Bachelorarbeit, 2014
63 Seiten, Note: 2,3
1 Einleitung
2 Energiemanagementsystem (EnMS)
2.1 Definition und Aufbau eines EnMS
2.1.1 Perspektiven und Gründe für die Anwendung eines Energiemanagementsystems
2.1.2 Mögliche Förderungen
2.2 DIN EN ISO 50001
2.2.1 Aufbau der Norm
2.2.2 PDCA-Zyklus nach DIN EN ISO 50001
2.2.3 Zertifizierung
2.3 Rebound Effekt
3 Implementierung / Umsetzung eines EnMS nach DIN EN ISO 50001
4 Anforderungen an ein EnMS nach ISO 50001
4.1 Allgemeine Anforderungen
4.2 Verantwortung des Managements
4.2.1 Top-Management
4.2.2 Beauftragter des Managements
4.3 Energiepolitik
4.4 Energieplanung
4.4.1 Allgemeines
4.4.2 Rechtliche Vorschriften und andere Anforderungen
4.4.3 Energetische Bewertung
4.4.4 Energetische Ausgangsbasis
4.4.5 Energieleistungskennzahlen
4.4.6 Strategische und operative Energieziele sowie Aktionspläne zum Energiemanagement
4.5 Einführung und Umsetzung
4.5.1 Allgemeines
4.5.2 Fähigkeiten, Schulung und Bewusstsein
4.5.3 Kommunikation
4.5.4 Dokumentation
4.5.4.1 Dokumentationsanforderungen
4.5.4.2 Lenkung von Dokumenten
4.5.5 Ablauflenkung
4.5.6 Auslegung
4.5.7 Beschaffung von Energiedienstleistungen, Produkten, Einrichtungen und Energie
4.6 Überprüfung
4.6.1 Überwachung, Messung, Analyse
4.6.2 Bewertung der Einhaltung rechtlicher Vorschriften und anderer Anforderungen
4.6.3 Interne Auditierung des Energiemanagementsystems
4.6.4 Nichtkonformitäten, Korrekturen, Korrektur-und Vorbeigemaßnahmen
4.6.5 Lenkung von Aufzeichnungen
4.7 Managementbewertung (Management-Review)
4.7.1 Allgemeines
4.7.2 Eingangsparameter für das Managementreview
4.7.3 Ergebnisse des Managementreviews
5 Schlussbetrachtung
Das Hauptziel dieser Bachelorarbeit ist die Erstellung eines praxisorientierten Leitfadens für Unternehmen zur Implementierung und Umsetzung eines Energiemanagementsystems nach der internationalen Norm DIN EN ISO 50001, um die Energieeffizienz systematisch zu steigern, Energiekosten zu senken und staatliche Förderanreize zu nutzen.
2.3 Rebound Effekt
Prinzipiell wird davon ausgegangen, dass eine erhöhte Energieeffizienz in Prozessen, Systemen und Unternehmen zu Energieeinsparungen und damit zu geringeren Energiekosten führt. Durch den sogenannten „Rebound Effekt“ kann es jedoch im schlimmsten Fall dazu kommen, dass der allgemeine Energieverbrauch und damit die Energiekosten steigen. Alle Energiemanagementsysteme, vor allem die ISO 50001 streben eine Verbesserung der energiebezogenen Leistung und damit der Energieeffizienz an.
Der Rebound Effekt hebt laut einer europäischen Studie zehn bis 30 % der Einsparungen des Energieverbrauchs auf. Das Ausmaß des Rebound Effekts variiert stark, je nach Branche, Produkt, Marktbedingungen, Ort oder Zeit. Die Ursache liegt meist an den Reaktionen von Nutzern oder Verbrauchern (Unternehmen) – auf ökonomische oder technische Veränderungen. Dabei wird zwischen direktem, indirektem und ökonomisiertem Rebound Effekt unterschieden. Direkter Rebound Effekt bedeutet beispielsweise, dass eine energieeffiziente Maschine bei der Anschaffung größer ausfällt als geplant, was wiederum zu teilweise höheren Energiekosten führen kann. Von einem indirektem Rebound Effekt spricht man, wenn durch eine höhere Energieeffizienz gespartes Geld für andere Produkte oder Dienstleistungen ausgegeben wird, welche ebenfalls Energie verbrauchen. Der Ökonomische Rebound Effekt tritt z.B. dann auf, wenn durch eine erhöhte Energieeffizienz die Nachfrage auf dem Markt nach Energie sinkt, wodurch die Energiepreisen sinken werden.
