Bachelorarbeit, 2018
51 Seiten, Note: 2,3
1. EINLEITUNG
2. BIOLOGIE DER CETACEA
3. WHALE-WATCHING IN ZAHLEN
4. MANAGEMENT
4.1 Problematik der Regulation
4.2 Fallbeispiele
4.3 Schutzgebiete
5. ÖKOTOURISMUS UND NACHHALTIGKEIT
6. BIOLOGISCHE AUSWIRKUNGEN AUF DIE WALE
6.1 Kurzfristige Auswirkungen
6.2 Langfristige Auswirkungen
6.3 Fallbeispiele
6.4 Fitness
6.4 Lärmbelastung
7. EINLFUSS DES WHALE-WATCHING AUF DIE ENTWICKLUNG EINER SCHWERTWALPOPULATION
8. STÖRUNG DER REPRODUKTION BEIM BARTENWAL
9. AUSWIRKUNGEN UNTER EINZELNEN FAKTOREN
9.1 Konsequenzen der Störung in Nahrungshabitaten
9.2 Habitatwechsel aufgrund von Störungen
9.3 Auswirkungen auf die Gesamtpopulationszahl
9.4 Abhängigkeit der Konsequenzen vom jeweiligen Habitat
9.5 Auswirkungen auf Schulen
10. SCHUTZ STARK BEDROHTER ARTEN
11. DISKUSSION
12. FAZIT
Die Arbeit untersucht den Einfluss des Whale-Watching-Tourismus auf das Verhalten und die Populationsdynamik von Walen. Dabei wird analysiert, inwieweit anthropogene Störungen durch Boote und Lärm zu Verhaltensänderungen, Energieverlusten und langfristig negativen Auswirkungen auf die Reproduktion und das Überleben der Tiere führen können.
6.4 Lärmbelastung
Wale zeigen sensible Reaktionen auf Lärm. Wasser leitet Geräusche sehr gut weiter. So reagieren Belugas (Delphinapterus leucas) auf das Geräusch von brechendem Eis in der Arktis. Der akustische Sinn spielt eine Rolle bei der Wahrnehmung der Umwelt, der Paarung, dem Informationsaustausch zwischen Artgenossen, liefert Informationen über potenzielle Beute, der räumlichen Verteilung und dem Zusammenhalt der Gruppe (TYACK 2000).
Das Gehör von Walen ist überlebenswichtig und nötig um eine soziale Gemeinschaft aufrechtzuerhalten. Durch Geräuschbelastung kann dieses akustische System zeitweise oder auch permanent gestört werden. Über die letzten Jahrzehnte wurde der Unterwassergeräuschpegel in ausgewählten Regionen permanent überwacht und er verdoppelt sich jedes Jahrzehnt (HIGHAM et al. 2014).
In Washington State hoben Schwertwale die Dauer ihrer Rufe um 15% an, nach einem fünffachen Anstieg der Bootsanzahl die sie begleiteten. Schnelle Boote überdecken Rufe von Schwertwalen im Umkreis von 14 km und können nach 30-50 min in einem Umkreis von 450 m zu einer temporären Verschiebung der wahrgenommen Höhenlagen führen. Potenzielle Beute wird mit dem Echolot erkannt und bei Geräuschbelastung muss sich der Wal deutlich näher an dieser befinden, um sie zu lokalisieren. Ein Boot welches in 400 m Entfernung am Wal vorbeifährt, stört das Echolot zu 90% (HOLT 2008).
1. EINLEITUNG: Einführung in die Problematik des kommerziellen Whale-Watchings als ökonomischer Industriezweig und die damit verbundenen Herausforderungen hinsichtlich der langfristigen Nachhaltigkeit.
2. BIOLOGIE DER CETACEA: Übersicht über die anatomischen Anpassungen, Sozialstrukturen und Lebensweisen der verschiedenen Walarten sowie deren unterschiedliche ökologische Anforderungen.
3. WHALE-WATCHING IN ZAHLEN: Analyse der sozioökonomischen Entwicklung der Industrie und des rasanten Anstiegs der Teilnehmerzahlen weltweit seit den 1950er Jahren.
