Diplomarbeit, 2004
158 Seiten, Note: 2.0
1 Einleitung
2 Gesellschaftliche und wirtschaftliche Rahmenbedingungen des Tourismus
2.1 Geschichtliche Zusammenhänge und politische Verhältnisse
2.2 Gesellschaftliche Aspekte
2.2.1 Bevölkerung Südafrikas als Voraussetzung für einen Kulturtourismus
2.2.2 Ausmaß der Kriminalität
2.3 Rolle des Tourismus im Rahmen der wirtschaftlichen Entwicklung
3 Reisemarkt Südafrika
3.1 Touristisches Angebot
3.1.1 Natürliches Angebot
3.1.2 Sehenswürdigkeiten und touristische Attraktionen
3.1.3 Touristische Infrastruktur
3.2 Touristische Nachfrage
3.2.1 Klassifizierung der Nachfrage
3.2.1.1 Quellländer
3.2.1.2 Reisearten und –formen
3.2.1.3 Reisemotive und Reisetypen
3.2.1.4 Reisedauer und Saisonalität
3.2.1.5 Ausgaben und Verteilung der Touristen auf die Provinzen
3.2.2 Entwicklung der Nachfrage
3.3 Indirekter Vertriebsweg touristischer Leistungen
3.3.1 Auswahl deutscher Outgoing-Reiseveranstalter und ihrer Angebote
3.3.2 Geschäftstätigkeit des Incoming-Reiseveranstalters "African Elephant Tours (Pty) Ltd."
4 Organisationsstruktur des Incoming-Tourismus in Südafrika
5 Auswirkungen des Tourismus
5.1 Ökonomische Auswirkungen
5.2 Ökologische Auswirkungen
5.3 Gesellschaftliche Auswirkungen
6 Tourismuspolitik auf nationaler Ebene
6.1 Ziele des Tourismus
6.2 Strategien und Maßnahmen
6.2.1 Strategie des "Verantwortungsbewussten Tourismus"
6.2.2 Personalentwicklung im Tourismus
6.3 Ausgewählte Marketing-Aktivitäten der nationalen Tourismusorganisation
6.3.1 Binnenmarketing
6.3.2 Tourismuswachstumsstrategie
6.3.3 Maßnahmen in der Distributionspolitik
7 Zusammenfassende Einschätzung der Zukunftsaussichten
Die Arbeit analysiert den Incoming-Tourismus in Südafrika, um zu untersuchen, ob die quantitativen und qualitativen Voraussetzungen für eine positive Entwicklung gegeben sind, die das Land als führende globale Destination etablieren können.
2.2.2 Ausmaß der Kriminalität
Neben der politischen Stabilität eines Reiselandes ist die Gewährleistung von Sicherheit für die Besucher eine weitere wichtige Voraussetzung für den Tourismus in einer Destination. Deshalb soll an dieser Stelle das Ausmaß der Kriminalität in Südafrika als wichtiger Einflussfaktor auf die Tourismusentwicklung untersucht werden.
Um die Relevanz dieses Themas in Verbindung mit dem Reiseziel Südafrika hervorzuheben, zitiere ich hiermit eine Sicherheitsaufforderung an Touristen im Südafrika-Reiseführer: "Generell gilt absolute Vorsicht. Vor allem in Großstädten, insbesondere in Johannesburg, sollten Touristen bestimmte Sicherheitsvorkehrungen unbedingt einhalten. Bargelds, Schecks und Wertsachen sind im Hotelsafe aufzubewahren. Im Dunkeln nicht zu Fuß gehen (für die Innenstadt von Johannesburg gilt dies auch tagsüber). Bei Autofahrten alle Gegenstände im Kofferraum verstauen, Fenster schließen, Türen verriegeln. Mit Einbruch der Dämmerung sollte man an roten Ampeln nicht mehr unbedingt halten.“ Eine andere Quelle offenbart folgendes: “21 000 (twenty one thousand) people were murdered in South Africa last year. According to Rape Crisis, a woman is raped every 23 seconds in South Africa.” Eine weitere Quelle verrät, dass Südafrika 2000 die meisten bewaffneten Morde weltweit aufwies, sowie auf Rang zwei bei der Anzahl von Vergewaltigungen stand, auf Rang vier bei der Anzahl von Einbrüchen und auf Platz fünf bei kriminellen Taten insgesamt. Dies zeigt, dass Südafrika durchaus eine hohe Kriminalität im Vergleich zu anderen Ländern vorzuweisen hat, was sich negativ auf die Tourismusnachfrage auswirkt, wenn diese Tatsachen den potentiellen Reisenden näher gebracht wird.
