Diplomarbeit, 2005
141 Seiten, Note: 1
1 Einleitung
1.1 Die Einführung
1.2 Die Abgrenzung der Begriffe
1.2.1 Die Kleinstunternehmen
1.2.2 Die Virtualität
1.2.3 Die Organisation
1.2.4 Die virtuelle Organisation
1.2.4.1 Das virtuelle Unternehmen nach Davidow und Malone
1.2.4.2 Die virtuelle Organisation in dieser Arbeit
1.2.5 Die I&K-Struktur
1.2.6 Die Information in dieser Arbeit
1.3 Die Zielsetzung und Methodik der Arbeit
1.4 Der Aufbau der Arbeit
2 Die Bedeutung von Information
2.1 Die Grundlagen der Information
2.2 Die strategische Eigenschaft von Information
2.3 Das Informationsgleichgewicht
2.3.1 Die Informationsflut
2.3.2 Die Informationsnachfrage
2.4 Der Bedarf zur Gestaltung der I&K-Struktur
3 Die effektive Gestaltung der I&K-Struktur
3.1 Das ganzheitliche Denken
3.2 Das Potenzial der I&K-Technologien
3.2.1 Die Entwicklung einer neuen Organisationsstruktur
3.2.2 Die virtuellen Techniken
3.3 Die Anytime & Anyplace-Matrix
3.4 Die Informations- und Kommunikationsmodelle
3.4.1 Die Kommunikationsmodelle
3.4.1.1 Das Drei-Ebenen-Modell
3.4.1.2 Das modifizierte nachrichtentheoretische Modell
3.4.1.3 Die menschliche Kommunikation
3.4.1.3.1 Die Axiome der Kommunikation
3.4.1.3.2 Die vier Seiten einer Nachricht
3.4.1.4 Die Kommunikation als soziales System
3.4.2 Die Informationsmodelle
3.4.2.1 Das Erstmaligkeits-Bestätigungsmodell
3.4.2.2 Das Verhalten nach O´Reilly
3.4.3 Die Perspektiven der Medienwahl
3.4.3.1 Die menschliche Medienakzeptanz
3.4.3.2 Die Media-Richness-Theorie
3.4.3.3 Der aufgabenorientierte Ansatz
3.5 Die Zusammenfassung der theoretischen Erkenntnisse
4 Die effiziente Gestaltung der I&K-Struktur
4.1 Der Transaktionskostenansatz
4.1.1 Die Grundannahmen
4.1.2 Die Verhaltensannahmen
4.1.3 Das Kontinuum zwischen Markt und Hierarchie
4.1.4 Die Operationalisierung von Transaktionskosten
4.1.5 Die Transaktionskosten in der I&K-Struktur
4.2 Die Spieltheorie
4.3 Der ressourcenorientierte Ansatz
4.4 Die Zusammenfassung der theoretischen Erkenntnisse
5 Die stabile Gestaltung der I&K-Struktur
5.1 Die Struktur lebensfähiger Systeme
5.2 Das Viable System Model
5.2.1 Das Rekursionsprinzip
5.2.2 Die Autonomie der einzelnen Systeme
5.2.3 Die Systeme 1-5 des VSMs
5.2.3.1 Das System 1
5.2.3.2 Das System 2
5.2.3.3 Das System 3 und 3*
5.2.3.4 Das System 4
5.2.3.5 Das System 5
5.3 Die Zusammenfassung der theoretischen Erkenntnisse
5.4 Ein Modell für IT-Kleinstunternehmen
6 Die Überprüfung des Modells
6.1 Die Erhebungs– und Auswertungsmethode
6.1.1 Der Leitfaden zur Erhebung der Daten
6.1.2 Die Auswertungsmethode nach Mühlfeld
6.2 Die Ergebnisse der Experteninterviews
6.2.1 Die Auswahl der Experten und Stichprobe
6.2.2 Die Bedeutung von Information
6.2.3 Die effektive Gestaltung der I&K-Struktur
6.2.4 Die effiziente Gestaltung der I&K-Struktur
6.2.5 Die stabile Gestaltung der I&K-Struktur
6.3 Die Bedeutung der praktischen Erkenntnisse für das Modell
6.4 Die Grenzen des Modells
7 Schlussbetrachtung
Die Arbeit untersucht, wie IT-Kleinstunternehmen in virtuellen Organisationen eine effektive, effiziente und stabile Informations- und Kommunikationsstruktur (I&K-Struktur) für gemeinsame Projekte gestalten können, um trotz hoher Dynamik und Unsicherheit wettbewerbsfähig zu bleiben und Entscheidungsträger optimal mit zweckorientiertem Wissen zu versorgen.
3.1 Das ganzheitliche Denken
Dieser Abschnitt beschreibt die Methode in den Grundzügen. Die umfassendere Beschreibung der I&K-Struktur mit dieser Methode erfolgt im Kapitel 5. Die folgenden Ausführungen des ganzheitlichen Denkens stammen zum überwiegenden Teil von den Autoren Ulrich und Probst und nach ihnen ist die Verwendung von klaren Begriffen und Grundvorstellungen wichtig. Um diesen gerecht zu werden, sind auch hierbei bestimmte Werkzeuge notwendig. Das Ziel dieser Denkvorstellung ist die Wirklichkeit zu betrachten und zu erfassen. Nach Ulrich und Probst werden sieben verschiedene Aspekte definiert, die sich an der „Systemtheorie“ und „Kybernetik“ orientieren. Scholz führt an, dass die kybernetische Systemtheorie in enger Beziehung mit der Organisationstheorie steht und sich zur Gestaltung einer Selbstorganisation in der I&K-Struktur eignet. Dadurch kann eine Bewältigung der Komplexität für die Entscheidungsträger erzielt werden. Die sieben Aspekte sind das Ganze in Teilen, Vernetztheit, System, Komplexität, Ordnung, Lenkung und Entwicklung.
