Bachelorarbeit, 2016
58 Seiten, Note: 2,0
1 Einleitung
2 Finanzierung des Gesundheitswesens
2.1 Beteiligte Akteure
2.1.1 Ausgaben nach Ausgabenträgern
2.1.2 Ausgaben nach Leistungsarten
2.1.3 Ausgaben nach Einrichtungen
2.2 Gesundheitswirtschaft
2.2.1 Beteiligte an der Gesundheitswirtschaft
2.2.2 Gesundheit als Wirtschaftsfaktor
2.3 Spezifika des Gesundheitswesens in Deutschland
2.3.1 Solidarsystem
2.3.2 Versicherungssystem
2.4 Finanzierung
2.4.1 Leistungsbezogene Abrechnung
2.4.2 Fallbezogene Abrechnung
2.4.3 Selbstzahlende Medizin
2.4.4 Finanzierung durch Länder
2.4.5 Wettbewerb vs. Solidarprinzip
3 Versorgungsmanagement
3.1 Qualitätsmanagement in der Versorgung
3.1.1 Medizinische und pflegerische Versorgung
3.1.2 Zertifizierung von Einrichtungen
3.1.3 Standardisierung durch ärztliche Qualitätssicherung
3.2 Spezielle Versorgungssysteme
3.2.1 Managed Care
3.2.2 Integrierte Versorgung
3.2.3 Disease Management
3.2.4 Case Management
3.2.5 Hausarztsysteme
3.3 Abrechnungssysteme
3.3.1 Fallpauschale
3.3.2 Kopfpauschale
4 Analyse internationaler Versorgungssysteme
4.1 Managed-Care-Instrumente
4.1.1 Schweiz
4.1.2 Niederlande
4.1.3 USA
4.1.4 Deutschland
5 Erfolgsfaktoren und Handlungsempfehlungen
Die Arbeit untersucht, inwieweit effizienteres Handeln in der Gesundheitswirtschaft die Qualität der medizinischen Versorgung verbessern kann, wobei insbesondere Ansätze wie Managed Care und integrierte Versorgungssysteme analysiert werden, um Kostensteigerungen im deutschen Gesundheitssystem ohne Qualitätsverlust zu begegnen.
3.2.1 Managed Care
Aufgrund der verschiedenen Gestaltungsmöglichkeiten ist es schwer, eine vollumfängliche Definition des Begriffes „Managed Care“ auszuarbeiten. MC ist kein definiertes Versorgungskonzept, sondern ein Sammelbegriff für sämtliche Instrumente zur Steuerung und zum Management in der Gesundheitsversorgung.
Vier Elemente sind besonders charakteristisch für MC-Modelle:
- Verstärkte Orientierung an individuellen Risiken
- Limitierung des Zugangs zu Gesundheitsleistungen
- Finanzielle Anreize bei der Inanspruchnahme von Gesundheitsleistungen
- Aufhebung der sektoralen Trennung (vgl. Klas 2000, 103)
MC-Ansätze fokussieren sich auf die Begrifflichkeiten „Effizienz“ und „Qualität“. Unnötige Kosten sollen bei mindestens gleichbleibender Qualität vermieden werden. Zur Erreichung dieses Ziels stehen verschiedene Instrumente zur Verfügung.
Der Selektivvertrag wird allgemein als das entscheidendste Merkmal für die Definition von MC herangezogen. Leistungsfinanzierer haben die Möglichkeit, eigenständig Versorgungsverträge mit Leistungserbringern abzuschließen. Es werden nur Leistungen derjenigen Anbieter vergütet, mit denen ein Leistungsfinanzierer einen Versorgungsvertrag geschlossen hat (vgl. Amelung 2011, 153). Selektives Kontrahieren kann sowohl im stationären als auch im ambulanten Sektor angewendet werden (vgl. Van der Beek/Van der Beek 2011, 117). Die konkrete Gestaltung der Vertragsinhalte ist – bis auf lose Rahmenbedingungen – den Vertragspartnern überlassen (vgl. Cortekar 2006, 45). Die Verhandlungsmacht einer MCO hängt dabei entscheidend von der Versorgungsstruktur ab.
