Diplomarbeit, 2004
97 Seiten, Note: 1,7
Vorwort
1. Einleitung
1.1. Zur Sprache und Begrifflichkeit
1.2. Persönlicher Zugang zum Thema
1.3. Zur Fragestellung
2. Die Depression in der Geschichte
3. Die Diagnose depressiver Störungen bei Jugendlichen
3.1. Die Diagnose im Wandel der Zeit
3.2. Definition und Klassifikation
3.3. Symptomatik
3.4. Verlauf
3.5. Epidemiologie
3.6. Komorbidität
4. Erklärungsmodelle der Depression
4.1. Biologie
4.2. Psychodynamik
4.2.1. Frühere psychodynamische Theorien der Depression ( Auswahl )
4.2.2. Zeitgenössische psychodynamische Theorien der Depression
4.3. Sozialpsychiatrie
4.3.1. Gesellschaftliche Aspekte
4.3.2. Geschlechtsspezifische Aspekte
4.4. Erklärungsmodelle der Depression im Jugendalter
4.4.1. Entwicklungspsychopathologie des Jugendalters
4.4.2. Sozialpsychiatrie des Jugendalters
4.4.3. Geschlechtsspezifische Aspekte im Jugendalter
5. Interventionsmöglichkeiten bei Depressionen
5.1. Die Überwindung der Akedia
5.2. Psychotherapeutische Intervention bei Depressionen
5.2.1. Psychotherapeutische Grundhaltung gegenüber Menschen mit Depression
5.2.2. Verschiedene Methoden der Psychotherapie
5.2.2.1. Psychoanalyse
5.2.2.2. Logotherapie
5.2.2.3. Psychoanalytische Gruppentherapie
5.2.2.4. Familientherapie
5.2.2.5. Kognitive Verhaltenstherapie
5.2.2.6. Psychotherapeutische stationäre Jugendhilfe
5.3. Pharmakotherapie
5.4. Körperorientierte Ansätze
5.5. Kunsttherapie
5.6. Das Modell der Salutogenese nach Aaron Antonovsy
5.7. Theorien und Handlungsansätze der Sozialen Arbeit
5.7.1. Der systemisch-prozessuale Ansatz von Silvia Staub - Bernasconi
5.7.2. Der Empowerment - Ansatz
6. Ausblick
Die Arbeit untersucht das Phänomen der Depression bei Jugendlichen aus einem ressourcenorientierten Blickwinkel, mit dem Ziel, psychiatrische, gesundheitswissenschaftliche und sozialpädagogische Interventionsmöglichkeiten in einem ausgewogenen Verhältnis darzustellen und deren praktische Anwendung an einem Fallbeispiel zu veranschaulichen.
1.2. Persönlicher Zugang zum Thema
Während meines Studiums der Sozialen Arbeit und in vor allem in meinem Jahrespraktikum in einem heilpädagogisch – psychotherapeutischen Wohnheim für Jugendliche ist mir immer wieder aufgefallen, welch hohe Aufmerksamkeit den externalisierenden, also den nach außen verlagerten, bzw. unterkontrollierten psychischen Störungen zuteil wird.
Hyperaktivität, erhöhte Aggressivität oder Selbstverletzung stechen ins Auge und fordern uns heraus. Anders die internalisierenden, nach innen verlagerten oder „geheimen“ Krankheiten, zu denen die Depression zählt. Äußerlich scheint es in der Depression zu einem Stillstand zu kommen, die Betroffenen nehmen sich aus dem Leben zurück und fallen in eine Art „Winterstarre“. Ihr negatives Denken setzt eine gewaltige Abwärtsspirale in Gang, die in die tiefsten Abgründe der Seele hinunterführt.
Das Leben selbst ist unerreichbar geworden.
1. Einleitung: Skizziert ein Stimmungsbild der Depression, legt den persönlichen Zugang der Verfasserin dar und definiert die Zielsetzung sowie die begriffliche Grundlage der Arbeit.
2. Die Depression in der Geschichte: Zeigt auf, dass Depression ein historisches Phänomen ist und interpretiert frühe Zeugnisse von Melancholie und "Akedia" (Trägheit/Überdruss).
3. Die Diagnose depressiver Störungen bei Jugendlichen: Behandelt Definition, Klassifikation, Symptomatik, Verlauf, Epidemiologie und Komorbidität unter besonderer Berücksichtigung des Jugendalters.
4. Erklärungsmodelle der Depression: Analysiert biologische, psychodynamische und sozialpsychiatrische Erklärungsansätze für Depressionen allgemein und speziell für Jugendliche.
5. Interventionsmöglichkeiten bei Depressionen: Stellt verschiedene therapeutische und sozialpädagogische Ansätze vor, darunter Psychotherapie, Pharmakotherapie, Kunsttherapie, Salutogenese und den Empowerment-Ansatz.
6. Ausblick: Fasst die zentralen Erkenntnisse zusammen und betont die Notwendigkeit einer ressourcenorientierten Unterstützung depressiver Menschen in ihrem sozialen Kontext.
Depression, Jugendliche, Soziale Arbeit, Ressourcenorientierung, Salutogenese, Empowerment, Psychotherapie, Psychodynamik, Diagnostik, Jugendhilfe, stationäre Jugendhilfe, Akedia, Komorbidität, Selbstheilungspotential, Identitätsentwicklung.
Die Arbeit befasst sich mit ressourcenorientierten Handlungsansätzen der Sozialen Arbeit in der Begleitung depressiver Jugendlicher.
Die Themen umfassen psychiatrische Diagnostik, psychodynamische und biologische Erklärungsmodelle, therapeutische Methoden sowie die Bedeutung sozialer Unterstützungssysteme.
Ziel ist es, Interventionsmöglichkeiten aufzuzeigen, die über rein klinische Symptombekämpfung hinausgehen und das ressourcenorientierte Menschenbild der Sozialen Arbeit integrieren.
Es handelt sich um eine theoretische Auseinandersetzung mit Fachliteratur, ergänzt durch die Fallanalyse einer 14-jährigen Klientin aus einer stationären Jugendhilfeeinrichtung.
Im Hauptteil werden Diagnostik, Erklärungsmodelle, verschiedene psychotherapeutische Methoden (wie Psychoanalyse und Verhaltenstherapie) sowie Handlungsansätze der Sozialen Arbeit detailliert erläutert.
Die Arbeit zeichnet sich durch Begriffe wie Empowerment, Salutogenese, Ressourcenorientierung, Jugendhilfe und Identitätsfindung aus.
Rebekka dient als konkretes Beispiel, um die theoretischen Konzepte wie "Hilflosigkeit", "Identitätsfindung" und den Nutzen sozialpädagogischer Betreuung in der Praxis zu veranschaulichen.
Sie sieht Pharmakotherapie als eine wichtige Säule, betont jedoch, dass diese immer in einen Gesamtbehandlungsplan eingebettet sein sollte und die Psychotherapie ergänzen muss, statt sie zu ersetzen.
Es beschreibt das Selbstwertgefühl als ein Konto, das aus Sicherheiten und Urvertrauen gespeist wird; ein Mangel an emotionaler Zufuhr durch die Umwelt kann zu einem "Über-Ich-Konflikt" und letztlich zur Depression führen.
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