Bachelorarbeit, 2018
65 Seiten, Note: 1,0
1 EINLEITUNG
2 SOZIALE PFLEGEVERSICHERUNG IN DEUTSCHLAND
2.1 GRUNDPRINZIPIEN DER SOZIALEN SICHERUNG IN DEUTSCHLAND
2.2 TRÄGER DER SOZIALEN PFLEGEVERSICHERUNG
2.3 FINANZIERUNG DER SOZIALEN PFLEGEVERSICHERUNG
2.4 LEISTUNGEN DER PFLEGEVERSICHERUNG
3 PFLEGESTÄRKUNGSGESETZE
3.1 CHRONOLOGISCHER ABRISS VERGANGENER REFORMEN
3.2 PSG I
3.3 PSG II
3.4 PSG III
3.5 NEUE BEGUTACHTUNGS-VERFAHREN DES MDK
3.6 ÜBERLEITUNGSREGELUNGEN
3.7 BESITZSTANDSSCHUTZ
4 QUANTITATIVE ANALYSE
4.1 ZAHLENMÄßIGE ENTWICKLUNG DER PFLEGEBEDÜRFTIGEN DURCH ÜBERLEITUNG
4.2 AUSGABENENTWICKLUNG DURCH ÜBERLEITUNG
4.3 ZAHLENMÄßIGE ENTWICKLUNG DER PFLEGEBEDÜRFTIGEN DURCH DAS NBA
4.4 AUSGABENENTWICKLUNG DURCH DAS NBA
5 FAZIT
Die Arbeit untersucht die finanziellen Auswirkungen der Pflegestärkungsgesetze (PSG) auf die Pflegekassen, insbesondere unter Berücksichtigung der Neudefinition des Pflegebedürftigkeitsbegriffs und der damit verbundenen Zunahme anspruchsberechtigter Personen. Die Forschungsfrage fokussiert sich darauf, inwieweit die Leistungsausweitungen und die Umstellung auf das neue Begutachtungsassessment zu einer finanziellen Mehrbelastung führen.
3.5 neue Begutachtungs-Verfahren des MDK
Das NBA ist in einem untrennbar fachlichen Zusammenhang mit dem neu definierten Pflegebedürftigkeitsbegriff verknüpft. Denn der im §14 II SGB XI definierte Begriff findet seine konkrete Ausgestaltung im §15 II SGB XI, welcher für den Zweck der Begutachtung im Rahmen der Pflegeversicherung angewandt wird.
Im Gegensatz zum vorherigen starren, verrichtungsorientierten und auf Minutenwerte orientierten Pflegebedürftigkeitsbegriff und Begutachtungsassessment handelt es sich bei dem jetzigen um ein dynamisches und lernendes System. Dabei ist jedoch zu beachten, dass wesentliche Merkmale, die für den Leistungszugang relevant sind, im jeweiligen Gesetz und den Anlagen 1 und 2 festgelegt sind, um Rechtssicherheit zu gewährleisten. Merkmale, welche für den oben angesprochenen Leistungszugang von Relevanz sind, sind beispielsweise ein Katalog von festgelegten Kriterien und Bereichen für das Vorliegen einer Pflegebedürftigkeit, sowie die bereichsindividuelle Gewichtung. Ferner wird auch die Festlegung der Einzelpunkte, Summe der Punkte und gewichteten Punkte für jedes Modul gesetzlich normiert.
Grundsätzliche Änderungen gegenüber dem vorherigen System werden im Folgenden aufgezählt:
Sichtweise: Wie im Verlauf der Arbeit beschrieben, wurde während der früheren defizit- und verrichtungsorientierten Perspektive auf eine andere Sichtweise umgeschwenkt. Fortan steht die Selbstständigkeit bei der Durchführung von Aktivitäten oder der Gestaltung von Lebensbereichen als Maßstab im Fokus der Begutachtung.
Differenzierungsgrad: Es erfolgt eine differenzierte Betrachtung des Grades der Selbständigkeit, statt alleine den Zeitaufwand als Bemessungsgrundlage zu verwenden.
Pflegefachliche Fundierung: Das NBA bezieht aktuelle pflegewissenschaftliche Erkenntnisse mit in die Gestaltung ein.
