Masterarbeit, 2018
73 Seiten, Note: 1,8
Philosophie - Praktische (Ethik, Ästhetik, Kultur, Natur, Recht, ...)
1. Einleitung
2. Begründung der Vorgehensweise
3. Der Mensch-Zygonen-Konflikt
4. Identitätskonzepte
4.1 „Das bin ich.“ - Ich-Identität
4.2 „Ich bin ich und auf keiner Seite.“ – Duale-Identität
5. Feindschaft
5.1 „Sie waren seltsam.“ – Feinde
5.2 „Sie wissen alle, wozu die fähig sind. Fallen Sie nicht ihren Tricks zum Opfer.“ – Feindbilder
5.3 „Ich verhandle doch nicht mit denen.“ – ausgelebte Feindschaft
6. Identitätsfallen und Feindschaft überwinden
6.1 „Ich bin Osgood.“ – Akzeptanz von Dualen-Identitäten
6.2 „Was ist, wenn der Krieg zu Ende ist?“ – Feindschaft als negative Lösung für Konflikte
7. Schluss
Die Arbeit untersucht die Wechselwirkungen zwischen Identitätsbildung und der Entstehung von Feindschaften im Kontext von Migrationsprozessen. Ziel ist es, diese sozialen Phänomene kontextunabhängig zu analysieren, wobei die britische Serie „Doktor Who“ als anschauliche Fallstudie für den Konflikt zwischen Menschen und Zygonen dient.
4.1 „Das bin ich.“ - Ich-Identität
Die eigene Identität ist für jeden Menschen bedeutend, da sie ermöglicht, uns von anderen zu unterscheiden und abzugrenzen. Daher ist es nicht verwunderlich, dass Königin Elisabeth I. voller Entsetzen den Satz: „Das bin ich.“ (Der Tag des Doktors 2013, 00:23:30) ausstößt, als sie im Wald auf eine perfekte Kopie von sich selbst trifft.
Bei der perfekten Kopie handelt es sich um das Werk eines Zygonen. Die Zygonen sind eine außerirdische Rasse mit gestaltenwandlerischen Fähigkeiten. Das bedeutet, dass sie in der Lage sind perfekte Ebenbilder von Menschen, Tieren oder Gegenständen zu erschaffen (vgl. Der Tag des Doktors 2013, 00:23:36 – 00:24:10). Diese Fähigkeit ist in erster Linie aber nicht als Waffe zu verstehen, sondern als ein wichtiger Überlebensmechanismus dieser Spezies (vgl. Invasion der Zygonen (I) 2015, 00:02:00 – 00:02:32). Dabei wird je nach Zweck bestimmt, was kopiert werden soll (vgl. Der Tag des Doktors 2015, 00:49:09 – 00:49:19). Prinzipiell werden die Zygonen als Wesen beschrieben, die ein Leben in Frieden und Harmonie bevorzugen (vgl. Invasion der Zygonen (I) 2015, 00:02:00 – 00:02:32). Dennoch wissen sie sich in bedrohlichen Situationen mit ihren Giftdrüsen in der Zunge (vgl. Der Tag des Doktors 2015, 00:28:17 – 00:28:45) und taktisch intelligentem Einsatz ihrer Gestaltwandelfähigkeit (vgl. ebd., 00:34:40 – 00:35:00) zu verteidigen. Ihr Verhalten, ihr Umgang miteinander und die Art der Kommunikation unterscheiden sich im Grunde nicht von der Art der Menschen untereinander, so dass der wesentliche Unterschied zwischen Menschen und Zygonen auf biologischer Ebene zu verorten ist.
1. Einleitung: Die Einleitung führt in die Problematik der Identitätsforschung und Feindschaft ein und begründet die Wahl der Serie „Doktor Who“ als abstraktes Modell für diese soziologischen Prozesse.
2. Begründung der Vorgehensweise: Dieses Kapitel erläutert den methodischen Ansatz, philosophische Kernfragen anhand von fiktionalen Szenarien kontextunabhängig zu analysieren.
3. Der Mensch-Zygonen-Konflikt: Hier wird der Handlungsverlauf der ausgewählten Folgen von „Doktor Who“ dargelegt, um die Grundlage für die spätere theoretische Untersuchung zu schaffen.
4. Identitätskonzepte: Dieses Kapitel definiert und analysiert die Ich-Identität, Duale-Identität und Kollektive-Identität sowie deren psychologische Grundlagen und Bedrohungen.
5. Feindschaft: Der Abschnitt behandelt die Mechanismen der Feindwerdung, die Genese von Feindbildern und die Eskalation bis hin zur ausgelebten Gewalt.
6. Identitätsfallen und Feindschaft überwinden: Hier werden Lösungsansätze diskutiert, wie durch Akzeptanz, Mediation und das Überwinden starrer Identitätskonstrukte Frieden erreicht werden kann.
7. Schluss: Das Schlusskapitel reflektiert die Ergebnisse der Arbeit und betont die Notwendigkeit, Identität neu zu denken, um Hass und kriegerische Auseinandersetzungen in einer globalisierten Welt zu verhindern.
Identität, Feindschaft, Zygonen, Doktor Who, Duale-Identität, Kollektive-Identität, Feindbild, Migration, Integration, Radikalisierung, Konfliktlösung, Mediation, Menschsein, Zugehörigkeit, Identitätsfalle
Die Arbeit untersucht die philosophischen und sozialwissenschaftlichen Zusammenhänge zwischen der Konstruktion von Identität und der Entstehung von Feindschaften bei Migrationsprozessen.
Die zentralen Themenfelder umfassen Identitätskonzepte, Feindbildgenese, Integrationsproblematiken, das Spannungsfeld zwischen Kollektivzugehörigkeit und Individualität sowie Friedensmediation.
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Identitätskonzepte als Nährboden für Gewalt dienen können und welche Möglichkeiten es gibt, diese negativen Dynamiken durch ein reflektierteres Verständnis des Menschseins zu überwinden.
Die Arbeit nutzt einen interdisziplinären Ansatz, der Erkenntnisse aus Philosophie, Soziologie, Psychologie und Historik mit einer narrativen Analyse der Serie „Doktor Who“ verknüpft.
Der Hauptteil analysiert die drei Formen der Identität (Ich, Dual, Kollektiv) und führt durch das Phasenmodell der Feindbildkonstruktion, um das Eskalationspotential von Identitätskrisen zu verdeutlichen.
Die Arbeit wird maßgeblich durch die Begriffe Identitätskonstruktion, Feindbild, Radikalisierungsprozess und die Notwendigkeit einer pluralistischen, prozesshaften Identitätsvorstellung geprägt.
Osgood dient als Fallbeispiel für eine gelungene Duale-Identität, da sie ihre Zugehörigkeit zu zwei Spezies harmonisch vereint und sich als Mediatorin gegen kriegerische Eskalation einsetzt.
Feindbilder werden als notwendiges Instrument für Kollektiva beschrieben, um die eigene Identität zu stabilisieren und Handlungen gegen die „Andere“ Gruppe ideologisch zu legitimieren.
Die Kiste fungiert als symbolische ultimative Waffe, deren Aufdeckung als Trick den Kontrahenten die Absurdität und das existenzielle Risiko ihrer feindseligen Haltung vor Augen führt.
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