4. MANAGEMENT: Erörterung verschiedener Ansätze zur Regulierung des Whale-Watchings durch gesetzliche Vorgaben, Richtlinien und Meeresschutzgebiete sowie deren praktische Umsetzung.
5. ÖKOTOURISMUS UND NACHHALTIGKEIT: Diskussion des Spannungsfeldes zwischen Whale-Watching als Bildungs- und Schutzinstrument und den negativen ökologischen Folgen durch ständige Störungen.
6. BIOLOGISCHE AUSWIRKUNGEN AUF DIE WALE: Untersuchung der kurz- und langfristigen Verhaltensänderungen bei Walen sowie der Auswirkungen auf Fitness und Lärmbelastung durch Bootsverkehr.
7. EINLFUSS DES WHALE-WATCHING AUF DIE ENTWICKLUNG EINER SCHWERTWALPOPULATION: Fallstudie zur Korrelation zwischen zunehmendem Bootsverkehr und dem Rückgang der Populationszahlen bei Schwertwalen.
8. STÖRUNG DER REPRODUKTION BEIM BARTENWAL: Analyse, wie Whale-Watching die kritische Phase der Aufzucht und Säugezeit bei Bartenwalen beeinträchtigt.
9. AUSWIRKUNGEN UNTER EINZELNEN FAKTOREN: Detaillierte Betrachtung spezifischer Einflussfaktoren wie Störungen in Nahrungshabitaten, Habitatwechsel und Auswirkungen auf soziale Schulen.
10. SCHUTZ STARK BEDROHTER ARTEN: Analyse der Effektivität nationaler und internationaler Schutzgesetze und der Problematik bei der Umsetzung für bedrohte Meeressäuger.
11. DISKUSSION: Synthese der Ergebnisse zur Bedeutung des ökologischen Kontexts bei der Bewertung von Störungen für die Fitness und Anpassungsfähigkeit von Populationen.
12. FAZIT: Zusammenfassende Bewertung der Auswirkungen des Whale-Watchings unter Berücksichtigung sowohl der ökologischen Risiken als auch der Potenziale für Naturschutzbildung.
Whale-Watching, Wale, Delfine, Verhaltensänderung, Lärmbelastung, Meeresschutzgebiete, Populationsdynamik, Ökotourismus, Fitness, Reproduktion, Anthropogene Störungen, Cetacea, Nachhaltigkeit, Habitatnutzung, Artenschutz
Die Bachelorarbeit untersucht die Auswirkungen des Whale-Watching-Tourismus auf das Verhalten von Walen und Delfinen sowie die daraus resultierenden Konsequenzen für ihre Populationsentwicklung.
Die Arbeit behandelt die sozioökonomische Bedeutung von Whale-Watching, biologische Auswirkungen auf Wale, Managementstrategien, Lärmbelastung durch Schiffsverkehr und die Auswirkungen auf die Fortpflanzungsrate.
Ziel ist es, den Einfluss menschlicher Interaktionen (Boote, Lärm) auf Wale wissenschaftlich zu beleuchten und zu hinterfragen, ob und unter welchen Bedingungen Whale-Watching als nachhaltig betrachtet werden kann.
Es handelt sich um eine Literaturstudie, die eine Vielzahl internationaler Studien und Fallbeispiele aus verschiedenen Regionen analysiert und vergleicht, um die Auswirkungen von Störungen zu evaluieren.
Der Hauptteil gliedert sich in biologische Grundlagen, das Management von Tourismusaktivitäten, detaillierte Analysen von Verhaltensänderungen bei Walen sowie eine Diskussion über Faktoren wie Habitatqualität und Energiehaushalt.
Wichtige Begriffe sind Whale-Watching, Fitness, anthropogene Störungen, Lärmbelastung, Meeresschutzgebiete und Populationsdynamik.
Das Gehör ist für Wale überlebenswichtig, da es für die Kommunikation, die soziale Interaktion, die Paarung und die räumliche Orientierung bzw. Jagd mittels Echolot essenziell ist.
Die Störung während der Hauptsäugephase kann zu vermindertem Wachstum bei Kälbern führen, was wiederum die Sterblichkeit erhöhen kann, da Mütter wertvolle Energie für Ausweichmanöver aufwenden müssen.
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