Magisterarbeit, 1995
142 Seiten, Note: sehr gut
0. VORWORT
1. EINLEITUNG
DIE ENTWICKLUNG DER CAMPUS NOVELS -
EIN PRODUKT SOZIALER-
UND LITERRARISCHER BEWEGUNGEN
1.1. Definition verschiedener Termini des
Akademischen Romans
1.1.1. Die University Novels und die Oxbridge Novels
1.1.2. Die Campus Novels
1.1.3 Die Academic Novels
1.2. Die Historische Entwiclung der Universitätsliteratur
1.3. Die Campus Novel - Ein Produkt der englischen
Bildungsreformen
1.3.1. Die Scholarship Boys
1.3.2. Die First Generation im Lehrberuf
1.4. Die Angry Young Men
1.4.1. Die Reaktion des Establishments
1.4.2. Schlußfolgerung
1.5. Die Studentenunruhen der späten 60er Jahre
und ihre Einflüsse auf die Literatur
1.5.1. Studenten und Lehrende im Konflikt
2. DIE ROMANE UND IHRE AUTOREN
2.1. Lucky Jim von Kingsley Amis
2.2. Changing Places von David Lodge
2.3. The History Man von Malcolm Bradbury
2.4. Schlußfolgerung
3. DIE UNIVERSITÄT ALS MIKROKOSMOS
3.1. Eine Missionsstation
mit kulturellem Sendungsbewußtsein
3.2. Ein Kollektives System
3.3. Schlußfolgerung
4. DIE UNIVERSITÄTEN IN CHANGING PLACES;
THE HISTORY MAN UND LUCKY JIM
4.1. Rummidge und Euphoric State -
BequemesChaos und Perfektes Image
4.2. Watermouth - Ein Akademisches Brave New World
4.3. Ein Heim für Weltfremde
4.4. Die Beziehung von Schauplatz und Lehrenden
4.5. Schlußfolgerung - Individuum und Gesellschaft
5.0. DAS CHARAKTERBILD DER LEHRENDEN
5.1. Die Akademiker
5.1.1. Morris Zapp - Der ehrgeizige Businessman
5.1.2. Philip Swallow - Literatur als Lebensgefühl
5.1.3. Wissenschaft und Kommerz
5.1.4. Jim Dixon und Professor Ned Welch -
Echte und Falsche Kompetenz
5.1.5. Die Sinnhaftigkeit der Wissenschaftlichen Arbeit
5.1.6. Kritik am Englischen Lehrsystem -
Die Förderung von Opportunismus
5.1.7. Howard Kirk - Ein Intellektueller Poseur
5.1.8. Der Mißbrauch von Macht -
Ein Verstoß gegen das Universitäre
Sendungsbewußtsein
5.1.9. Thema des History Man -
Die Historische Unvermeidbarkeit
5.1.10. Howard Kirk - Der Spätere Jim Dixon ?
5.1.11. Seminare als Gruppentherapie zur Selbstfindung
5.1.12. Schlußfolgerung
5.2. Die Gelehrten als Privatpersonen
5.2.1. Morris Zapp der Pseudosexist
5.2.3. Philip Swallow und die Midlife-Crisis
5.2.4. Howard Kirk der Konservative Radikalliberale
5.2.5. Jim Dixon ein Mann zwischen zwei Frauen
5.2.6. Schlußfolgerung
6.0. DIE EXISTENZ VON CHAOS UND ORDNUNG
IN DER GESELLSCHAFT DER VORGESTELLTEN
CAMPUS NOVELS
6.1. Der Kampf um "People's Garden"
6.2. Theater des Größenwahns
6.3. Bürgerliche Kultur und Proletarisches Banausentum
6.4. Merrie England
6.5. Schlußfolgerung
Diese Arbeit untersucht das Bild der Lehrenden in ausgewählten britischen Campus-Romanen, um die Frage zu klären, ob die Universität ihrer gesellschaftlichen Aufgabe als moralische Instanz gerecht wird oder ob individuelle Interessen und gesellschaftliche Reformen zu einer moralischen Entfremdung führen. Dabei wird analysiert, wie sich der berufliche und private Alltag der Dozenten in den Werken "Lucky Jim", "Changing Places" und "The History Man" widerspiegelt.
