Examensarbeit, 2013
101 Seiten, Note: 1,3
1 Einordnung des Themas
2 Fachwissenschaftliche Darlegung
2.1 Ökologie und Kleidung
2.1.1 Entscheidungskriterien beim Kleidungskauf
2.1.2 Grüne Mode – Wie sieht sie aus?
2.1.2.1 Drei Phasen der Öko-Bewegung
2.1.2.2 Grüne Mode heute
2.1.2.2.1 Inka Koffke – Die Jil Sander der Grünen Mode
2.1.2.2.2 Armedangels – wie Moral zu Mode passt
2.1.2.2.3 Slowmo – abwechslungsreiche und zeitlose Modehäuser
2.1.3 Der Markt der Grünen Mode
2.1.4 Grüne Mode und Stars
2.2 Textile Ökolabels
2.2.1 Was prüfen textile Ökolabels?
2.2.1.1 Moderne Sklavenarbeit
2.2.1.2 Gifte auf dem Acker
2.2.1.3 Wasser-Schluckspecht Baumwolle
2.2.1.4 Chemikalien außer Kontrolle
2.2.1.4.1 Emissionen
2.2.1.4.2 Ausrüstungsverfahren
2.2.1.4.3 Farbstoffe
2.2.1.5 Textile Abfälle
2.2.1.6 Klimakiller Kleidung
2.2.2 Welchen Labels kann man trauen?
2.2.2.1 Öko-Tex-Standard 100
2.2.2.2 GOTS
2.2.2.3 Europäisches Umweltzeichen
2.2.2.4 TOXPROOF
2.2.2.5 Green Cotton
2.2.2.6 Fairtrade Cotton
2.2.2.7 Bluesign
2.2.2.8 Hautsache körperverträglichkeit “Medizinisch getestet und schadstoffgeprüft“
2.2.2.9 Organic Exchange (OE)
2.2.2.10 Naturtextil Best
2.2.3 Der Vergleich
3 Fazit
4 Reflexion zur Unterrichtseinheit „Bekleidungsökologie“
4.1 Einordnung der Unterrichtsinhalte in den Rahmenlehrplan
4.2 Didaktische Analyse
4.2.1 Gegenwartsbedeutung
4.2.2 Zukunftsbedeutung
4.2.3 Struktur des Inhaltes
4.2.4 Exemplarische Bedeutung
4.2.5 Zugänglichkeit
Die vorliegende Arbeit untersucht die ökologischen und sozialen Auswirkungen der Textilproduktion und entwickelt darauf aufbauend Konzepte für den Schulunterricht, um ein Bewusstsein für nachhaltigen Konsum bei Schülern der Sekundarstufe I zu schaffen.
2.2.1.1 Moderne Sklavenarbeit
Das Elend beginnt schon auf dem Acker. 450 000 Kinder müssen jährlich auf Usbekistans Feldern arbeiten und Baumwolle ernten. Diese Arbeit wird von den Kindern keines Falls freiwillig verrichtet, sondern sie werden von dem autoritären Regime ihres Staates gezwungen. Sogar die Schulen werden für dieses Zweck geschlossen. Die Kinderarbeit fängt meist im Alter von sieben Jahren an, wenn die Kleinen das erste Mal für bis zu drei Monate als Erntehelfer missbraucht werden. Je nach Alter wird von einem Kind pro Tag zehn bis fünfzig Kilo Baumwolle geerntet. Die Bezahlung für die harte Arbeit ist in keinster Weise gerechtfertigt: etwa drei Cent werden pro Kilogramm bezahlt, andere bekommen gar nichts für ihre Arbeit. Wenn die angestrebten Zahlen nicht von den Kindern erreicht werden, werden sie bestraft oder es werden ihnen mit Schulverweisen gedroht. Die jungen Erntehelfer müssen häufig auch schon vor Beginn des neuen Schuljahres auf den Feldern mithelfen, um z.B. die Baumwolle mit Pestiziden zu behandeln oder um Unkraut zu jäten.
