Bachelorarbeit, 2018
36 Seiten, Note: 3,0
I. Einleitung
II. Glück bei Aristoteles
1. Glück als höchstes menschliches Gut
2. Tugenden
2.1. Die aristotelische Mesotes- Lehre
2.2. Lust und Unlust
3. Der Wert der Freundschaft
III. Glück bei Epikur
1. Anleitung zu einem gelungenen Leben
2. Die Bedeutung der Empfindungen
2.1. Menschliche Begierden
2.2. Die Lust als höchstes Gut
2.3. Die Bedeutung von Schmerz und Tod
3. Der Wert der Freundschaft
IV. Glück im aktuellen Kontext – am Beispiel von Wilhelm Schmid
1. Ist antike Glücksphilosophie heute noch aktuell?
2. Philosophie in der Praxis
3. Ein Entwurf der Lebenskunst
3.1. Was bedeutet Glück?
3.2. Der richtige Umgang mit Leid
3.3. Die Bedeutung von Freundschaft
4. Melancholie – Der notwendige Gegenpol zum Glück
V. Schluss
Die Arbeit untersucht das Verständnis von Glück und einem gelungenen Leben bei den antiken Philosophen Aristoteles und Epikur und setzt diese in Bezug zur modernen Philosophie von Wilhelm Schmid, um die anhaltende Relevanz antiker Glückskonzepte für die heutige Lebensgestaltung zu prüfen.
2.1. Die aristotelische Mesotes- Lehre
Für die Definition und die Darlegung der Tugend ist die sogenannte Mesotes-Lehre für Aristoteles zentral. Mesotes bedeutet Mitte. Aristoteles vertritt die These, dass Tugend immer die Mitte zwischen zwei Lastern, dem Übermaß und dem Mangel, ist. Die Tugend ist damit ihrer Definition nach die Mitte, aber im Hinblick auf das gute Handeln ist die Tugend ein Extrem.55 Aristoteles differenziert das noch, indem er erwähnt, dass nicht alles eine Mitte hat, denn es gibt Dinge, die an sich schon schlecht sind und nicht erst im Übermaß oder Mangel, wie zum Beispiel Schadenfreude, Ehebruch oder Mord. In diesen Fällen kann man nie richtig handeln, sondern immer nur falsch und schlecht. Des Weiteren gibt es keine Mitte bei Übermaß und Mangel, und auch umgekehrt: Es gibt bei der Mitte kein Übermaß oder Mangel.56 Die Charaktertugenden versuchen also, eine Mitte zu finden zwischen den Leidenschaften, welche die menschlichen Handlungen beeinflussen.57 Dass dem Handeln die richtige Überlegung vorausgeht ist für Aristoteles die Grundlage. Es gilt, in seinem Handeln ein Mittelmaß zu finden zwischen Übermaß und Mangel. Die Tugend bezieht sich auf Affekte und Handlungen, bei denen es gilt, das entsprechende Mittelmaß zu finden und beizubehalten.
I. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die vielschichtige Definition des Glücksbegriffs und führt in die drei Hauptteile der Arbeit ein: Aristoteles, Epikur und Wilhelm Schmid.
II. Glück bei Aristoteles: Aristoteles definiert Glück als das höchste Gut, welches untrennbar mit tugendhaftem Handeln, der Mesotes-Lehre und gelebter Freundschaft verbunden ist.
III. Glück bei Epikur: Im Zentrum steht die Erreichung von Seelenruhe (Ataraxia) durch die rationale Wahl von Lust, die Vermeidung von Schmerz und eine gelebte, bescheidene Lebensführung.
IV. Glück im aktuellen Kontext – am Beispiel von Wilhelm Schmid: Dieses Kapitel verknüpft antike Denkansätze mit der modernen Philosophie der Lebenskunst und betont die Notwendigkeit von Melancholie als Gegenpol zum Glück.
V. Schluss: Der Schluss fasst zusammen, dass antike Glücksphilosophie auch heute als Fundament für ein bewusstes, intensives und erfülltes Leben von zentraler Bedeutung ist.
Glück, Aristoteles, Epikur, Wilhelm Schmid, Eudaimonia, Tugend, Ataraxia, Seelenruhe, Freundschaft, Lebenskunst, Mesotes-Lehre, Lust, Leid, Melancholie, Ethik.
Die Bachelorarbeit erforscht die philosophischen Grundlagen eines glücklichen Lebens und untersucht, wie antike Konzepte von Aristoteles und Epikur durch Wilhelm Schmid in die heutige Zeit übertragen werden.
Die Schwerpunkte liegen auf den Tugendbegriffen, der Rolle von Lust und Schmerz, der Bedeutung der Freundschaft und der praktischen Anwendung von Philosophie im Alltag.
Das Ziel ist es, die Aktualität antiker Glücksphilosophie aufzuzeigen und zu klären, wie diese den Menschen heute bei der Gestaltung eines erfüllten Lebens helfen kann.
Es handelt sich um eine philosophische Textanalyse der Nikomachischen Ethik, der Schriften von Epikur sowie ausgewählter Werke von Wilhelm Schmid.
Der Hauptteil gliedert sich in die detaillierte Darstellung der Glücksbegriffe der drei genannten Philosophen, wobei Gemeinsamkeiten und Unterschiede explizit herausgearbeitet werden.
Zu den prägenden Begriffen zählen Glück, Eudaimonia, Ataraxia, Lebenskunst, Tugend und Melancholie.
Schmid sieht die Melancholie nicht als Krankheit, sondern als notwendigen Gegenpol zum Glück, der eine tiefere Wahrnehmung der Symmetrie des Lebens ermöglicht.
Während beide Freundschaft als essenziell erachten, betont Aristoteles die Tugendbindung, während Epikur, bei dem die Freundschaft auch einen utilitaristischen Anfang hat, sie als weltumspannendes, unsterbliches Gut zur Sicherheit und Lebensfreude idealisiert.
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