Das Ganze in Teilen hat als Basis den Begriff: „System“ und bedeutet, dass es nach außen klar abgrenzbar zu anderen Teilen ist, aber gleichzeitig, dass die Teile im Inneren aus unterscheidbaren Teilen bestehen. In diesem Fall wird die I&K-Struktur, als Ganzes betrachtet, welche aus verschiedenen Teilen (z.B. Kleinstunternehmen, Entscheidungsträger, Kommunikationsmedium etc.) besteht. Wichtig ist zu verstehen, dass die Systemgrenzen von der Wahrnehmung der Entscheidungsträger abhängig sind und das System mehr als die Summe der Teile ergibt. Die Vernetztheit besagt, dass es zwischen den einzelnen Systemen „Wechselwirkungen“ gibt und jeder Informationsaustausch hat eine Wechselwirkung zur Folge. Das System hat Beziehungen zu seinen Umwelten, die für ein lebensfähiges System besonders wichtig sind, um sich der komplexen Umwelt anzupassen. Die Komplexität eines Systems ist die Fähigkeit viele verschiedene Zustände zu realisieren und notwendig für die Lebensfähigkeit einer I&K Struktur.
1 Einleitung: Stellt den theoretischen Bezugsrahmen dar und definiert die Zielsetzung sowie zentrale Begriffe wie virtuelle Organisation und I&K-Struktur.
2 Die Bedeutung von Information: Analysiert Informationen als strategische Ressource und erläutert die Notwendigkeit eines Informationsgleichgewichts in IT-Kleinstunternehmen.
3 Die effektive Gestaltung der I&K-Struktur: Beschreibt Methoden und Modelle (z.B. Anytime & Anyplace-Matrix) zur Erreichung der Effektivität in der Kommunikation.
4 Die effiziente Gestaltung der I&K-Struktur: Wendet ökonomische Theorien wie den Transaktionskostenansatz und die Spieltheorie an, um wirtschaftliche Optimierungsmöglichkeiten aufzuzeigen.
5 Die stabile Gestaltung der I&K-Struktur: Nutzt das Viable System Model (VSM), um die Stabilität und Lebensfähigkeit der I&K-Struktur in einer dynamischen Umgebung zu begründen.
6 Die Überprüfung des Modells: Verifiziert die theoretischen Erkenntnisse durch Experteninterviews mit IT-Dienstleistern aus dem Bereich Open Source.
7 Schlussbetrachtung: Fasst die Ergebnisse zusammen und reflektiert die Anwendbarkeit des Modells unter Berücksichtigung der persönlichen Sicht des Verfassers.
Virtuelle Organisation, IT-Kleinstunternehmen, I&K-Struktur, Informationsmanagement, Kommunikation, Transaktionskosten, Spieltheorie, Viable System Model, Effektivität, Effizienz, Stabilität, Medienwahl, Projektmanagement, Systemtheorie, Open Source
Die Arbeit befasst sich mit der Gestaltung einer effektiven, effizienten und stabilen Informations- und Kommunikationsstruktur (I&K-Struktur) für Projekte in virtuellen Organisationen, speziell für IT-Kleinstunternehmen.
Zentrale Themen sind die Rolle von Informationen als strategische Ressource, die Gestaltung von Kommunikationsprozessen unter Berücksichtigung systemtheoretischer und kybernetischer Ansätze sowie die ökonomische Begründung durch Theorien wie den Transaktionskostenansatz.
Ziel ist die Entwicklung eines Modells, das IT-Kleinstunternehmen dabei unterstützt, ihre interne I&K-Struktur in virtuellen Teams so zu optimieren, dass Projektziele trotz standortverteilter Zusammenarbeit erreicht werden.
Neben einer umfassenden Literaturanalyse zur Theoriebildung wird eine qualitative Forschungsmethode eingesetzt: Experteninterviews (Leitfadeninterviews) mit IT-Dienstleistern aus der Open-Source-Community zur Verifizierung des entwickelten Modells.
Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung von Information als Ressource, die effektive Gestaltung durch Kommunikationsmodelle, die Effizienzbetrachtung mittels ökonomischer Theorien sowie die stabile Systemgestaltung auf Basis des Viable System Models.
Die Arbeit wird wesentlich durch Begriffe wie virtuelle Organisation, I&K-Struktur, Transaktionskosten, Viable System Model (VSM), Effektivität und Effizienz sowie Wissensmanagement geprägt.
Die Arbeit und die Experteninterviews belegen, dass persönliche Treffen insbesondere in der Projektanfangsphase und bei komplexen oder sensiblen Themen unersetzbar sind, um Vertrauen aufzubauen und die Hemmschwelle für die spätere mediengestützte Zusammenarbeit zu senken.
Das VSM dient als organisatorisches Gerüst, um die I&K-Struktur lebensfähig zu machen, indem es eine Lenkungshierarchie definiert, die auf externe und interne Anforderungen reagieren und so die Stabilität der Organisation in einem dynamischen Umfeld sichern kann.
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