„ Anfang 2008 berichtete die britische Environmental Justice Foundation (EJF) über die staatlich verordnete Kinderarbeit. Usbekistan ist der zweitgrößte Exporteur von Baumwolle weltweit; der Verkauf des Rohstoffes sorgt für etwa 20 Prozent der Deviseneinnahmen des Landes. Präsident Karimov behauptet, die Kinder würden aus Patriotismus ackern. Bisher weigert er sich, die Kinderrechtskonvention der ILO, der Internationalen Arbeitsorganisation der UN, zu unterschreiben. Europa ist einer der größten Abnehmer usbekischer Baumwolle.“
1 Einordnung des Themas: Beschreibt die historische Entwicklung von Kleidung vom Schutzbedürfnis zum Statussymbol und Konsumgut sowie die zunehmende Problematik der Textilproduktion.
2 Fachwissenschaftliche Darlegung: Analysiert tiefgehend ökologische Aspekte wie Pestizide, Wasserverbrauch und Kinderarbeit in der textilen Kette sowie die Glaubwürdigkeit verschiedener Ökolabels.
3 Fazit: Reflektiert die gewonnenen Erkenntnisse und fordert eine stärkere gesetzliche Regulierung von Textilkennzeichnungen, um Verbrauchern Orientierung zu bieten.
4 Reflexion zur Unterrichtseinheit „Bekleidungsökologie“: Erläutert die didaktische Planung und methodische Umsetzung des Themas im Unterricht der Sekundarstufe I.
Textilökologie, Bekleidungsphysiologie, Kinderarbeit, Baumwolle, Pestizide, Nachhaltigkeit, Ökolabels, Konsumverhalten, textile Kette, GOTS, Öko-Tex, Fairtrade, didaktische Analyse, Unterrichtseinheit, Umweltverschmutzung
Die Arbeit behandelt die ökologischen und sozialen Missstände entlang der globalen Textilproduktionskette und die Herausforderung für Verbraucher, nachhaltige von konventionellen Textilien durch Etiketten zu unterscheiden.
Die Schwerpunkte liegen auf der Textilökologie, den Arbeitsbedingungen (insbesondere Kinderarbeit), der Chemiebelastung in der Produktion, dem Wasserverbrauch sowie der Analyse und Bewertung bestehender Ökolabels.
Ziel ist es, die Problematik der heutigen "Wegwerfgesellschaft" in Bezug auf Kleidung aufzuzeigen und ein didaktisches Konzept zu entwickeln, um Schülern der Sekundarstufe I ein kritisches Bewusstsein für ihren Konsum zu vermitteln.
Die Autorin nutzt eine fachwissenschaftliche Literaturanalyse zur Aufarbeitung der komplexen Produktionsprozesse und führt eine vergleichende Analyse gängiger Ökolabels durch, ergänzt durch eine didaktische Klafki-Analyse für die Unterrichtsplanung.
Im Hauptteil werden detailliert die negativen Auswirkungen der Baumwollproduktion, die chemische Veredelung, die Rolle von Kinderarbeit sowie die Kriterien und die Glaubwürdigkeit verschiedener Gütesiegel wie GOTS, Öko-Tex und Fairtrade diskutiert.
Wichtige Begriffe sind Textilökologie, nachhaltiger Konsum, textile Kette, Kinderarbeit, Umweltgifte, Ökolabels und Konsumerziehung.
Die Autorin stellt fest, dass viele Labels wie "Öko-Tex 100" nur das Endprodukt prüfen, während nur Siegel wie "GOTS" und "Naturtextil Best" die gesamte Produktionskette inklusive sozialer Standards abdecken und somit als besonders empfehlenswert gelten.
Die Arbeit schließt mit einer didaktischen Reflexion ab, die konkrete Lernziele und Unterrichtsverläufe für die Sekundarstufe I präsentiert, inklusive praktischer Materialien wie einem "Etiketten-Check-Bogen" und Rollenspielen.
Die Autorin fordert eine gesetzliche Vereinheitlichung der Öko-Label in der Bekleidungsindustrie, ähnlich wie sie bereits in der Nahrungsmittelindustrie besteht, um den verwirrenden "Etikettendschungel" zu beenden.
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