Fachbuch, 2018
88 Seiten
1 Hinführung zur Thematik
1.1 Aktuelle Situation
1.2 Zielsetzung und Relevanz des Themas
1.3 Aufbau der Arbeit
2 Verpackungen
2.1 Entstehung und Entwicklung
2.2 Aufgaben und Funktionen
2.3 Gesellschaftliche und ökologische Auswirkungen
3 Lebensmittelmarkt in Deutschland
3.1 Aktuelle Situation und Wandel
3.2 Lifestyle und Trends
3.3 Einordnung Bulk Shopping
4 Bulk Shopping
4.1 Begriffsklärung und Funktionsweise
4.2 Entstehung und Entwicklung
4.3 Vorteile von Bulk Shopping
4.4 Schwierigkeiten und Nachteile
5 Zielgruppe LOHAS
5.1 Definition und Begriffsklärung
5.2 Ursprung und Entwicklung der Bewegung
5.3 Lebensstil und Werte
5.4 Einordnung in Sinus-Milieus
6 Hypothesenbildung
6.1 Die Studie der PricewaterhouseCoopers
6.2 Ableitung von Hypothesen
6.3 Aufstellung eigener Hypothesen
7 Empirische Untersuchung zum Thema Bulk Shopping
7.1 Konzept der Umfrage
7.2 Auswertung der Umfrageergebnisse
7.3 Bewertung und Zusammenfassung der Ergebnisse
7.4 Bewertung der Hypothesen
8 Expertenmeinungen zum Thema Bulk Shopping
9 Beantwortung der Forschungsfrage
10 Kritische Reflexion und Ausblick
Die Arbeit untersucht die neue Trendbewegung „Bulk Shopping“ als Gegenmaßnahme zur wachsenden Verpackungsmüllproblematik in Deutschland. Dabei wird analysiert, ob Verbraucher bereit sind, ihr Kaufverhalten zugunsten eines nachhaltigeren Konsums grundlegend zu ändern und welche Zukunftschancen dieses Konzept im deutschen Lebensmittelmarkt hat.
2.1 Entstehung und Entwicklung
Verpackungen gibt es schon sehr lange. Bereits in der Steinzeit verwendeten die Menschen Naturmaterialien wie Blätter, Zweige und Nussschalen, um Gesammeltes zu verpacken. Daher gilt das Verpacken als älteste Technik, um Güter zu transportieren oder aufzubewahren. Im Laufe der Jahrtausende wurden durch die Entwicklung der Menschheit und die Entdeckung anderer Kulturen die Verpackungen immer anspruchsvoller. Durch die Industrielle Revolution und die daraus resultierende Massenproduktion ergab sich auch ein großer Wandel in der Verpackungsindustrie. Es wurden Behältnisse entwickelt, die zum Transport und zur Lagerung von Gütern geeignet waren. Zudem gewann immer mehr an Bedeutung, dass die Waren „zur richtigen Zeit am richtigen Ort in der optimalen Qualität zur Verfügung stehen“25. Ebenso spielte die Weiterentwicklung der Packstoffe und Verpackungstechnologien eine bedeutende Rolle.
Neben der Industriellen Revolution nahm auch die gesellschaftliche Entwicklung Einfluss auf das Verpackungswesen. Heutzutage konzentriert sich der Lebensraum der Bevölkerung zunehmend auf die Industriezentren. Außerdem nimmt die Berufstätigkeit der Frauen stetig zu, wodurch sich die Familienstruktur deutlich verändert. Es gibt immer kleinere Haushalte und immer mehr Single- und Rentnerhaushalte.26 Dadurch geht der Trend in Richtung kleinerer Füllgrößen, wodurch die Abfallmenge weiter steigt.27
Ein weiterer Einflussfaktor sind die immer länger werdenden Transportwege, die veränderten Lagerverhältnisse sowie die gesetzlichen Richtlinien der Lebensmittelkennzeichnung. Letztendlich führten größerer Wohlstand, der Wunsch nach längerer Haltbarkeit von Lebensmitteln, die Verfügbarkeit von ausländischen Waren sowie die Zeitersparnis durch Fertiggerichte zu zusätzlichen Anforderungen an die Verpackungen. Auch die wettbewerbswirtschaftliche Situation und der steigende Konkurrenzkampf unter den Lebensmittelanbietern sorgten für starke Veränderungen in der Verpackungsindustrie.
