Magisterarbeit, 2004
97 Seiten, Note: 1,1
Die vorliegende Arbeit befasst sich mit der Frage, inwiefern sich die Prognosen über das revolutionäre Potential von Hypertext für die Textkommunikation bestätigen. Sie untersucht das Verhältnis zwischen Hypertext und gedrucktem Text, indem sie Erkenntnisse der traditionellen Textlinguistik auf Erfahrungen mit dem neuen Medium bezieht.
Die Einleitung beleuchtet die utopischen Erwartungen an neue Kommunikationstechnologien, darunter Hypertext. Sie stellt die Frage nach dem Verhältnis von Hypertext zum gedruckten Text und skizziert den Forschungsansatz der Arbeit.
Kapitel 1 befasst sich mit der Entwicklung und Definition von Hypertext. Es analysiert die Geschichte des Hypertextes, verschiedene Definitionsansätze, die Problematik der sprachlichen Linearität sowie die Konzepte der Interaktivität, Linktypen und Hypertextstrukturen.
Kapitel 2 untersucht den Begriff der Kohärenz in Text und Hypertext. Es erläutert die Kohärenz als Kriterium für Textualität aus sprachsystematischer und kommunikationsorientierter Perspektive und beleuchtet die Konzepte von Kohäsion, thematischer und funktionaler Kohärenz sowie Wissensmanagement und globalen Schemata.
Kapitel 3 widmet sich der Hypertextentwicklung im Internet. Es beschreibt die Auswahl des Korpus, die Untersuchungskriterien und analysiert verschiedene Hypertextangebote, darunter Nachrichtenmagazine und Informationsportale wie Wikipedia.
Kapitel 4 diskutiert die Ergebnisse der Analyse. Es identifiziert beobachtbare Konventionalisierungsprozesse in Hypertexten, interpretiert die Ergebnisse und zieht Konsequenzen für die Kohärenzplanung in Hypertexten.
Hypertext, Textkommunikation, Kohärenz, Textualität, Interaktivität, Linktypen, Hypertextstrukturen, Kohäsion, Navigationssysteme, Sitemaps, Konventionalisierungsprozesse, Internet, Nachrichtenmagazine, Wikipedia.
Hypertexte zeichnen sich durch Nicht-Linearität aus; sie bestehen aus Knoten (Inhalten) und Links (Verknüpfungen), die dem Leser individuelle Pfade ermöglichen.
Durch Kohärenzbildungshilfen wie Navigationssysteme, Sitemaps, typisierte Links und ein konsistentes Layout wird sichergestellt, dass der Leser den inhaltlichen Zusammenhang versteht.
Wikipedia ist ein Paradebeispiel für ein Informationsangebot im Internet, das komplexe Hypertextstrukturen nutzt, um Wissen vernetzt und kollaborativ darzustellen.
Es handelt sich um die Herausbildung fester Standards, wie z. B. das Spaltenlayout oder eine omnipräsente Hauptnavigation, die die Orientierung für Nutzer in Hypertexten erleichtern.
Obwohl Hypertext neue Möglichkeiten der Interaktivität bietet, zeigen Studien, dass viele Nutzer weiterhin hierarchische oder lineare Zugriffsformen bevorzugen.
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