Bachelorarbeit, 2017
59 Seiten, Note: 1,7
1. Einleitung
2. Jugendkriminalität
2.1 Ausmaß der Jugendkriminalität in Deutschland anhand von Mehrfachtatverdächtigen
2.2 Jugendspezifische Straftaten
2.3 Ursachen der Jugendkriminalität
2.3.1 Gelegenheitstheoretische Annahmen
2.3.2 Drogen und Suchtgefahren
2.3.3 Medien und Gewalt
3. Kooperationsprobleme bei der Zusammenarbeit zwischen Polizei und Sozialarbeit
4. Initiative „Kurve kriegen“ zur Prävention von Jugendkriminalität
4.1 Darstellung der Initiative „Kurve kriegen“
4.2 Kurve kriegen – Ein wirksames Projekt der Prävention?
4.2.1 Analyse der subjektiven Bewertung
4.2.2 Analyse der Vorteile von „Kurve kriegen“
4.2.3 Analyse der Probleme von „Kurve kriegen“
4.2.4 Analyse der Delinquenzentwicklung der Kinder und Jugendlichen im Hellfeld
4.2.5 Fazit
5. Handlungsempfehlungen zur verbesserten Prävention gegen Jugendkriminalität und Kooperation der Polizei mit Sozialer Arbeit
6. Fazit
Die vorliegende Arbeit untersucht die Kooperationsmöglichkeiten zwischen Polizei und Sozialer Arbeit bei der Prävention von Jugendkriminalität, wobei die NRW-Initiative „Kurve kriegen“ als zentrales Praxisbeispiel analysiert wird, um deren Wirksamkeit sowie bestehende Herausforderungen in der Zusammenarbeit der beteiligten Akteure zu beleuchten.
4.1 Darstellung der Initiative „Kurve kriegen“
Das Konzept der Initiative „Kurve kriegen“ basiert auf den Erkenntnissen der Enquetekommission „Prävention“ zur Erarbeitung von Empfehlungen für eine effektive Präventionspolitik. Anschließend wurde es von der Projektgruppe Prävention Jugendkriminalität (PPJ) des Ministeriums für Inneres und Kommunales (MIK) des Landes NRW entwickelt und im September 2011 erstmal in acht Modellbehörden etabliert.
Das erklärte Hauptziel besteht darin, Kinder und Jugendliche vor einem dauerhaften Abgleiten in die Kriminalität zu bewahren. Sowie die Anzahl der begangenen Straftaten zu verringern.
Zur Erreichung der Ziele arbeitet die Polizei mit anerkannten Trägern der freien Kinder und Jugendhilfe zusammen.
Die primäre Zielgruppe liegt bei Kinder und Jugendlichen im Alter von 8-15 Jahren. Diese müssen a) mindestens ein Gewaltdelikt oder drei Eigentumsdelikte begangen haben oder b) deren Lebensumstände von so vielen Problemen belastet sein (Risikofaktoren), dass ein dauerhaftes Abgleiten in die Kriminalität droht.
Das Präventionsprojekt basiert auf fünf Maßnahmen:
1. „Frühzeitiges Erkennen besonderer Kriminalitätsgefährdung
Durch ein neues und standardisiertes Risikoscreening von Polizei und pädagogischen Fachkräften werden die besonders kriminalitätsgefährdeten Kinder und jungen Jugendlichen sondiert. Der frühe und individuelle Ansatz verhindert aus polizeilicher Sicht Kriminalität und zahlreiche weitere Opfer und ist aus pädagogischer Sicht besonders sinnvoll, um die notwendigen Verhaltensänderungen herbeizuführen.
1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die steigende Aktualität der Kriminalitätsprävention sowie die Notwendigkeit einer verbesserten Zusammenarbeit von Polizei und Sozialer Arbeit, eingeführt durch das Beispiel der NRW-Initiative „Kurve kriegen“.
2. Jugendkriminalität: Dieses Kapitel definiert Jugendkriminalität, analysiert statistische Daten zu Mehrfachtatverdächtigen sowie jugendspezifische Straftaten und diskutiert Ursachenmodelle wie Gelegenheitstheorien, Drogenkonsum und Medieneinflüsse.
