Masterarbeit, 2017
169 Seiten, Note: 1,7
1 Einleitung
1.1 Einführung und Problemstellung
1.2 Forschungsfragen und Zielsetzung
1.3 Aufbau und methodisches Vorgehen
2 Begriffsdefinitionen
2.1 Subtraktive und Additive Fertigungsverfahren
2.2 3D-Drucken
2.3 Rapid Prototyping und Rapid Manufacturing
3 Additive Fertigungsmethoden
3.1 Erfindung des 3D-Drucks
3.2 Verfahrensarten und Kategorisierung
3.3 Entstehung eines 3D-Drucks
3.4 Gegenüberstellung Additiver und Subtraktiver Fertigungsmethoden
3.5 Ist-Situation: Einsatz des 3D-Drucks in der Industrie
4 Entwicklung und praktische Anwendung des Bewertungskonzepts
4.1 Anforderungen und Grenzen des Bewertungskonzepts
4.2 Einführung in das Schichtmodell als Bewertungskonzept
4.3 Erste Schicht: Notwendigkeitsanalyse
4.3.1 Bewertung der Unternehmensanforderungen
4.3.2 Konkurrenzanalyse
4.3.3 Kundenanalyse
4.3.4 Überblick Beschaffungsmarkt 3D-Druck-Materialien
4.3.5 Erstes Gate: Bewertung der Notwendigkeit - Chancen und Risiken
4.4 Anwendung der Notwendigkeitsanalyse in der Praxis
4.4.1 Bewertung der Unternehmensanforderungen
4.4.2 Durchführung der Konkurrenzanalyse
4.4.3 Durchführung der Kundenanalyse
4.4.4 Bewertung des Beschaffungsmarkts für 3D-Druck-Materialien
4.4.5 Erstes Gate: Bewertung der Notwendigkeit
4.5 Zweite Schicht: Möglichkeitsanalyse
4.5.1 Bauteilauswahl und Bewertung der Qualitätsmerkmale und technischen Eigenschaften
4.5.2 Anforderungsanalyse der Unternehmensbereiche
4.5.3 Zweites Gate: Bewertung der Möglichkeit - Chancen und Risiken
4.6 Anwendung der Möglichkeitsanalyse
4.6.1 Durchführung der Bauteilauswahl und Qualitätsmerkmalsbewertung
4.6.2 Durchführung der Anforderungsanalyse der Unternehmensbereiche
4.6.3 Zweites Gate: Bewertung der Möglichkeit
4.7 Dritte Schicht: Wirtschaftlichkeitsanalyse
4.7.1 Kostenbetrachtung
4.7.2 Kennzahlenbetrachtung
4.7.3 Drittes Gate: Bewertung der Wirtschaftlichkeit - Chancen und Risiken
4.8 Anwendung der Wirtschaftlichkeitsanalyse
4.8.1 Durchführung der Kostenbetrachtung
4.8.2 Durchführung der Kennzahlenbetrachtung
4.8.3 Drittes Gate: Bewertung der Kosten- und Kennzahlensituation
5 Zusammenfassung der Ergebnisse und Handlungsempfehlung
6 Kritische Schlussbetrachtung und Ausblick
Das Hauptziel dieser Arbeit ist die Entwicklung eines strukturierten Bewertungskonzepts, das Unternehmen als Entscheidungsgrundlage für oder gegen den Einsatz additiver Fertigungsverfahren in der Serienproduktion dient. Die Forschungsfrage fokussiert sich darauf, unter welchen technischen, wirtschaftlichen, zeitlichen und qualitativen Voraussetzungen sich der Umstieg auf den 3D-Druck lohnt und welche Risiken dabei zu berücksichtigen sind.
3.4 Gegenüberstellung Additiver und Subtraktiver Fertigungsmethoden
Nachfolgend sind die wichtigsten Vor- und Nachteile der Additiven und Subtraktiven Fertigungsmethoden erläutert. Ein Überblick weiterer Vor- und Nachteile ist in den Tabellen 15 und 16 im Anhang 2 dargestellt.
Mit den Additiven Fertigungsmethoden sind komplexe Geometrien realisierbar, welche mit konventionellen Verfahren bisher nicht möglich waren. Diese Geometriefreiheit bietet neue Möglichkeiten im Produktdesign. Je komplexer das Bauteil, desto vorteilhafter sind die Additiven Fertigungsverfahren. Sie sind daher für Unternehmen interessant, deren Produktportfolios sich durch große Produktvielfalt in geringen Stückzahlen auszeichnen. Eine Anpassung der bisherigen CAD-Daten ist nicht notwendig, die Bauteile können direkt konvertiert und anschließend gefertigt werden (wie in Kapitel 3.3 beschrieben). Während der Entwicklung und auch Produktion sind individuelle Kundenanforderungen realisierbar. Innerhalb eines Fertigungsvorgangs lassen sich gleichzeitig mehrere kundenindividuelle Bauteile herstellen. Somit ist es für Unternehmen möglich, die Strategie des „Customizing“ zu verfolgen.
