Fachbuch, 2018
85 Seiten
1 Einleitung
2 Der demografische Wandel
2.1 Einflussgrößen des demografischen Wandels
2.1.1 Fertilität
2.1.2 Lebenserwartung
2.1.3 Außenwanderung
2.2 Prognose der Bevölkerung bis 2060
2.2.1 Entwicklung der Wohnbevölkerung
2.2.2 Entwicklungsprognose der Bevölkerung im Erwerbsalter
2.3 Konsequenzen des demografischen Wandels für Unternehmen und Organisationen
3 Alter und Altern
3.1 Begriffliche Grundlagen
3.2 Modelle des Alterns
3.2.1 Defizitorientierte Modelle
3.2.2 Qualitative Verlaufsmodelle
3.2.3 Theorien des erfolgreichen Alterns
3.2.4 Ressourcenorientierte Theorien des Alterns
3.2.5 Prozessorientierte Modelle
3.3 Altersabhängige Veränderungen berufsbezogener Merkmale
3.3.1 Entwicklung körperlicher Fähigkeiten
3.3.2 Entwicklung kognitiver Fähigkeiten
3.3.3 Entwicklung der berufsbezogenen Motivation
3.3.4 Entwicklung der Persönlichkeit
3.3.5 Bewertung der Leistungsfähigkeit
4 Altersgemischte Teams
4.1 Allgemeine Erkenntnisse zu Gruppen und Gruppenzusammensetzung
4.2 Theoretische Überlegungen zu altersgemischten Teams
4.2.1 Prozessorientierte Ansätze
4.2.2 Ressourcenorientierte Perspektive
4.2.3 Categorization-Elaboration Model
4.3 Die Effektivität altersgemischter Teams
4.3.1 Aktueller Forschungsstand
4.3.2 Mediatoren und Moderatoren der Gruppeneffektivität unter Einbindung des ADIGU Modells
5 Fazit
Die Arbeit untersucht, wie sich berufliche Leistungsmerkmale im Laufe des Erwerbslebens verändern und unter welchen kontextualen Bedingungen altersheterogene Teams die Gruppeneffektivität positiv oder negativ beeinflussen können, um personalpolitische Herausforderungen des demografischen Wandels zu adressieren.
3.2.5 Prozessorientierte Modelle
Eines der wohl bedeutendsten und ganzheitlichsten Altersmodelle stammt von den renommierten Gerontologen Paul und Margaret Baltes. Basierend auf der Annahme, dass Alterung ein dynamischer Prozess ist, der sich durch Wachstum als auch Abbau kennzeichnet, entwickelten die beiden Wissenschaftler die Theorie der selektiven Optimierung und Kompensation (Baltes, 1990, S. 8). Baltes & Baltes (1992, S. 28) erkennen an, dass der Alterungsprozess von gewissen Begrenzungen begleitet wird, sehen aber ebenso die Möglichkeit, das Altern proaktiv zu beeinflussen. Einhergehenden alternsbedingten Verlusten wird durch die Mechanismen Selektion, Optimierung und Kompensation entgegengewirkt, sodass ein erfolgreiches Altern realisiert werden kann (Baltes & Baltes, 1992, S. 29). Selektion bedeutet in diesem Zusammenhang die Konzentration auf wesentliche Lebensbereiche (Klossner, 2015, S. 54), „die für eine Harmonisierung von Umweltanforderungen, persönlichen Motiven, Fertigkeiten und biologischer Leistungsfähigkeit dienlich sind“ (Lehr, 2007, S. 65). Dieser Mechanismus wird erzwungen durch die Reduktion von Kapazitätsreserven (Baltes & Baltes, 1992, S. 29). Der Anpassungsvorgang führt folglich dazu, dass die notwendigen Ressourcen gezielt optimiert werden können. Wenn das Optimierungspotenzial erschöpft ist oder gewisse Ressourcen wegfallen, werden Kompensationsprozesse initiiert, um den Verlusten entgegenzuwirken (vgl. Klossner, 2015, S. 54; Lehr, 2007, S.65).