1 Einleitung: Die Einleitung umreißt die Herausforderungen des deutschen Gesundheitssystems, wie demografischen Wandel und Kostenprobleme, und führt in das Potenzial von Managed Care-Instrumenten zur Effizienzsteigerung ein.
2 Finanzierung des Gesundheitswesens: Dieses Kapitel erläutert die Akteure, Ausgabenstrukturen und die spezifischen Finanzierungsprinzipien in Deutschland sowie die Herausforderungen des dualen Systems aus GKV und PKV.
3 Versorgungsmanagement: Hier werden zentrale Instrumente wie Qualitätsmanagement, integrierte Versorgungssysteme, Disease Management und verschiedene Abrechnungsformen analysiert, um Versorgungsstrukturen effizienter zu gestalten.
4 Analyse internationaler Versorgungssysteme: Dieses Kapitel vergleicht die Gesundheitssysteme der Schweiz, der Niederlande und der USA hinsichtlich ihrer Managed-Care-Instrumente und leitet Lehren für die deutsche Versorgungslandschaft ab.
5 Erfolgsfaktoren und Handlungsempfehlungen: Abschließend werden die Erkenntnisse zusammengefasst, Problemfelder bei der Umsetzung in Deutschland identifiziert und konkrete Empfehlungen für eine qualitätsorientierte und effiziente Gesundheitsversorgung formuliert.
Gesundheitswirtschaft, Managed Care, Integrierte Versorgung, Finanzierung, Kostendämpfung, Effizienz, Versorgungsmanagement, Disease Management, Fallpauschalen, Kopfpauschalen, Qualitätssicherung, Selektivverträge, Gesundheitssystem, Gesundheitsreform, Patientenorientierung.
Die Arbeit analysiert, wie durch neue Versorgungsstrukturen und Anreizmechanismen Effizienz und Qualität im deutschen Gesundheitswesen gesteigert werden können, um steigenden Kosten entgegenzuwirken.
Die Arbeit konzentriert sich auf die Finanzierung des Gesundheitswesens, verschiedene Instrumente des Versorgungsmanagements wie Managed Care, integrierte Versorgung sowie einen internationalen Vergleich dieser Modelle.
Das Ziel ist zu klären, inwieweit effizienteres Handeln in der Gesundheitswirtschaft, beispielsweise durch Anlehnung an internationale Konzepte wie Managed Care, die Qualität der medizinischen Versorgung in Deutschland verbessern kann.
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse und der Auswertung bestehender Forschungsdaten zu internationalen Gesundheitssystemen, um daraus Empfehlungen für das deutsche System abzuleiten.
Der Hauptteil behandelt detailliert die Finanzierungs- und Akteursstruktur, das Versorgungsmanagement mit seinen Qualitäts- und Abrechnungsmodellen sowie eine detaillierte Analyse internationaler Praxisbeispiele aus der Schweiz, den Niederlanden und den USA.
Zentrale Begriffe sind Gesundheitswirtschaft, Managed Care, Integrierte Versorgung, Effizienz, Qualitätssicherung, Fallpauschalen und Kostendämpfung.
Das DRG-System wird kritisch als lernendes Preissystem beleuchtet, das zwar zu Prozessoptimierungen zwingt, jedoch auch Anreize für Fehlsteuerungen wie Risikoselektion oder Upcoding schaffen kann.
Das Projekt integriert verschiedene Leistungssektoren durch eine spezialisierte Managementgesellschaft, um durch Case Management und eine bessere sektorenübergreifende Koordination die Versorgungsqualität zu erhöhen und stationäre Aufenthalte zu reduzieren.
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