Fachbuch, 2018
79 Seiten
1 Einleitung
2 Der Übergang zur Elternschaft
2.1 Der normative Verlauf des Übergangs zur Elternschaft
2.2 Die zentralen Veränderungen in Folge der Erstelternschaft
2.3 Das Phasenmodell nach Gloger-Tippelt
3 Die Partnerschaft nach der Geburt des ersten Kindes
3.1 Zentrale partnerschaftliche Veränderungen
3.2 Transaktionale Prozesse im Familiensystem
4 Bewältigungsstrategien
4.1 Schutz- und Risikofaktoren für die Bewältigung des Übergangs zur Elternschaft
4.2 Möglichkeiten der Partner für die Bewältigung des Übergangs zur Elternschaft
4.3 Professionelle Hilfen beim Übergang zur Elternschaft
5 Schlussbemerkung
Diese Arbeit untersucht den Übergang vom kinderlosen Paar zur Elternschaft mit einem Fokus auf die Herausforderungen für die Paarbeziehung und mögliche Strategien zur Bewältigung dieses Lebensereignisses. Dabei wird analysiert, wie sich die neue triadische Familienkonstellation auf die Partnerschaft auswirkt und welche Faktoren das Gelingen oder Misslingen dieses Wandels beeinflussen.
3.1.2 Veränderungen der Paarinteraktion
Auch hinsichtlich der Paarinteraktion sind im Übergang zur Elternschaft erhebliche Veränderungen festzustellen. Das Neugeborene ist vollkommen abhängig und auf eine permanente Bedürfnisbefriedigung angewiesen. Somit kann es Wochen dauern, bis erste Intimitäten zwischen den Partnern wieder ausgetauscht werden können. Die wachsenden Anforderungen und Belastungen im Zuge der Elternschaft wirken sich also auch auf intimere Aspekte der Paarbeziehung aus, nämlich auf die partnerschaftliche Zuwendung und Nähe, sexuelle Beziehung, Häufigkeit von Konflikten sowie auf die Ehezufriedenheit insgesamt (vgl. Cowan & Cowan 1994, S. 155).
Nach der Geburt eines Kindes verbringen die Paare durchschnittlich weniger Zeit miteinander, gehen weniger gemeinsamen Aktivitäten nach und reden weniger miteinander. Dahingegen kommt es vermehrt zu Konfliktsituationen und Streitigkeiten zwischen den Partnern (vgl. Jungbauer 2009, S. 36). Der veränderte Alltag und die damit verbundenen Belastungen haben direkte Auswirkungen auf das partnerschaftliche Kommunikationsverhalten. Relevante Dinge können nun nicht mehr in Ruhe, sondern nur noch in Kürze, während einer Ruhephase des Kindes, besprochen werden. „Der Mangel an ungestörter Kommunikation trifft Paare in einer Phase des erhöhten Kommunikationsbedarfes, besonders wenn es um die Organisation des Alltags geht“ (Weigelt 2011, S. 6). Kontextualisiert lässt sich formulieren, dass die Paarkommunikation im Zuge der Familienwerdung sowohl quantitativ als auch qualitativ abnimmt. Als ein wesentlicher Grund dafür kann angeführt werden, dass die Pflege und Betreuung kleiner Kinder nicht nur zeitaufwendig, sondern auch psychisch und physisch anstrengend ist, sodass im Alltag oft die Kraft fehlt, sich auch noch aufmerksam um die Belange des Partners zu kümmern (vgl. Jungbauer 2009, S. 36).
1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die tiefgreifenden Lebensumstellungen durch die Geburt des ersten Kindes und thematisiert das Spannungsfeld zwischen gesellschaftlichen Erwartungen und der Realität junger Eltern.
2 Der Übergang zur Elternschaft: Dieses Kapitel erläutert den Prozess der Familienwerdung als entwicklungspsychologische Herausforderung und stellt das Phasenmodell nach Gloger-Tippelt zur Strukturierung dieses Übergangs vor.
3 Die Partnerschaft nach der Geburt des ersten Kindes: Hier werden die zentralen Veränderungen in der Paarbeziehung analysiert, insbesondere die geschlechtsspezifische Arbeitsteilung, die abnehmende Partnerschaftszufriedenheit und die Bedeutung transaktionaler Prozesse für das Familiensystem.
4 Bewältigungsstrategien: Das Kapitel behandelt verschiedene Schutz- und Risikofaktoren sowie konkrete Möglichkeiten für Paare und professionelle Unterstützungsangebote, um den Übergang zur Elternschaft erfolgreich zu bewältigen.
5 Schlussbemerkung: Die Schlussbemerkung fasst die Ergebnisse zusammen und betont, dass der Übergang zur Elternschaft trotz der Herausforderungen eine Chance zur persönlichen Reife bietet, sofern die Paare unterstützende Rahmenbedingungen nutzen.
Elternschaft, Familiengründung, Paarbeziehung, Partnerschaftszufriedenheit, Rollenverteilung, Erstelternschaft, Erziehungsalltag, Kindeswohl, Familienmediation, Bewältigungsstrategien, Kommunikation, Elternbildung, Transition, Familienwerdung, Maternal Gatekeeping
Die Arbeit befasst sich mit den Herausforderungen, die der Übergang von einem kinderlosen Paar zur Elternschaft für die Zweierbeziehung mit sich bringt.
Die Schwerpunkte liegen auf der Rollenverteilung zwischen Frau und Mann, der Qualität der Partnerschaft nach der Geburt und den Auswirkungen der elterlichen Beziehung auf das Kind.
Das Ziel ist es, die Schwierigkeiten beim Übergang zur Elternschaft zu identifizieren und mögliche Bewältigungsstrategien aufzuzeigen, die zur Stabilität des Familiensystems beitragen können.
Es handelt sich um eine theoretische Arbeit, die auf einer umfassenden Analyse der einschlägigen familienpsychologischen und soziologischen Forschungsliteratur basiert.
Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung des Übergangs zur Elternschaft, die Analyse partnerschaftlicher Veränderungen und die Vorstellung von Bewältigungsstrategien sowie professioneller Unterstützung.
Zentrale Begriffe sind Erstelternschaft, Rollenverteilung, Partnerschaftszufriedenheit, Familienwerdung und Bewältigungsstrategien.
Dies beschreibt das Phänomen, dass Paare nach der Geburt des ersten Kindes oft in eine geschlechtsspezifische Rollenverteilung zurückfallen, selbst wenn sie vorher eine egalitäre Aufteilung lebten.
Damit ist das mütterliche Kontrollverhalten gegenüber dem Partner bei der Kinderbetreuung gemeint, welches den Vater tendenziell aus der aktiven Fürsorge ausgrenzen kann.
Anhaltende Paarkonflikte können sich negativ auf die kindliche Entwicklung auswirken und das Risiko für Verhaltensauffälligkeiten erhöhen, während eine harmonische Paarbeziehung als Schutzfaktor dient.
Ja, die Arbeit verweist auf Programme wie "Wir werden Familie" oder das PEKiP-Konzept, die Eltern helfen können, Erwartungen zu realisieren und Kommunikationskompetenzen zu stärken.
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