Dieser Effekt führt jedoch wieder dazu, dass die Nachfrage der Energie stark ansteigt, was wiederum den Energiepreis auf den Märkten steigen lässt. Dabei ist es sogar möglich, dass das Niveau der Energiepreise über den der Ausgangssituation liegt. Bei Produkten oder Leistungen, welche staatlich subventioniert werden, ist das Risiko des Rebound Effekts deutlich höher. Liegt der Prozentsatz beim Rebound Effekt über 100 %, so wird in der Literatur von „Backfire gesprochen“.26 Einzelne Unternehmen haben nur einen geringen Einfluss auf die Rebound Effekte. In erster Linie ist die Politik gefragt den Rebound Effekt zu bekämpfen.
1 Einleitung: Beschreibt den wachsenden Druck auf Unternehmen zur Steigerung der Energieeffizienz durch steigende Energiekosten und politische Ziele.
2 Energiemanagementsystem (EnMS): Definiert den Aufbau eines EnMS, erläutert die ISO 50001 Norm und thematisiert kritisch den Rebound Effekt.
3 Implementierung / Umsetzung eines EnMS nach DIN EN ISO 50001: Erläutert die Vorgehensweise zur Einführung eines EnMS, insbesondere die Notwendigkeit der Unterstützung durch das Top-Management und ein interdisziplinäres Projektteam.
4 Anforderungen an ein EnMS nach ISO 50001: Detaillierte Interpretation der normativen Anforderungen inklusive Energiepolitik, Planung, Umsetzung, Überprüfung und Managementbewertung.
5 Schlussbetrachtung: Führt eine kritische Zusammenfassung der Arbeit durch und diskutiert die Relevanz des Themas für die zukünftige Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen.
Energiemanagementsystem, ISO 50001, Energieeffizienz, Energiekosten, PDCA-Zyklus, Energiepolitik, Energieplanung, Energieleistungskennzahlen, Zertifizierung, Rebound Effekt, Rechtskataster, interne Audits, Management-Review, Energieeinsparung, Nachhaltigkeit.
Die Arbeit bietet einen Leitfaden für Unternehmen, wie sie ein Energiemanagementsystem (EnMS) gemäß der internationalen Norm DIN EN ISO 50001 erfolgreich implementieren und betreiben können.
Zu den Schwerpunkten gehören der Aufbau eines EnMS, die spezifischen Anforderungen der ISO 50001 Norm, der Zertifizierungsprozess sowie praktische Hinweise zur Umsetzung von Energieeinsparmaßnahmen.
Das Ziel ist die Erstellung eines anwendbaren Leitfadens, der Unternehmen dabei unterstützt, durch systematisches Energiemanagement die Energieeffizienz zu erhöhen und gleichzeitig von staatlichen Förderungen zu profitieren.
Die Arbeit stützt sich primär auf eine normbasierte Strukturinterpretation (DIN EN ISO 50001) und die Auswertung von Fachliteratur sowie Praxisbeispielen aus der Industrie.
Der Hauptteil gliedert sich in die detaillierte Interpretation der normativen Forderungen von Kapitel 4 der ISO 50001, von den allgemeinen Anforderungen über Energieplanung bis zur Managementbewertung.
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Energiemanagementsystem, ISO 50001, Energieeffizienz, PDCA-Zyklus und Energieplanung geprägt.
Durch die Einführung eines Rechtskatasters ermöglicht das EnMS eine systematische Auflistung und Überwachung aller energierelevanten Gesetze und Verordnungen, wodurch Compliance sichergestellt wird.
Der Rebound Effekt beschreibt die Gefahr, dass durch Effizienzsteigerungen eingesparte Energie an anderer Stelle wieder verbraucht wird, was die Gesamteinsparung schmälern kann. Die Arbeit thematisiert diesen Effekt als kritischen Aspekt bei der Planung.
Der Prozess umfasst die Auswahl eines Zertifizierers, ein Voraudit, die Zertifizierungsaudit-Stufe 1 (Dokumentenprüfung) und Stufe 2 (Wirksamkeitsprüfung), gefolgt von einer möglichen Zertifikatserteilung.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

