Masterarbeit, 2018
57 Seiten, Note: 1,7
1 Einleitung
2 Theorie
2.1 Forschungsstand und Begriffsdefinitionen
2.1.1 Religiosität
2.1.2 Gesundheitsbegriff und protektive Faktoren
2.1.3 Religiosität als Ressource oder Risikofaktor
2.2 Hypothesen und weitere Fragestellungen
2.2.1 Religiosität als Ressource der Lebenszufriedenheit
2.2.2 Soziale Unterstützung als Ressource für Lebenszufriedenheit und Religiosität
3 Methode
3.1 Stichprobe und Design
3.2 Stichprobenbeschreibung
3.3 Messinstrumente
4 Ergebnisse
4.1 Zum Zusammenhang zwischen Religiosität und Lebenszufriedenheit
4.2 Zum Zusammenhang zwischen Religiosität und sozialer Unterstützung
5 Diskussion
5.1 Zusammenfassung und Diskussion der Ergebnisse
5.2 Limitationen und Ausblicke
Die vorliegende Arbeit untersucht bei psychoseerfahrenen Patienten, inwieweit Religiosität als protektive Ressource oder als Risikofaktor für die psychische Gesundheit fungiert. Dabei steht insbesondere die Frage im Mittelpunkt, ob und wie Religiosität mit der Lebenszufriedenheit und der sozialen Unterstützung der betroffenen Individuen korreliert.
Religiosität als Ressource oder Risikofaktor
An dieser Stelle sollen zunächst Evidenzen dafür genannt werden, ob Religiosität überhaupt einen protektiven, präventiven oder stabilisierenden Beitrag zum Erhalt psychischer Gesundheit liefert und eine Idee darüber gewonnen werden, unter welchen Bedingungen und in welchem Ausmaß dies vonstattengeht.
Eine Vielzahl an Beobachtungen legen eine solche positive Wirkung von Religiosität nahe. So ergeben sich bei nichtklinischen Stichproben, die aus innerer Überzeugung (intrinsisch-motiviert) ihre Religiosität in der Gemeinschaft eines Gottesdienstes oder ganz privat praktizieren, moderate bis schwache statistische Zusammenhänge mit wichtigen Indikatoren psychischer Gesundheit, die auch kausal gedeutet werden können. Dies habe uneingeschränkte Geltung für sämtliche Mitglieder aller Religionsgemeinschaften, sofern sie an die Stelle eines akzeptierenden und stützenden Gottes nicht einen angstinduzierenden, moralischen Perfektionismus oder negative Gottesvorstellungen setzten (Grom, 2012).
Dieses bedrohliche, strafende Gottesbild bezeichnet Moser (1976) als Gottesvergiftung. Hark (1994) fasst all jene psychischen Störungen, die durch solche angstinduzierenden Gottesvorstellungen oder durch neurotisch gestörte Glaubensvorbilder erzeugt werden, unter dem Begriff der ekklesiogenen Neurose zusammen (S. 152).
1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die ambivalente Rolle von Religiosität bei psychischen Erkrankungen und definiert die Forschungsfrage bezüglich Religiosität als Ressource oder Risikofaktor.
2 Theorie: Dieses Kapitel führt in den theoretischen Hintergrund ein, differenziert zentrale Begriffe und leitet aus bestehenden Studien die Hypothesen für die Untersuchung ab.
3 Methode: Der Methodenteil beschreibt das internationale Studiendesign, die Charakteristika der Patientenstichprobe sowie die eingesetzten Messinstrumente zur Erfassung der relevanten Variablen.
4 Ergebnisse: Die Ergebnisse präsentieren die statistische Auswertung der Korrelationen zwischen Religiosität, Lebenszufriedenheit und sozialer Unterstützung in der untersuchten Stichprobe.
5 Diskussion: Die Diskussion fasst die Befunde zusammen, reflektiert diese kritisch vor dem theoretischen Hintergrund und benennt Limitationen sowie Ausblicke für die Forschung.
Religiosität, Psychose, Lebenszufriedenheit, Soziale Unterstützung, Salutogenese, Intrinsische Religiosität, Extrinsische Religiosität, Psychische Gesundheit, Religiositätsindikatoren, Lebensbewältigung, DUREL, F-SozU, WHOQoL-BREF, Schutzfaktoren, Risikofaktoren.
Die Arbeit untersucht, ob religiöse Überzeugungen und religiöse Aktivitäten für Menschen mit Psychose-Erfahrungen eine hilfreiche Ressource oder einen potenziellen Risikofaktor für ihre psychische Gesundheit darstellen.
Die zentralen Themen sind das Verhältnis von Religiosität zu Lebenszufriedenheit, der Einfluss sozialer Unterstützung als mediatorische Variable sowie die Abgrenzung verschiedener Dimensionen religiöser Praxis.
Das primäre Ziel ist es, Zusammenhänge zwischen Religiosität und Lebenszufriedenheit sowie sozialer Unterstützung bei psychoseerfahrenen Patienten im stabilen Zustand empirisch zu prüfen.
Es handelt sich um eine quantitative, empirische Studie, die auf bivariaten Korrelationsanalysen (Kendall’s tau b) mit standardisierten Fragebögen in einem internationalen Sample basiert.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung, eine detaillierte Beschreibung der Stichprobe und der Testverfahren sowie die anschließende statistische Ergebnisauswertung und deren Diskussion.
Wichtige Begriffe sind Religiosität, Psychose, Lebenszufriedenheit, Soziale Unterstützung, intrinsische vs. extrinsische Motivation und salutogenetische Schutzfaktoren.
Die Stichprobe umfasst Patienten aus Berlin und Mzuzu (Malawi), was zu einer interkulturellen Perspektive führt, da Religiosität in den jeweiligen Kulturräumen unterschiedlich normativ besetzt ist.
Das Verfahren wurde gewählt, da es bei sehr kleinen Stichprobengrößen und nicht normalverteilten Daten ein robustes Maß für die Bestimmung von Rangkorrelationen darstellt.
Der Autor verweist auf Moser und Hark, um zu verdeutlichen, dass negative, strafende Gottesbilder als Risikofaktor wirken können, der im Gegensatz zu einer protektiven, stützenden Religiosität die psychische Gesundheit beeinträchtigt.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

