Bachelorarbeit, 2018
55 Seiten, Note: 2,0
1. Einleitung
2. Die Historische Entwicklung der „Deutschen Schule Kobe – European School“
3. Das Allgemeinbildende Schulsystem – Elementarbereich
3.1 Die Grundschule in Deutschland
3.1.1 Schulstruktur, Lehrplan und Lehrmittel
3.1.2 Schulalltag
3.1.3 Leistungsbewertung
3.2 Die Grundschule in Japan
3.2.1 Schulstruktur, Lehrplan und Lehrmittel
3.2.2 Tagesverlauf und Stundenplan
3.2.3 Leistungsbewertung
4. Die „Deutsche Schule Tokyo Yokohama“
5. Das Schulsystem der „Deutschen Schule Kobe – European School“
5.1 Schulstruktur, Lehrplan und Lehrmittel
5.2 Tagesverlauf und Stundenplan
5.3 Leistungsbewertung
6. Zusammenfassung der Ergebnisse
Die vorliegende Bachelorarbeit untersucht, inwiefern die „Deutsche Schule Kobe – European School“ (DSK-ES) eine „typisch deutsche Schule“ in Japan darstellt und wie deutsche Werte in den japanischen Schulalltag integriert werden. Im Fokus steht dabei die Analyse der historischen Entwicklung, der schulischen Strukturen sowie die Abgrenzung zum japanischen Bildungssystem.
2. Die Historische Entwicklung der „Deutschen Schule Kobe – European School“
Die Geschichte der „Deutschen Schule Kobe – European School“ verweist auf eine fast 100-jährige Entwicklung, die durch viele politische Entscheidungen geprägt wurde. Dieses Kapitel dient daher weniger dazu, die chronologische Reihenfolge der Begebenheiten aufzuschlüsseln, sondern vielmehr zu verstehen, wie das heute vorhandene Schulsystem der DSK - ES entstanden ist.
Die Deutsche Schule wurde im Jahr 1909 gegründet und war ursprünglich für die Kinder der in Kobe und Umgebung ansässigen deutschen Kaufleute angedacht. Doch warum fiel die Wahl des Schulstandortes gerade auf diese Hafenstadt? Zu Beginn des 20. Jahrhunderts bot Kobe einem Europäer neben einer regulierten Grundversorgung alles, was er zum Leben brauchte: Telegraphieverbindungen, Eisenbahnanschlüsse, Klubs und Vereine, konsularische Vertretungen, nationale „Kolonien“, religiöse Gemeinschaften und die für Kaufleute unabdingbare völlige Betätigungsfreiheit. Unter den etwa 200 ansässigen Deutschen befanden sich 15 Österreicher und ungefähr 10 deutschsprachige Schweizer, die sich für ihre Kinder, von denen insgesamt 25 im schulpflichtigem Alter waren, eine Bildungseinrichtung wünschten (Vgl. Lehmann 2009: 15). Die in Kobe lebenden Deutschen hatten im gleichen Jahr den „Deutschen Schulverein Kobe“ gegründet, der beim Auswärtigen Amt in Berlin um finanzielle Unterstützung für eine Deutsche Schule bat. Das Amt sicherte zur Freude aller Beteiligten der Schule unverzüglich ihre Hilfe zu. Die neu entstandene Auslandsschule in Kobe war bereits zu Beginn von amtlicher Seite weniger Grundschule, sondern als ein „Real-Gymnasium“ angedacht.
1. Einleitung: Die Einleitung definiert das Ziel der Arbeit, die Identität der DSK-ES im Spannungsfeld zwischen deutschen Traditionen und dem japanischen Kontext zu untersuchen.
2. Die Historische Entwicklung der „Deutschen Schule Kobe – European School“: Dieses Kapitel zeichnet die Entstehung der Schule seit 1909 nach und verdeutlicht die politischen und gesellschaftlichen Einflüsse auf ihre Entwicklung.
3. Das Allgemeinbildende Schulsystem – Elementarbereich: Es erfolgt eine detaillierte Gegenüberstellung der Schulsysteme in Deutschland und Japan hinsichtlich Struktur, Alltag und Leistungsbewertung.
4. Die „Deutsche Schule Tokyo Yokohama“: Dieser Abschnitt dient als Vergleichsobjekt, um die DSK-ES besser in das Spektrum deutscher Auslandsschulen in Japan einzuordnen.
5. Das Schulsystem der „Deutschen Schule Kobe – European School“: Das Kapitel analysiert die konkrete Situation an der DSK-ES, insbesondere das pädagogische Modell des PYP-Programms und die Integration multilingualer Ansätze.
6. Zusammenfassung der Ergebnisse: Das Fazit fasst zusammen, dass die DSK-ES aufgrund ihrer hybriden Identität nicht als „typisch deutsche Schule“ klassifiziert werden kann, sondern ein einzigartiges, zukunftsorientiertes Schulmodell darstellt.
Deutsche Schule Kobe, Auslandsschule, Schulsystem, Primarbereich, Japan, Bildungsmodell, Interkulturelles Lernen, Grundschule, Lehrplan, Schulentwicklung, Leistungsbewertung, Deutsch-japanische Beziehungen, Internationales Baccalaureate, Erziehungswissenschaften, Schulkultur
Die Arbeit untersucht, inwieweit die Deutsche Schule Kobe (DSK-ES) den Anforderungen einer traditionell deutschen Schule entspricht oder ob sie durch den Standort in Japan und ihr internationales Profil eine eigene, spezifische Identität ausgebildet hat.
Die zentralen Themen umfassen die historische Entwicklung der Schule, den Vergleich des deutschen und japanischen Grundschulwesens sowie die konkrete pädagogische Organisation der DSK-ES im heutigen Kontext.
Das Hauptziel besteht darin, das Selbstverständnis und das Schulmodell der DSK-ES kritisch zu hinterfragen und zu evaluieren, wie deutsche Traditionen in den japanischen Alltag integriert werden.
Die Autorin stützt sich auf eine Analyse des schuleigenen Archivs sowie auf empirische Daten, die während eines mehrmonatigen Praktikums durch Interviews mit der Schulleitung und Lehrkräften sowie durch Feldforschung gewonnen wurden.
Der Hauptteil gliedert sich in eine historische Analyse, einen Systemvergleich der Grundschulbildung in Deutschland und Japan sowie eine detaillierte Beschreibung der spezifischen Strukturen an der DSK-ES.
Wichtige Begriffe sind unter anderem Auslandsschularbeit, interkulturelles Lernen, deutsche Identität, japanischer Schulalltag, schulisches Curriculum und internationale Schulentwicklung.
Durch die Entwicklung hin zur „Internationalen Schule“ mit Fokus auf das PYP-Programm und die Notwendigkeit, Kinder verschiedener Nationalitäten zu integrieren, hat sich der Fokus von einer rein deutschen Einrichtung hin zu einem multilingualen Schulmodell gewandelt.
Das PYP ist ein wesentlicher Bestandteil des modernen Curriculums, das einen ganzheitlichen und fächerübergreifenden Ansatz verfolgt, um Schüler auf die Anforderungen einer globalisierten Welt vorzubereiten.
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