3. Kooperationsprobleme bei der Zusammenarbeit zwischen Polizei und Sozialarbeit: Hier werden die strukturellen und gesetzlichen Diskrepanzen zwischen der polizeilichen Gefahrenabwehr/Strafverfolgung und den erzieherischen Ansätzen der Sozialarbeit als Hauptursache für Kooperationsschwierigkeiten beschrieben.
4. Initiative „Kurve kriegen“ zur Prävention von Jugendkriminalität: Dieser Hauptteil analysiert das Projekt „Kurve kriegen“ detailliert hinsichtlich seiner Struktur, der subjektiven Akzeptanz bei Beteiligten, der Vorteile der Netzwerkarbeit, auftretender Probleme sowie der messbaren Delinquenzentwicklung.
5. Handlungsempfehlungen zur verbesserten Prävention gegen Jugendkriminalität und Kooperation der Polizei mit Sozialer Arbeit: Der Autor führt stichwortartig Empfehlungen auf, um die Zusammenarbeit zwischen den Institutionen sowie die allgemeine Präventionsarbeit gegen Jugendkriminalität praxisnah zu verbessern.
6. Fazit: Das Fazit fasst die zentralen Ergebnisse zusammen, bewertet das Projekt „Kurve kriegen“ als positiv und gibt einen Ausblick auf die zukünftigen Herausforderungen der Jugendkriminalitätsprävention in einer digitalisierten Welt.
Jugendkriminalität, Kriminalitätsprävention, Kooperation, Polizei, Sozialarbeit, Kurve kriegen, Intensivtäter, Delinquenz, Jugendhilfe, Präventionsprojekt, Risikofaktoren, Netzwerkarbeit, Mehrfachtatverdächtige, Erziehungsgedanke, Jugendstrafrecht
Die Arbeit analysiert die Möglichkeiten und Herausforderungen einer verbesserten Kooperation zwischen der Polizei und der Sozialen Arbeit im Kontext der Kriminalitätsprävention bei Kindern und Jugendlichen.
Zentrale Themen sind die Ursachen und das Ausmaß von Jugendkriminalität, die gesetzlichen und strukturellen Barrieren der Zusammenarbeit zwischen polizeilichen und sozialpädagogischen Institutionen sowie die Evaluation spezifischer Präventionsansätze.
Das Hauptziel ist es, auf Basis der Analyse des NRW-Präventionsprojekts „Kurve kriegen“ Handlungsempfehlungen zu entwickeln, um die Kooperation der beteiligten Akteure zu optimieren und Jugendkriminalität effektiver zu bekämpfen.
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse zu Kriminalitätstheorien und Präventionsansätzen sowie der Auswertung von Evaluierungsdaten und qualitativen Interviews aus dem „Kurve kriegen“-Projekt zur Darstellung der Praxisrelevanz.
Der Hauptteil widmet sich der detaillierten Untersuchung des Projekts „Kurve kriegen“, wobei subjektive Bewertungen, die Vorteile der Vernetzung, Probleme in der Umsetzung sowie die Delinquenzentwicklung der Zielgruppe analysiert werden.
Wesentliche Begriffe sind Jugendkriminalität, Präventionsarbeit, Kooperation, Polizei, Soziale Arbeit, Kurve kriegen und Delinquenz.
Diese Unterscheidung ist relevant, um zu verdeutlichen, dass Polizeistatistiken nur einen Ausschnitt der tatsächlichen Delinquenz abbilden, was Auswirkungen auf die Bewertung von Präventionserfolgen und die Interpretation statistischer Anstiege hat.
Das Legalitätsprinzip verpflichtet die Polizei zur Verfolgung jeder bekanntgewordenen Straftat, was im Gegensatz zum eher vertraulichen und erzieherischen Ansatz der Sozialarbeit steht und somit ein zentrales Hindernis für einen freien Informationsaustausch darstellt.
Die Evaluation zeigt, dass das Projekt von einer sehr großen Mehrheit der teilnehmenden Kinder und insbesondere deren Erziehungsberechtigten sehr positiv wahrgenommen und als hilfreich empfunden wird.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

