Examensarbeit, 2005
345 Seiten, Note: 1,7
1 DER KOMPONIST ROELOF TEMMINGH
2 DIE GATTUNG KANTORIUM – KANTATE UND ORATORIUM
2.1 Kantate
2.1.1 Terminologie
2.1.2 Form
2.2 Oratorium
2.2.1 Terminologie
2.2.2 Form
2.3 Kantorium
3 DAS KANTORIUM
3.1 Der Anlass
3.1.1 475 Jahre Protestation
3.1.2 100 Jahre Gedächtniskirche
3.2 Der Titel
3.3 Die Besetzung
3.4 Der inhaltliche Aufbau des Werkes
3.4.1 Teil I „Schöpfung – Welt, das Leben, der Mensch, auch das Böse“
3.4.2 Teil II
3.5 Der Text
3.6 Werkanalyse – Erster Teil
3.6.2 Werkanalyse – Zweiter Teil
4 DIE URAUFFÜHRUNG
4.1 Die Verbindung zwischen Bachs „Singet dem Herrn ein neues Lied“ und Temminghs „Kantorium“
4.2 Presse
5 NACHWORT
6 VERZEICHNISSE
6.1 Literaturverzeichnis
6.2 Abbildungsverzeichnis
6.3 Quellenverzeichnis
6.3.1 Webseiten
6.3.2 E-Mails
6.3.3 Faxe
6.3.4 Begriffsdefinitionen
7 ANHANG
7.1 Das Textbuch von Dr. Wien
7.2 Das Textbuch von R. Temmingh
7.3 Die Partitur
8 VERSICHERUNG
Die wissenschaftliche Arbeit untersucht das 2003 entstandene Werk "Kantorium" von Roelof Temmingh, das anlässlich des Pfälzer Kirchentages 2004 in der Gedächtniskirche Speyer uraufgeführt wurde. Ziel der Arbeit ist es, die Entstehung des Werkes, die Hintergründe der Auftragskomposition und die strukturelle Analyse der Komposition aufzuarbeiten.
3.6 Werkanalyse – Erster Teil
3.6.1.1 Nr. 1 Einleitung „Am Anfang schuf Gott Himmel und Erde“
Das Werk beginnt mit einem Solo der Pauke, das nur von einem Orgelpunkt in den Kontrabässen begleitet wird. Der Akzent lässt aufhorchen. Der folgende Rhythmus kehrt in Verbindung mit dem Akzent noch zweimal wieder (Teil 1,Takt 622 und Teil 2, Takt 433).
Da das Kantorium anfangs als 3-teiliges Werk konzipiert war, könnte man vermuten, dass R. Temmingh jeden Teil mit diesem Paukenmotiv beginnen wollte. Aber auch in der Endfassung des Kantoriums steht dieses Motiv an den zentralen Stellen: 1. Am Anfang der Schöpfung (Teil 1, Takt 1). 2. Bei der Aussage „Uns ist ein Kind geboren … und er heißt, Wunder-Rat, Gott-Held, Ewig-Vater, Friedefürst“ (Teil 1, Takt 622). 3. Zu Beginn des Interludiums „Tod und Auferstehung“ (Teil 2, Takt 433).
Dies sind die vielleicht wichtigsten Punkte in der Geschichte der Christen: 1. Die Schöpfung des Menschen. 2. Die Menschwerdung Jesu. 3. Der Tod Jesu am Kreuz um die Menschheit zu erretten.
1 DER KOMPONIST ROELOF TEMMINGH: Biografische Darstellung des in Amsterdam geborenen und in Südafrika wirkenden Komponisten sowie Einordnung seines kompositorischen Stils.
2 DIE GATTUNG KANTORIUM – KANTATE UND ORATORIUM: Definition und musikgeschichtliche Herleitung der Gattungsbegriffe Kantate und Oratorium zur Begründung der spezifischen Form des Kantoriums.
3 DAS KANTORIUM: Umfassende Analyse der Entstehungsgeschichte, des Anlasses, der Besetzung, der Textgenese und der musikalischen Struktur des Werkes.
4 DIE URAUFFÜHRUNG: Betrachtung der Rahmenbedingungen der Erstaufführung, der Kooperation mit der Evangelischen Jugendkantorei sowie eine Auswertung der Pressestimmen.
Roelof Temmingh, Kantorium, Kantate, Oratorium, Gedächtniskirche Speyer, Pfälzer Kirchentag, Musikwissenschaft, Werkanalyse, Uraufführung, Evangelische Jugendkantorei, Kirchenmusik, Kompositionsauftrag, Neue Tonalität, Neue Einfachheit, Musikgeschichte.
Die Arbeit analysiert das Werk "Kantorium" des südafrikanischen Komponisten Roelof Temmingh, welches 2004 anlässlich eines spezifischen kirchenhistorischen Jubiläums in Speyer uraufgeführt wurde.
Die Schwerpunkte liegen auf der Biografie Temminghs, der Definition der hybriden Gattung "Kantorium", der kirchenhistorischen Bedeutung des Anlasses sowie einer detaillierten Werkanalyse.
Das primäre Ziel ist die Dokumentation der Entstehung und der inhaltlichen Ausgestaltung des "Kantoriums", um das Werk in den Kontext des zeitgenössischen musikalischen Schaffens einzuordnen.
Neben einer quellenbasierten Aufarbeitung der Korrespondenz zwischen Komponist und Auftraggeber beinhaltet die Arbeit eine fundierte musikwissenschaftliche Werkanalyse.
Der Hauptteil gliedert sich in die Gattungsdefinition, die Analyse des historischen Kontexts des Auftragswerks sowie die detaillierte Untersuchung des inhaltlichen und musikalischen Aufbaus beider Werkteile.
Wichtige Begriffe sind u.a. Kantorium, Roelof Temmingh, Kirchenmusik, Werkanalyse und die spezifischen kirchengeschichtlichen Anlässe der Protestation von 1529.
Die Kirche fungiert nicht nur als Aufführungsort, sondern bildet mit ihrem theologischen Programm und dem Gedenken an 475 Jahre Protestation den essenziellen inhaltlichen Ankerpunkt für die Werkgestaltung.
Er versteht das Kantorium als Verbindung von Kantate und Oratorium, charakterisiert durch eine mehrteilige, geistliche Struktur, eine instrumental-vokale Besetzung und eine dramatische Gliederung ohne szenische Aufführung.
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