Nachteilig sind jedoch die geringere Oberflächengüte, Genauigkeit und mechanische Belastbarkeit im Vergleich zu Bauteilen die mit den Subtraktiven Fertigungsmethoden hergestellt werden. Der sogenannte Stufeneffekt, der durch den schichtweisen Aufbau entsteht, verringert die Qualität der Oberfläche. Dieser Effekt verstärkt sich mit der Größe der Schichtdicke. Die mechanische Beanspruchbarkeit der Bauteile unterscheidet sich in deren Ausrichtung im Bauraum. Innerhalb der Schichtebenen ist die Festigkeit hoch, senkrecht zu den Schichten geringer. Dies gilt es beim Produktdesign zu berücksichtigen. Da die Technologie der Additiven Fertigung noch sehr jung ist, sind die Innovationszyklen relativ kurz. Die Maschinen unterliegen einer ständigen Verbesserung und Aufrüstung, daher sind neben den Anschaffungskosten auch entsprechend hohe Wartungs- und Modernisierungskosten einzukalkulieren. Die Technologie erlaubt es aktuell noch nicht, über einen längeren Produktionsablauf eine konstante Qualität zu garantieren. Ferner fehlen hierzu internationale Standards, an denen jedoch das ASTM International Committee und das ISO Technical Committee derzeit arbeiten.
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problemstellung des 3D-Drucks in der Serienfertigung ein und definiert das Forschungsziel eines fundierten Bewertungskonzepts.
2 Begriffsdefinitionen: In diesem Kapitel werden grundlegende Fertigungstechnologien und Rapid-Methoden definiert, um ein einheitliches Verständnis der Additiven Verfahren zu schaffen.
3 Additive Fertigungsmethoden: Hier werden die Erfindung, Verfahrensarten und die aktuelle industrielle Anwendung des 3D-Drucks beschrieben und subtraktiven Methoden gegenübergestellt.
4 Entwicklung und praktische Anwendung des Bewertungskonzepts: Dies ist das Hauptkapitel, in dem das Schichtmodell zur Notwendigkeits-, Möglichkeits- und Wirtschaftlichkeitsanalyse entwickelt und an einem Beispielunternehmen validiert wird.
5 Zusammenfassung der Ergebnisse und Handlungsempfehlung: Dieses Kapitel fasst die Erkenntnisse aus den drei Schichten des Bewertungsmodells zusammen und leitet konkrete Maßnahmen für Unternehmen ab.
6 Kritische Schlussbetrachtung und Ausblick: Hier werden die Ergebnisse kritisch reflektiert und ein Ausblick auf die zukünftige Entwicklung der 3D-Druck-Technologie gegeben.
3D-Druck, Additive Fertigung, Serienfertigung, Bewertungskonzept, Notwendigkeitsanalyse, Möglichkeitsanalyse, Wirtschaftlichkeitsanalyse, Nutzwertanalyse, Rapid Manufacturing, Kosteneffizienz, Geometriefreiheit, Prozessstabilität, Qualitätssicherung, Schichtmodell, Beispielunternehmen.
Die Arbeit befasst sich mit der Entwicklung eines strukturierten Konzepts, das Unternehmen bei der Entscheidung unterstützen soll, ob der Einsatz von 3D-Druck-Technologien in der Serienfertigung technisch und wirtschaftlich sinnvoll ist.
Zentrale Felder sind die Abgrenzung additiver und subtraktiver Verfahren, die Analyse der Wettbewerbsfähigkeit, die Untersuchung technischer Realisierungsmöglichkeiten in Unternehmensbereichen sowie die betriebswirtschaftliche Bewertung durch Kosten- und Kennzahlenbetrachtung.
Das Ziel ist die Erstellung einer Entscheidungsgrundlage, die Unternehmen hilft, Chancen und Risiken der Umstellung auf additive Fertigungsverfahren transparent zu beurteilen und auf Basis einer Nutzwertanalyse fundierte Investitionsentscheidungen zu treffen.
Die Arbeit nutzt ein dreistufiges Schichtmodell, das durch Nutzwertanalysen (Gates) zwischen den Phasen der Notwendigkeit, Möglichkeit und Wirtschaftlichkeit strukturiert ist, um subjektive Einschätzungen zu systematisieren.
Der Hauptteil gliedert sich in die Definition der Anforderungen, die Entwicklung des Schichtmodells und dessen Anwendung auf ein fiktives Beispielunternehmen, wobei insbesondere die Prozesskette (SCM, Fertigung, QM) detailliert analysiert wird.
Wichtige Begriffe sind Additive Fertigung, 3D-Druck in der Serie, Entscheidungsgrundlage, Nutzwertanalyse und Wirtschaftlichkeitsbetrachtung.
Das Konzept trennt diese Aspekte, um Unternehmen erst nach einer Klärung des Marktumfelds und Kundeninteresses (Notwendigkeit) dazu zu bewegen, in die technische Detailanalyse (Möglichkeit) zu investieren.
Die Arbeit betont, dass Erfahrungswerte durch Probedrucke und Zusammenarbeit mit Herstellern gesammelt werden müssen, und schlägt vor, Unsicherheiten durch produktspezifische Tests im Vorfeld der Investition zu verringern.
Da 3D-Drucker teure Investitionsgüter sind, werden Instandhaltungs- und Modernisierungskosten als kritische jährliche Kostenfaktoren behandelt, um die Gesamtkosten (TCO-Ansatz) korrekt abzubilden.
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