Bachelorarbeit, 2017
41 Seiten, Note: 1,3
A. Einleitung
B. Raum in der Physik, Geographie und Ökonomie
C. Raumsoziologische Ansätze
I. Raum als Behälter: Der Raumbegriff nach Georg Simmel
II. Der Soziale Raum nach Pierre Bourdieu
III. Heutige Betrachtungsweisen – der relationale Raum
D. Digitale Räume nach soziologischem Verständnis
E. Die App Jodel als digitaler Raum
I. Was ist Jodel?
II. Jodel als digitaler Raum
III. Wie wird durch Jodel Raum hergestellt und reproduziert?
IV. Jodel im Vergleich zu Twitter und Foursquare
F. Zusammenfassung und Ausblick
Die vorliegende Arbeit untersucht die App ‚Jodel‘ als einen digitalen Raum. Das primäre Ziel ist es, unter Einbezug soziologischer Raumtheorien zu analysieren, inwiefern durch die Nutzung der App Raum produziert und reproduziert wird, wobei insbesondere die Wechselwirkung zwischen dem geographisch verorteten Raum und der digitalen Plattform im Fokus steht.
II. Jodel als digitaler Raum
Bei Jodel handelt es sich um eine Community, die über die Anwendung auf einem Smartphone funktioniert. Es kann davon ausgegangen werden, dass es sich bei Jodel um einen digitalen Raum handelt, da beispielsweise auch hier auf kleinstem Raum Kontakt mit Fremden aufgenommen werden kann und die physische Anwesenheit an einem bestimmten Ort nicht ausschlaggebend für eine soziale Interaktion ist. Im Folgenden soll dieser Raum nun soziologisch betrachtet und auf einige bereits vorgestellte Raumkonzepte angewendet werden. Ein Gedankenspiel soll es einfacher machen, Jodel mit den unterschiedlichen Raumkonzepten zu verbinden: Auf der einen Seite können durch Jodel Distanzen überwunden werden. Die App bewegt sich quasi mit dem Nutzer mit. Befindet sich ein Nutzer beispielsweise auf dem Campus in Mainz, so ist auch Jodel auf diesem verortet. Alles, was auf dem Campus in einem Umkreis von einem Kilometer geschrieben wird, wird dem Nutzer mit „hier“ angezeigt. Fährt der Nutzer anschließend von dem Campus in die Mainzer Altstadt, so kann er zwar immer noch alle Jodel sehen, die von Nutzern auf dem Campus verfasst werden, sie werden ihm aber vermutlich nicht mehr als „hier“ sondern nur noch als „nah“ oder eventuell als „sehr nah“ angezeigt (je nachdem, wie weit entfernt sich der Nutzer nun vom Campus aufhält).
A. Einleitung: Einführung in die Thematik des Raumbegriffs und Vorstellung der Forschungsfrage hinsichtlich der Raumproduktion durch die App ‚Jodel‘.
B. Raum in der Physik, Geographie und Ökonomie: Überblick über klassische Raumkonzepte in verschiedenen Wissenschaften, wie den absoluten Raum oder den ökonomischen Raum.
C. Raumsoziologische Ansätze: Darstellung soziologischer Theorien zum Raum, insbesondere bei Simmel, Bourdieu und dem heutigen Konzept des relationalen Raums.
D. Digitale Räume nach soziologischem Verständnis: Auseinandersetzung mit dem theoretischen Verständnis digitaler Medien und Räume als neue soziale Herstellungsleistungen.
E. Die App Jodel als digitaler Raum: Empirische Anwendung der Raumtheorien auf die App ‚Jodel‘ unter Berücksichtigung ihrer spezifischen Funktionen und Community-Strukturen.
F. Zusammenfassung und Ausblick: Resümee der Ergebnisse zur Raumproduktion durch Jodel sowie Diskussion weiterer Forschungsansätze, insbesondere hinsichtlich des Zeitfaktors.
Jodel, Sozialer Raum, Relationaler Raum, Raumproduktion, Digitale Räume, Soziologie, Kommunikation, Anonymität, GPS-Standort, Gemeinschaft, Mobile Medien, Spatial Practice, Community, Internet, Interaktion.
Die Arbeit untersucht die App ‚Jodel‘ aus einer soziologischen Perspektive, um zu verstehen, wie die Anwendung als digitaler Raum funktioniert und wie Nutzer darin Raum produzieren und reproduzieren.
Die zentralen Felder umfassen klassische und moderne soziologische Raumtheorien, das Verständnis von digitalen Räumen sowie eine Analyse der spezifischen Funktionen und der Community-Struktur der App ‚Jodel‘.
Das primäre Ziel ist es, zu beantworten, inwiefern durch Jodel und seine Verwendung als mobiler digitaler Raum Raum hergestellt und reproduziert wird.
Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Aufarbeitung soziologischer Raumkonzepte, die anschließend qualitativ auf die Funktionsweise und die Nutzerbeiträge der App Jodel angewendet werden.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung (Simmel, Bourdieu, Lefebvre, Löw), eine theoretische Einordnung digitaler Räume und eine detaillierte Analyse von Jodel, inklusive Vergleichen zu Twitter und Foursquare.
Wichtige Begriffe sind Jodel, Sozialer Raum, Relationaler Raum, Raumproduktion, Digitale Räume und Community.
Bei Twitter spielt der geographische Standort für die Inhalte kaum eine Rolle, während bei Jodel der Standort des Nutzers ausschlaggebend dafür ist, welche Beiträge im Umkreis von zehn Kilometern angezeigt werden.
Die Anonymität sorgt dafür, dass sich Nutzer untereinander als fremd begegnen, fördert jedoch ein spezifisches Zusammengehörigkeitsgefühl innerhalb lokaler Communities, ohne dass eine Identifizierung einzelner Beiträge zu Personen möglich ist.
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