauland, Innenentwicklung, energetische Sanierung, Investitionen, Baubranche, Leerstand, Zuwanderung
Die Arbeit behandelt die angespannte Wohnungsmarktsituation in Nordrhein-Westfalen und analysiert, mit welchen politischen und wirtschaftlichen Mitteln bezahlbarer Wohnraum geschaffen und erhalten werden kann.
Zentrale Themen sind die demografische Entwicklung, die Folgen der Zuwanderung, baurechtliche Rahmenbedingungen, Mietpreisentwicklungen sowie die Förderung des sozialen Wohnungsbaus.
Ziel ist es, politische Regulierungsmaßnahmen und Lösungsansätze für den Wohnungsneubau und Bestandserhalt auf ihre Tauglichkeit und Wirksamkeit hin kritisch zu hinterfragen.
Die Untersuchung basiert auf der Analyse aktueller Wohnungsmarktberichte, Expertenstudien und statistischer Daten, ergänzt durch eine kritische Hinterfragung politischer Maßnahmen.
Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse der Marktsituation, die Bewertung staatlicher Regulierungs- und Förderinstrumente sowie die Untersuchung spezifischer Wohnraumformen wie Ersatzneubau und altersgerechtes Bauen.
Die zentralen Begriffe umfassen unter anderem Wohnungsmarkt, bezahlbarer Wohnraum, Mietpreisbremse, soziale Wohnraumförderung und demografischer Wandel.
Der Autor stuft die Mietpreisbremse kritisch ein, da sie den gewünschten Erfolg bei der Mietpreisbegrenzung bisher nicht erreicht habe und es zudem an wirksamen Kontrollmechanismen mangele.
Der Bestandsersatz kann laut der herangezogenen Studien bei einer reinen Kostenbetrachtung oft wirtschaftlich vorteilhafter sein als eine umfassende Sanierung, wobei jedoch auch wohnungswirtschaftliche Anforderungen abgewogen werden müssen.
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