1 Hinführung zur Thematik: Einführung in die aktuelle Abfallproblematik in Deutschland, Darlegung der Relevanz des Themas sowie Erläuterung des Aufbaus der Arbeit.
2 Verpackungen: Historische Entwicklung und Analyse der Funktionen sowie der sozio-ökologischen Auswirkungen von Verpackungen.
3 Lebensmittelmarkt in Deutschland: Analyse der aktuellen Marktsituation, des Konsumwandels und Einordnung des Bulk-Shopping-Trends in die Convenience-2.0-Gesellschaft.
4 Bulk Shopping: Definition, Funktionsweise, Entstehung sowie Diskussion der Vor- und Nachteile dieses Konzepts.
5 Zielgruppe LOHAS: Definition, Herkunft, Wertesystem und milieuspezifische Einordnung der Zielgruppe für verpackungsfreies Einkaufen.
6 Hypothesenbildung: Aufarbeitung bestehender Studien als Grundlage für die Ableitung und Aufstellung eigener Forschungshypothesen.
7 Empirische Untersuchung zum Thema Bulk Shopping: Detaillierte Beschreibung des methodischen Vorgehens und der Ergebnisse der durchgeführten Online-Umfrage.
8 Expertenmeinungen zum Thema Bulk Shopping: Wiedergabe und Auswertung von Experteninterviews mit Inhabern von Unverpackt-Läden zur praktischen Marktrealität.
9 Beantwortung der Forschungsfrage: Zusammenführende Synthese der theoretischen und empirischen Erkenntnisse zur Zukunftsfähigkeit von Bulk Shopping.
10 Kritische Reflexion und Ausblick: Zusammenfassende kritische Betrachtung der Untersuchung und Einschätzung der langfristigen Entwicklung des Trends.
Bulk Shopping, verpackungsfreies Einkaufen, LOHAS, Nachhaltigkeit, Konsumverhalten, Verpackungsmüll, Umweltschutz, Lebensmittelmarkt, Trendbewegung, Plastikvermeidung, Sinus-Milieus, Nischentrend, Konsumentenbefragung, Nachhaltiger Konsum, Kreislaufwirtschaft.
Die Arbeit untersucht das Konzept des "Bulk Shopping" (verpackungsfreies Einkaufen) als Lösungsansatz für die zunehmende Problematik von Verpackungsabfällen im deutschen Lebensmittelhandel.
Die Schwerpunkte liegen auf der Analyse der Verpackungsindustrie, dem sich wandelnden Konsumverhalten in Deutschland, der Identifikation der Zielgruppe LOHAS sowie der empirischen Untersuchung zur Akzeptanz unverpackter Waren.
Das Ziel ist es, auf Basis einer kritischen Analyse und einer empirischen Umfrage zu prüfen, ob Bulk Shopping in Deutschland das Potenzial hat, vom Nischentrend zum massentauglichen Konsummodell zu werden.
Die Arbeit kombiniert eine Literatur- und Studienanalyse mit einer quantitativen Online-Umfrage sowie qualitativen Experteninterviews mit Ladeninhabern.
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen zu Verpackungen, Trends im Lebensmittelmarkt, die Definition des Bulk-Shopping-Konzepts und der Zielgruppe LOHAS, sowie eine umfangreiche empirische Untersuchung zur Verbraucherakzeptanz.
Wichtige Begriffe sind Bulk Shopping, Nachhaltigkeit, LOHAS, Konsumverhalten und Verpackungsmüllvermeidung.
Die Umfrage zeigt, dass für viele Konsumenten Komfort und Einfachheit beim Einkauf Priorität haben. Der erhöhte Zeitaufwand für das Mitbringen und Reinigen eigener Gefäße wird oft als unpraktisch empfunden.
Die Experten schätzen Bulk Shopping aktuell als Nischentrend ein. Sie betonen, dass eine flächendeckende Verbreitung eine massive Umstellung der Konsumgewohnheiten sowie ein noch tieferes Bewusstsein für Müllvermeidung bei der breiten Bevölkerung erfordert.
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