1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Relevanz des demografischen Wandels als Megatrend für Unternehmen und skizziert die zwei zentralen Forschungsfragen zu individuellen Leistungsveränderungen im Alter und der Effektivität altersheterogener Teams.
2 Der demografische Wandel: Dieses Kapitel analysiert die Determinanten Fertilität, Lebenserwartung und Migration sowie deren prognostizierte Auswirkungen auf die Wohnbevölkerung und das Erwerbspersonenpotenzial.
3 Alter und Altern: Hier werden zentrale Begriffe und wissenschaftliche Alternsmodelle vorgestellt, bevor spezifische berufsrelevante Merkmale wie körperliche und kognitive Fähigkeiten, Motivation und Persönlichkeit im Hinblick auf den Alterungsprozess untersucht werden.
4 Altersgemischte Teams: Das Kapitel behandelt theoretische Grundlagen der Teamarbeit und analysiert mittels verschiedener Modelle, unter welchen Bedingungen Altersvielfalt in Teams die Leistung fördert oder behindert.
5 Fazit: Das Fazit rekapituliert die Ergebnisse, beantwortet die Forschungsfragen und gibt einen Ausblick auf künftige Forschungsbedarfe, insbesondere hinsichtlich der Interaktion verschiedener Diversitätsmerkmale.
Demografischer Wandel, Altersmanagement, Altersheterogenität, Gruppeneffektivität, Selektive Optimierung und Kompensation, Kognitive Fähigkeiten, Arbeitsmotivation, Persönlichkeitsentwicklung, ADIGU-Modell, Teamklima, Transformationale Führung, Altersstereotypen, Erwerbspersonenpotenzial, Teamdesign, Innovationsleistung.
Die Arbeit befasst sich mit den Auswirkungen des demografischen Wandels auf Unternehmen, untersucht die tatsächliche berufliche Leistungsfähigkeit alternder Belegschaften und evaluiert den Einsatz von altersgemischten Teams.
Die zentralen Felder sind die demografische Bevölkerungs- und Erwerbsprognose, gerontologische Alternsmodelle, die Veränderung berufsrelevanter Kompetenzen mit zunehmendem Alter sowie die Effektivitätsforschung innerhalb altersdiverser Arbeitsgruppen.
Ziel ist es zu erörtern, ob die Leistungsfähigkeit von Erwerbstätigen tatsächlich mit dem Alter abnimmt und unter welchen kontextualen Bedingungen altersgemischte Teams einen Wettbewerbsvorteil bieten können.
Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literatur- und Theorieanalyse sowie der Aufarbeitung zahlreicher empirischer Studien und Metaanalysen aus den Bereichen der Arbeitspsychologie, Gerontologie und Organisationsforschung.
Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse der demografischen Rahmenbedingungen, eine psychologische Betrachtung des Alternsprozesses (physische, kognitive, motivationale und Persönlichkeitsfaktoren) und eine detaillierte Untersuchung der Teamdynamik in altersheterogenen Gruppen.
Wesentliche Begriffe sind Altersheterogenität, Gruppeneffektivität, demografischer Wandel, Altersmanagement, kognitive/physische Leistungsfähigkeit sowie das ADIGU-Modell.
Die SOK-Theorie von Baltes postuliert, dass Menschen alternsbedingte Verluste durch gezielte Selektion von Aufgaben, Optimierung vorhandener Ressourcen und Kompensation bei Ressourcenverlusten ausgleichen können, um weiterhin ein erfolgreiches Altern zu realisieren.
Die Forschung zeigt, dass eine transformationale Führung als Moderatorvariable fungieren kann, um negative Effekte von altersbasierten Faultlines (Spaltungslinien) zu minimieren und die Leistung in diversen Teams zu sichern.
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