1 Einleitung: Definition der Begriffe Tourismus und Incoming-Tourismus sowie Erläuterung der Relevanz des Tourismus für die südafrikanische Wirtschaft.
2 Gesellschaftliche und wirtschaftliche Rahmenbedingungen des Tourismus: Untersuchung des historischen Hintergrunds, der politischen Stabilität, der demografischen Vielfalt und des Einflusses der Kriminalität auf den Tourismus.
3 Reisemarkt Südafrika: Detaillierte Analyse des touristischen Angebots, der Nachfrage sowie der indirekten Vertriebswege.
4 Organisationsstruktur des Incoming-Tourismus in Südafrika: Überblick über die involvierten staatlichen und privaten Akteure in der Tourismussteuerung.
5 Auswirkungen des Tourismus: Bewertung der ökonomischen, ökologischen und gesellschaftlichen Effekte des Tourismus auf die Destination Südafrika.
6 Tourismuspolitik auf nationaler Ebene: Erläuterung der politischen Ziele, der Strategie des verantwortungsbewussten Tourismus sowie spezifischer Marketingaktivitäten der Tourismusorganisation.
7 Zusammenfassende Einschätzung der Zukunftsaussichten: Abschließende Bewertung des Potenzials Südafrikas als globale Tourismusdestination unter Berücksichtigung der analysierten Faktoren.
Südafrika, Incoming-Tourismus, Tourismusmarketing, Destinationsmanagement, Apartheid, Kriminalität, Tourismuspolitik, Nachfragesegmentierung, Saisonalität, Infrastruktur, Ökotourismus, Wirtschaftsentwicklung, South African Tourism, Reiseveranstalter, MICE-Tourismus
Die Diplomarbeit befasst sich mit einer umfassenden Analyse des Incoming-Tourismus in Südafrika anhand ausgewählter wirtschaftlicher, politischer und gesellschaftlicher Aspekte.
Die Arbeit beleuchtet den historischen Rahmen, die aktuelle touristische Infrastruktur, die Struktur der Nachfrage sowie die verschiedenen ökonomischen, ökologischen und sozialen Auswirkungen des Tourismussektors.
Ziel ist es zu klären, ob die Voraussetzungen für eine nachhaltige positive Entwicklung des Tourismus in Südafrika gegeben sind, um das Land zukünftig als eine der führenden Tourismusdestinationen weltweit zu positionieren.
Es handelt sich um eine deskriptive und analytische Arbeit, die auf einer fundierten Literaturrecherche, der Auswertung touristischer Statistiken und der Analyse aktueller Strategiepapiere sowie Branchenberichte basiert.
Der Hauptteil gliedert sich in die Bereiche Rahmenbedingungen, detaillierte Marktanalyse (Angebot und Nachfrage), Organisationsstruktur, Auswirkungen des Tourismus sowie die nationale Tourismuspolitik.
Wichtige Begriffe sind Incoming-Tourismus, Südafrika, Tourismusmarketing, Strategie des verantwortungsbewussten Tourismus, Nachfragesegmentierung und wirtschaftliche Auswirkungen.
Die hohe Kriminalitätsrate wird als signifikantes Hemmnis für die Nachfrage identifiziert. Die Arbeit zeigt jedoch auf, dass Übergriffe meist abseits touristischer Hauptrouten stattfinden und die Regierung durch Sicherheitsinitiativen gegensteuert.
Die Agentur fokussiert sich auf kundenorientierte, individuelle Rundreisen und Bündelung von touristischen Leistungen, wodurch sie maßgeblich dazu beiträgt, Erträge innerhalb der Destination Südafrika zu halten.
Events wie der UN-Weltgipfel, die Kricketweltmeisterschaft und die Fußballweltmeisterschaft dienen als wichtige Instrumente zur Imageverbesserung und zur Stärkung der Positionierung des Landes im internationalen MICE-Tourismus.
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