Umfang der zu erfassenden Aktivitäten und Fähigkeiten: Erstmals fanden auch kognitive, kommunikative, soziale und psychische Aspekte Einzug in den Begutachtungsprozess, anstatt weiterhin den Fokus lediglich auf den Verrichtungen zu belassen.
Einstiegsschwelle: Von besonderer Relevanz im Hinblick auf die Fragestellung der Arbeit ist auch der Umstand, dass man Leistungen der SPV in Anspruch nehmen kann, sobald der Grad der Pflegebedürftigkeit mindestens dem des PG 1 entspricht.
1 EINLEITUNG: Diese Einleitung führt in die dreistufige Pflegeversicherungsreform ein und stellt die Forschungsfrage nach den finanziellen Folgen für die Pflegekassen.
2 SOZIALE PFLEGEVERSICHERUNG IN DEUTSCHLAND: In diesem Kapitel werden die theoretischen Grundlagen, Prinzipien und die Finanzierungsstruktur der sozialen Pflegeversicherung dargelegt.
3 PFLEGESTÄRKUNGSGESETZE: Hier erfolgt ein detaillierter Überblick über die gesetzlichen Reformschritte der Pflegestärkungsgesetze sowie die Überleitungsregelungen.
4 QUANTITATIVE ANALYSE: Dieses Kapitel wertet statistische Daten aus, um die Auswirkungen der Reformen auf die Anzahl der Pflegebedürftigen und die Ausgabenentwicklung zu quantifizieren.
5 FAZIT: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und bewertet die Auswirkungen der Reformen auf die soziale Pflegeversicherung sowie die finanzielle Belastung der Pflegekassen.
Pflegeversicherung, Pflegestärkungsgesetz, Pflegebedürftigkeitsbegriff, Begutachtungsassessment, Pflegekasse, Finanzierung, Umlageverfahren, Überleitung, Leistungsanspruch, Pflegestufe, Pflegegrad, Sozialversicherung, Demenz, Pflege, Sozialstaatsprinzip.
Die Bachelor-Thesis untersucht die finanziellen Folgen, die für die Pflegekassen als Träger der sozialen Pflegeversicherung durch die Einführung der Pflegestärkungsgesetze und die damit verbundene Neudefinition der Pflegebedürftigkeit entstehen.
Die zentralen Themenfelder umfassen die gesetzlichen Grundlagen der Pflegeversicherung, die Details der Pflegestärkungsgesetze (PSG I-III), das neue Begutachtungsassessment sowie eine quantitative Analyse der Auswirkungen auf Kosten und Leistungsansprüche.
Das Ziel ist zu klären, inwieweit die Reformen und die Ausweitung des Kreises der Anspruchsberechtigten zu einer dauerhaften finanziellen Mehrbelastung der Pflegekassen führen.
Die Arbeit kombiniert ein Literaturreview zur Erarbeitung der theoretischen Grundlagen mit einer quantitativen Analyse aktueller und historischer Datensätze des GKV-Spitzenverbandes.
Der Hauptteil beschreibt die Systematik der Pflegeversicherung, die verschiedenen Pflegestärkungsgesetze, das neue Begutachtungsverfahren sowie die numerische Auswertung der Überleitungseffekte.
Kernbegriffe sind soziale Pflegeversicherung, Pflegestärkungsgesetz, Pflegebedürftigkeitsbegriff, NBA (Neues Begutachtungsassessment) und finanzielle Auswirkungen.
Das neue System ersetzt die rein verrichtungsorientierte Betrachtung mit Fokus auf Minutenwerten durch eine ressourcenorientierte Sichtweise, die kognitive, soziale und psychische Aspekte stärker einbezieht.
Der Besitzstandsschutz sorgt dafür, dass Versicherte, deren aufsummierte Leistungen durch die Reform unter das bisherige Niveau fallen würden, einen Ausgleich erhalten, um ihren bisherigen Leistungsstandard zu sichern.
Ja, der Finanzausgleich ermöglicht es, defizitäre Ergebnisse einzelner Kassen durch Überschüsse anderer zu stützen, wodurch die finanziellen Folgen auf Ebene der einzelnen Körperschaften abgefedert werden.
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