5.1.1. Morris Zapp - Der ehrgeizige Businessman
Morris Zapp ist als Professor für Englische Literatur im Englischen Institut der State University of Euphoria (kurz Euphoric State) bekannt. Er hat in seiner Laufbahn schon viele Veröffentlichungen von Aufsätzen und kritischen Rezensionen zu verbuchen, die in Amerika als das Maßstab für den Grad an Professionalität gelten.
Daher begegnet er den Fragen nach seinem Spezialgebiet, den Romanen von Jane Austen, stets mit einem Anflug von Arroganz, um sein Gegenüber merken zu lassen, mit welcher wissenschaftlichen Kapazität dieser es zu tun hat. Für Zapp zählt in seinem Beruf besonders die kritische Auseinandersetzung mit der Literaturwissenschaft, die sich dadurch auszeichnet, daß sie sich nicht mit Fragen beschäftigt, sondern mit Antworten.
1. EINLEITUNG: Dieses Kapitel definiert die verschiedenen Termini des akademischen Romans und beleuchtet die historischen Bildungsreformen in England nach 1945.
2. DIE ROMANE UND IHRE AUTOREN: Hier werden die Autoren Kingsley Amis, David Lodge und Malcolm Bradbury sowie ihre jeweiligen Werke vorgestellt.
3. DIE UNIVERSITÄT ALS MIKROKOSMOS: Das Kapitel analysiert die Universität als gesellschaftliche Institution und ihre Funktion als Wächterin über Kultur und Moral.
4. DIE UNIVERSITÄTEN IN CHANGING PLACES; THE HISTORY MAN UND LUCKY JIM: Die spezifischen Handlungsorte und Settings der drei Romane werden in Bezug auf ihre kulturellen und ideologischen Unterschiede untersucht.
5.0. DAS CHARAKTERBILD DER LEHRENDEN: Eine detaillierte Analyse der Charaktere, unterteilt in ihre berufliche Rolle als Akademiker und ihre private Existenz.
6.0. DIE EXISTENZ VON CHAOS UND ORDNUNG IN DER GESELLSCHAFT DER VORGESTELLTEN CAMPUS NOVELS: Die abschließende Betrachtung, wie gesellschaftliche Ordnungen und deren Zerfall in den Romanen thematisiert werden.
Campus Novel, Universitätsroman, Akademiker, Bildungsreformen, Literaturkritik, Kingsley Amis, David Lodge, Malcolm Bradbury, Gesellschaftskritik, Moral, Opportunismus, Akademisches System, Scholarship Boys, Angry Young Men, Studentenbewegung
Die Arbeit untersucht das Bild der Lehrenden in britischen Campus-Romanen und setzt dieses in Bezug zu deren gesellschaftlicher Rolle und privaten Entwicklung.
Die zentralen Themen sind die moralische Integrität des Lehrkörpers, der Einfluss von Bildungsreformen auf die akademische Laufbahn und der Konflikt zwischen Wissenschaft und privatem Ehrgeiz.
Ziel ist es zu untersuchen, ob Hochschulen ihre zugeschriebene Aufgabe als moralische Instanz in der Gesellschaft erfüllen oder ob individuelle Bedürfnisse die wissenschaftliche Arbeit beeinflussen.
Es wird eine interpretatorische Analyse der drei zentralen Primärwerke ("Lucky Jim", "Changing Places", "The History Man") unter Einbeziehung literaturwissenschaftlicher Sekundärliteratur durchgeführt.
Der Hauptteil analysiert das Charakterbild der Lehrenden, deren berufliches Selbstverständnis sowie deren privates Verhalten und ihre Beziehungen.
Campus Novel, Akademisches System, Bildungsreformen, gesellschaftliche Entfremdung und der Konflikt zwischen Ideal und Praxis.
Dixon kämpft gegen ein starres System an, das von ihm Opportunismus fordert, was ihn letztlich zu einer persönlichen Entwicklung jenseits der akademischen Normen zwingt.
Kirk dient als Beispiel für den machtgierigen Akademiker, der ideologische Konzepte nutzt, um sein Umfeld zu manipulieren und seine eigenen Interessen durchzusetzen.
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